Verbrannte Kinder waren nur betäubt

Die drei Kinder, die vor mehr als sechs Wochen in einem Auto im brandenburgischen Schönefeld lebendig verbrannten, sind vorher mit Medikamenten betäubt worden. „In ihrem Blut wurden Schlafmittel festgestellt“, bestätigte gestern der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Ralf Roggenbuck. Laut dem toxikologischem Gutachten sei die Dosis nicht tödlich gewesen. Dafür spricht auch, dass in den Lungen der Opfer Rückstände von dem bei der Tat verwendeten Brandbeschleuniger festgestellt wurden.Die Leichen der Sechs- bis Elfjährigen und ihrer Mutter waren Ende September in einem ausgebrannten Auto entdeckt worden. Die Ermittler gehen von einem sogenannten erweiterten Selbstmord der 48-Jährigen Berlinerin aus. In der Wohnung der Familie aus Altglienicke hatten die Beamten Abschiedsnotizen der Frau entdeckt.

Familiendrama in Schönefeld: Kinder waren betäubt

“Gewalt von Frauen war kein Thema” sagt Frau Kavemann und bagatellisiert weiter

Interview mit Soziologin Kavemann: “Gewalt von Frauen war kein Thema” | Frankfurter Rundschau – Wiesbaden

Interview mit Soziologin Kavemann
“Gewalt von Frauen war kein Thema”

Beim Thema häuslicher Gewalt dachte man lange Zeit, nur Männer seien die Täter und Frauen immer die Opfer. Wie kommt es, dass gewalttätige Frauen früher übersehen wurden?

Das war irgendwie kein Thema der Frauenbewegung. Man hat sich da lange Zeit auf den Füßen gestanden, um Gewalt von Frauen auch in diesem Kontext wahrnehmen zu können. Aber das ist nur die halbe Erklärung. Die andere Hälfte ist: Wenn man Gewalt in den Geschlechterbeziehungen in die Politik bringen, also als Thema setzen will, dann muss man es relativ polarisierend tun. Anders funktioniert es nicht. Hinzu kommt, dass Männer deutlich seltener von schwerer, verletzungsträchtiger Gewalt betroffen sind als Frauen. Wenn es so wäre, dass wir es mit dem gleichen Bild von Gewalt zu tun hätten, dann hätten wir auch eine Menge von verletzten Männern. Und dann wäre es gar nicht möglich gewesen, dass dieses Problem nicht gesellschaftlich sichtbar geworden wäre.

Anmerkung:
Sehr geehrte Frau Kavemann,

wenn Sie sich mal gründlich informiert hätten, so wären Sie seit Jahren bereits auf manche Studien gestossen, die belegen, dass Männer von Frauen geschlagen und mißhandelt werden.
Nur: Dies geschieht einfach viel mehr im Dunkelfeld, weil die Anzeigebereitschaft und die Wahrnehmungsbereitschaft bei diesen Gewalttaten eben viel geringer ist, als bei der Gewalt von Männern gegen Frauen. Jener Gewalt also, die Sie – wie viele Feministinnen und Feministen neben Ihnen – einfach als die einzig wirklich schlimme Gewalt wahrnehmen und wahrhaben wollen.
Dieses Interview zeigt exemplarisch, dass Sie auch heute offensichtlich nicht bereit sind, die unter anderem durch Sie aufgestellten Thesen zu revidieren, zu ergänzen oder einfach anzuerkennen, dass Sie sich früher geirrt haben.
Ihr Verhalten befremdet mich einfach nur.
Sie kommen ja zudem zu folgenden Ansichten:
Wie häufig erleben denn Männer in ihren Liebesbeziehungen Gewalt?

Wenn es um das Vorkommen von Gewalt geht – also das, was von Männern so eingestuft wird – haben wir es statistisch gesehen immer mit einer Gleichverteilung zu tun. In den bundesdeutschen Untersuchungen antworten sowohl 25 Prozent der befragten Frauen als auch 25 Prozent der Männer mit “Ja”, wenn sie danach gefragt werden, ob sie schon einmal Gewalt in einer Beziehung erlebt haben. Auch bei hetero- und homosexuellen Beziehungen ergeben sich die gleichen Prozentsätze. Wenn wir dann darauf schauen, um welche Art von Gewalt es sich handelt, wie gefährlich und verletzungsträchtig sie ist und wie häufig sie vorkommt, dann sehen wir deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede.
Und welche sind das?
Wir haben bei beiden Geschlechtern die Kombination von körperlicher und psychischer Gewalt. Aber wir haben bei der Gewalt, die Männer ausüben, eben diese Häufigkeit von gravierenden Verletzungsfolgen. Außerdem geht sie stark mit sexueller Gewalt einher, was wir bei Frauen vergleichbar nicht finden.

Wird die Gewalttätigkeit auch unterschiedlich bewertet?
Grundsätzlich wird gewalttätiges Handeln von Frauen in der Gesellschaft stärker verurteilt als das von Männern. Das sieht man bis in die Arbeit der Justiz: Gewaltverbrechen von Frauen werden schärfer geahndet als von Männern – vor allem, wenn es um Tötungsdelikte geht. Wenn Männer und Frauen jedoch befragt werden, wie sie das Gewalthandeln des anderen Geschlechts in der Partnerschaft bewerten, dann richtet sich der verurteilende Blick eher auf die Männer. Das heißt, ihnen wird eher unterstellt, dass sie das Ganze in der Absicht getan haben, die Partnerin zu knechten und ihr zu schaden. Bei Frauen wird dagegen eher angenommen, dass sie zum Teil in Selbstverteidigung handeln, dass sie also einen anderen Grund haben, sich mit Gewalt gegen den Partner zu stellen.

Es mutet geradezu seltsam an, dass Sie sich bei dieser Sachlage zu einer solchen These verleiten lassen. Die Wahrheit ist nämlich genau umgekehrt… Männer werden wesentlich härter bestraft.

Ziehen von häuslicher Gewalt betroffene Männer eigentlich andere Grenzen?
Das muss noch erforscht werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Männer früher als Frauen aggressives Verhalten als unangemessen empfinden und von daher als gewaltförmig einstufen als das Frauen mit Blick auf ihre männlichen Partner tun.

Von welchen Formen psychischer Gewalt sprechen Männer dann eher?
Männer beklagen sich, wenn die Partnerin sie kontrolliert. Das beklagen die Frauen auch – aber es scheint so zu sein, dass Männer ein eifersüchtiges oder kontrollierendes Verhalten der Partnerin schneller als unangemessen empfinden.
Hier dämonisieren Sie Männer erneut, indem Sie ihnen Weinerlichkeit unterstellen oder absichtliche Manipulation… Sie belegen diese These jedoch mit keinem Wort.

Misshandelte Frauen können auf Unterstützung hoffen. Wie ergeht es den Männern, die Gewalt durch Frauen erleiden?
Man kann nicht generell sagen, dass Frauen auf Unterstützung hoffen können. Es ist aber ein Unterstützungsangebot aufgebaut worden, das die gesellschaftliche Situation wirklich verändert hat. Und es ist sehr viel Kompetenz und Kenntnis auch in der Breite des sozialen Unterstützungssystems angekommen, so dass misshandelte Frauen auch dort auf Rat und Hilfe stoßen, wo sie nicht zu spezialisierten Einrichtungen gehen. Für misshandelte Männer gibt es keine vergleichbare Unterstützung. Es ist noch nicht in dem Maße Thema, dass Männer auch durch ihre Partnerinnen Gewalt erleiden können.

Nicht zuletzt Sie haben durch ihre jahrelangen Ausblendungen und anderslautenden Veröffentlichungen an “vorderster Front” doch genau dafür gründlich gesorgt, dass die Gewalt von Frauen noch “nicht genug Thema” ist. Ich vermisse hier doch ein wenig Selbsterkenntnis – so etwas wie Reue erwarte ich nicht mehr.

Kindstötung: “Diese Frauen sind keine Bestien” Christian Pfeiffers Frauen- und Männerbild

Christian Pfeiffer hat dem Stern ein interessantes Interview gegeben, das unter anderem auch eindrücklich das Frauenbild des Forschers widerspiegelt Wir lesen:

Kindstötung: “Diese Frauen sind keine Bestien” – Panorama | STERN.DE

Herr Pfeiffer, in Pforzheim hat eine Frau sich und ihre zwei Kinder von einem Balkon gestürzt. Nur der vierjährige Sohn überlebte. Wie kann es zu einer solchen Tat kommen?Wir machen gerade eine große Untersuchung zu Männern und Frauen, die ihre Kinder getötet haben. Sie umfasst Fälle aus den vergangenen zehn Jahren. Die Untersuchung zeigt, dass Menschen wegen ganz unterschiedlicher Probleme so reagieren.
Pauschal kann man sagen, dass diese Frauen keine Bestien in Menschengestalt sind, keine Ungeheuer. In aller Regel sind sie selbst in ihrer eigenen Kindheit und Jugend Opfer von Gewalt geworden und haben wenig Sicherheit in der Rolle als Mutter, zusätzlich sind sie von besonderen Belastungen betroffen.


Welchen Belastungen?

Bei rund einem Fünftel der Männer und Frauen, die ihre Kinder getötet haben, liegt eine psychische Erkrankung vor. Sie leiden unter massiven Depressionen, haben Wahnvorstellungen, sehen sich bedroht. Sie sind davon überzeugt, ihre Kinder retten zu müssen und bringen deshalb erst die Kinder und manchmal auch sich selbst um.

Wir halten fest: Bei Frauen und Männern, die ihre Kinder umbringen, sind 20% der Täter und Täterinnen nach dieser Studie psychisch auffälig. Kein Unterschied also, vor allem aber keine Antwort auf die Frage, welche Belastungen nun bei Frauen größer als bei Männern wären. Doch weiter im Text:

Aber warum töten diese Menschen nicht nur sich selbst, sondern nehmen ihre Kinder mit in den Tod?

Sie denken, dass die Kinder nach ihrem eigenen Tod niemanden haben, auf den sie sich verlassen können. Die Frauen befürchten, dass ihre Kinder fremden Menschen ausgeliefert sein werden und kein schönes Leben vor sich haben. Davor wollen sie die Kinder schützen. Bei Männern, die sich und ihre Kinder getötet haben, gibt es manchmal großen Hass zwischen den Eltern. Männer töten auch dann die Kinder, wenn sie ihrer Frau die Freuden des Elternseins nicht gönnen.

Wie Herr Pfeiffer zur dieser Aussage kommt, welche Studien er hierzu gemacht hat, ist nicht zu erfahren.
Am Ende des Artikels geht Herr Pfeiffer sogar erstaunlicherweise auf den Fall im schleswig-holsteinischen Darry im vergangenen Jahr ein, in dem eine Mutter ihre vier Kinder getötet hat, während ihr Mann vergeblich mehrmals die Behörden gewarnt hat, dass seine Frau psychisch krank sei. Er widerlegt quasi sich selbst. Zitat::

Vor einigen Jahren hat eine psychisch kranke Frau im schleswig-holsteinischen Darry ihre vier Kinder getötet. Ihr getrennt von der Familie lebender Mann hatte sich zuvor Hilfe suchend an die Behörden gewandt. Diese haben sich aber nicht intensiv genug um die Frau gekümmert. Eines muss man aber hinzufügen: Zum Glück kommt es oft gar nicht zu solch schrecklichen Taten, gerade weil den Menschen vorher geholfen werden konnte. Darüber wird natürlich nicht berichtet, die Öffentlichkeit erfährt davon nichts. Die meisten Fälle gehen glimpflich aus, ohne Tote. Aus solchen Einzelfällen wie in Pforzheim kann man also nicht schließen, dass es keine Nächstenliebe mehr gibt.

Übrig bleibt wieder das schale Gefühl, das man empfindet, wenn man permanent Artikel bekommt, die angeblich widersprüchlich belegen, dass Fraueneben doch die besseren Menschen seien. Der Artikel ist so schlecht recherchiert, dass man beim Lesen die Widersprüche zwar bemerkt, jedoch nichts zur Auflösung in Erfahrung bringt. Sie Überschrift: DIESE FRAUEN sind keine Bestien … Männer sind es wohl schon.

Köln: Jugendliche drückten brennende Zigarette auf der Nase ihres Opfers aus

m Kölner Vorort Porz-Zündorf wurde eine 14-Jährige Opfer eines brutalen Raubs. Die beiden Tatverdächtigen sollen nach der Beschreibung des Mädchens nur wenig älter als sie selbst gewesen sein.Auf einem Feldweg wurde das Mädchen zunächst von den beiden Kriminellen angesprochen. Dann wurde sie aufgefordert, ihr Handy zu zeigen. Dann eskalierte die Situation. Die 14-Jährige wurde mit Schlägen ins Gesicht gefügig gemacht.Am Boden liegend wurde es dann für das Opfer besonders schmerzhaft. Die beiden Täterinnen löschten ihre brennenden Zigaretten auf der Nase der 14-Jährigen. Sie entkamen unerkannt, die Polizei fahndet nach den beiden Jugendlichen.

Köln: Jugendliche drückten brennende Zigarette auf der Nase ihres Opfers aus

Hier zeigt sich erneut: Eine Ideologisierte Prävention nur mit männlichen Tätern im Bereich der Jungendhilfe läuft völlig an der Lebenswirklichkeit der Jungendlichen von Heute vorbei. Unser Rezept: Täterinnen ernst nehmen.

Jaycee Lee Dugard: Entführtes Mädchen kommt nach 18 Jahren frei

Einer der spektakulärsten Entführungsfälle der USA ist aufgeklärt: Jaycee Lee Dugard, die als elfjähriges Mädchen von entführt, immer wieder vergewaltigt und in einem Hinterhof isoliert von der Außenwelt gefangen gehalten wurde, ist nach 18 Jahren wieder frei. Ein Ehepaar wurde unter dringendem Tatverdacht verhaftet. Der Hauptverdächtige ist ein 58-jähriger, der wegen mehrfacher Sexualdelikte lebenslange Bewährungsauflagen hat.Dugard gebar in der Gefangenschaft laut Polizei zwei von ihrem Peiniger Phillip Garrido gezeugte Kinder. Das erste Mädchen kam zur Welt, als Dugar gerade mal 14 Jahre alt war. Das Mädchen ist inzwischen 15, seine kleine Schwester ist elf Jahre alt. Die beiden wurden zusammen mit ihrer inzwischen 29-jährigen Mutter vorübergehend in einem Hotel untergebracht und waren nach Polizeiangaben wohlauf. „Aber seit 18 Jahren in einem Hinterhof zu leben, hinterlässt seine Spuren“, erklärte ein leitender Polizeibeamter des Bezirks El Dorado, Fred Kollar. Auch die Kinder lebten auf dem Hinterhof völlig von der Außenwelt isoliert.

Jaycee Lee Dugard: Entführtes Mädchen kommt nach 18 Jahren frei – Nachrichten news – WELT ONLINE

Tatsache ist: Der Vergewaltiger ist ein Mann.
Tatsache ist auch: Die Entführung des Mädchens hat er gemeinsam mit seiner Ehefrau begangen. Tatsache ist auch: Die Ehefrau wusste über 18 Jahre, was mit dem durch sie mit entführten Mädchen geschah. Ich bin gespannt, inwieweit die Mittäterin hier verurteilt wird