Trennung: Die Rache der Frauen

Sie ist getrieben von Rachsucht. 60 Prozent der Frauen kennen das Gefühl, sich an ihrem Verflossenen rächen zu wollen.

Trennung: Die Rache der Frauen – Aus aller Welt – FOCUS Online

Seltsam, solche Zahlen werden veröffentlicht – und womöglich geglaubt…
Wann kommt die Zeit, in der auch gelaubt wird, dass Frauen auch nicht vor häuslicher Gewalt zurückschrecken?
Denn:

Trennung und Betrug bedeuten einschneidende Erlebnisse“, sagt die Münchner Psychologin Anna Schoch. Wenn die Liebe scheitere und die Beziehung in die Brüche gehe, gelten andere Regeln. „Selbst nach 20 Jahren Ehe erleben die meisten Überraschungen, die sie sich niemals hätte vorstellen können“, weiß Schoch.

Mecklenburg-Vorpommern: Laut dem Regierungsportal gibt es angeblich nur häusliche Gewalt von Männern

Nr. 41/08 – 28.05.2008 – JM – JustizministeriumDer Rechtsausschuss des Bundesrates berät heute in Berlin über ein Gesetz zur Stärkung der Täterverantwortung. Das Gesetz sieht vor, den Opferschutzes weiter zu stärken. Straftäter sollen zukünftig durch den Richter angewiesen werden können, an speziellen Täterprogramm für mindestens 6 Monate bis zu einem Jahr teilzunehmen.„Durch die verpflichtende Teilnahme an einem Täterprogramm wird der Beschuldigte gezwungen, sich über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten aktiv mit seiner Tat auseinanderzusetzen und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Gerade im Bereich der häuslichen Gewalt ist eine enge Täterarbeit nötig, um Gewalt präventiv zu bekämpfen und potentielle Opfer nachhaltig zu schützen. Das Gesetz ist daher ein weiterer Meilenstein beim präventiven Opferschutz“, so Kuder heute in Schwerin.Der Gesetzentwurf zur Stärkung der Täterverantwortung wurde heute von Rheinland-Pfalz in den Rechtsausschuss des Bundesrates eingebracht. Er knüpft an den Aktionsplan der Bundesregierung zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen vom 28.09.2007 an und schafft die gesetzlichen Voraussetzungen zur praktischen Umsetzung des Planes.Der Gesetzentwurf sieht vor, qualifizierte Täterprogramme als zusätzliche justizielle Sanktion gegen den Täter gesetzlich zu verankern.

Aktuelle Pressemitteilungen – Mecklenburg-Vorpommern: Das Regierungsportal

Frage: Wie will man einen Mann dazu zwingen, die Verantwortung für eine Tat zu übernehmen?
Antwort: Es gibt nach Meinung des Justizministeriums in Mecklenburg-Vorpommern wohl Menschen, die zaubern können. Die Justiz delegiert hier die Verantwortung für die Veränderung von Tätern an Sozialarbeiter(innen) in dem Glauben, dass diese dann zaubern könnten.

Außerdem: Das Gesetz richtet sich wohl wirklich nur gegen Männer. Täterinnen tauchen im Entwurf  nicht einmal auf.

Wieviele Kinder wurden nochmal innerhalb der letzten Monate tot in Tiefkühlgeräten oder sonstwo aufgefunden?

Täterinnen bei häuslicher Gewalt

In über sieben Prozent der Fälle ging die häusliche Gewalt von Frauen aus. Der Anteil von ausländischen Tätern ist mit über 52 Prozent hoch. Bei den Frauen liegt der Anteil von Ausländerinnen
sogar bei gegen 60 Prozent.

Dass die Polizei gegenüber dem Vorjahr über 15 Prozent mehr Fälle von häuslicher Gewalt verzeichnete, hängt mit dem neuen Gewaltschutzgesetz zusammen, das seit einem Jahr in Kraft ist. Delikte, die im Rahmen von häuslicher Gewalt verübt werden, sind seither Offizialdelikte. Das heisst, die Polizei untersucht hier von Amtes wegen, selbst dann, wenn es sich «nur» um Tätlichkeiten, leichte Körperverletzungen oder Drohungen handelt. Sonst untersucht die Polizei solche Straftaten nur auf Antrag.

Dieses Zitat stammt aus der Schweiz und bezieht sich auf den Kanton Zürich. Beschrieben werden hier die sogenannten Wegweisungen der Täter und Täterinnen.

Wenn man (mit sehr hoher Warscheinlichkeit) annimmt, dass Männer deutlich seltener die Polizei rufen, wenn sie Opfer der Tätlichkeiten ihrer Partnerinnen wurden, so ist in direkter Folge von einer wesentlich höheren Dunkelziffer bezüglich dieser Gewalttaten auszugehen als im umgekehrten Fall.

Laut Aussage der Stadt Hamburg waren (in 2006) bereits 10% der weggewiesenen Täter(Innen) Frauen. Dies
sind Hellfeldzahlen – also schlicht offiziell belegte Tatbestände. Und dennoch wird überall dieses Thema eher verschwiegen und geleugnet. Doch da kommt mir eine Idee:

Vielleicht greift ja Beate Koma von der Zeitschrift “Brigitte” einmal dieses Thema auf…

Das wäre jedoch in etwa so gefährlich wie unwarscheinlich:

Nach genauerem Überlegen hoffe ich eher, dass sie nicht über dieses Thema schreibt, denn ich muss befürchten, sie könnte sonst Erziehungscamps für prügelnde Mütter und Ehefrauen fordern.

Die “Brigitte” ruft dazu auf, Frauen wegzuklicken.

Dass sich Videospiele auf die Seelenbeschaffenheit von potentiell gewalttätigen Menschen auswirken können, ist längst nachgewiesen.
Die Brigitte fordert seit Neuestem Ihre Internetbesucherinnen dazu auf, eine von der Brigitte mit Häme und zahlreichen Falschbeschuldigungen bedachte ehemalige Tagesschausprecherin gegen die von Seiten der Brigitte vergötterte Ikone der Frauenbewegung “wegzuklicken”.

“Ausmachen”, “wegklicken”, “abschiessen” haben viele Jungs von klein auf in Ballerspielen gelernt. Sie haben sich dafür viel moralisches Geseufze von hauptsächlich weiblichen Erziehungspersonen anhören müssen, und wurden für ihre Schlechtigkeit verachtet. Doch: Die Brigitte hat gelernt. Was für Jungs schlecht ist, und sie schlecht macht, kann für Mädchen und Frauen vielleicht gut sein.
Die Brigitte-Redaktion setzt offenbar auf die nachgewiesenen “Erfolge der systematischen Desensibilisierung” durch verachtende Hetze in Computerspielen.
Machart:
Zuerst Unwahrheiten über die Meinungsäußerung einer Person verbreiten und diese später als Zielfigur für ein (zugegeben schlecht gemachtes) Ballerspiel benutzen…
Dann ist damit zu rechnen, dass es vielleicht für manche fehlgeleitete Frauen- oder Mädchenseele danach nur ein kleiner Schritt wäre, mit Gegenständen oder Distanzwaffen diese von der Brigitte zum “Wegklicken” freigegebene Zielperson anzugehen.

Wer meinen Beitrag jetzt unter den Labels: Zynismus, Spinnerei, oder schlechte Glosse einsortiert, liegt leider (nicht ganz) falsch.

Es ist vielmehr der verzweifelte Versuch, durch tiefes interlektuelles Bücken dem im freien Fall herabsinkenden Niveau der Zeitschrift nachkommen zu wollen.

Normalerweise lässt sich über das Thema Täterinnen kaum ein Witz machen. Doch diese weitere redaktionelle Entgleisung gegenüber Eva Hermann in einem bekannten deutschen Verlag musste einmal hier hinein. ich bin weder ein Freund oder Verfechter ihrer Thesen und Ansichten, doch was sich die deutsche Medienlandschaft im letzten Jahr an Hetze gegenüber Abweichlerinnen von der allgemeingültigen feministischen Doktrin erlaubt hat, erinnert an die Hexenjagt im Mittelalter – mit dem Unterschied, dass die offen aggressiv und mörderischer war.

Tatsache ist: es ist ein offenbar dämliches Spiel.
Nun zu mir: Schande auf mein Haupt! Ich gelobe Besserung. Ich verspreche, ab heute zwei Monate nicht mehr – auch nicht durch “Google-Verweise” – in meinen Recherchen das Portal der “Brigitte” zu betreten.

“Bericht über Frauenschicksale”

Diesmal ein Zitat in Gänze, und zwar hier entnommen.

Bitte lesen Sie das Zitat  unten aufmerksam durch.

Morgens um sechs ist für die Frauen in der niedersächsischen Justizvollzugsanstalt Vechta die Nacht zu Ende. Dann schließt Martina Felbinger die schweren Eichentüren auf. “Die Nächte in der Zelle sind hart“, weiß die Stationsbeamtin. In der Stille der Nacht müssen die Frauen allein zurechtkommen mit ihrer Einsamkeit, mit den Trümmern ihres Lebens. Eine Stunde später ist Arbeitsbeginn. Ulrike C., 52, sitzt lebenslang wegen Raubmord. Im Gefängnis macht sie den Anstreicherjob. Abends spielt die gelernte Malerin in ihrer Zelle Choräle auf einer alten Heimorgel. “Ich muss mich beschäftigen, sonst halte ich das hier nicht aus”, sagt sie. Fast alle Frauen arbeiten in einem der Gefängnisbetriebe für 180 Euro im Monat. Nur die Frauen in der Mutter-Kind-Station müssen nicht zur Arbeit. Elena aus Kasachstan ist 20, hat vier Kinder. Die beiden Kleinsten leben bei ihr im Knast. Jahrelang kam die junge Frau immer wieder ins Gefängnis. Prügel, Vergewaltigung, Drogenstrich, Diebstähle, Einbrüche – so sah ihr Leben aus. Jetzt soll sie vom Knast in eine therapeutische Einrichtung wechseln. Wenn Elena dann erneut in den Drogensumpf abrutscht, werden ihr auch die beiden kleinen Kinder weggenommen. Manche Frauen versuchen aber auch, das Beste aus der Haft zu machen, wie Lore E., die ihren gewalttätigen Stiefvater vergiften wollte und nun wegen versuchten Mordes sitzt. Sie absolviert ein Fernstudium und lernt Klavier. “Es dauert lange, bis die Wunden der Seele verheilen”, gesteht sie. Und nur in der Zurückgezogenheit ihres Haftraums findet sie die Kraft dazu. Zwei Wochen lang durfte Lutz Wetzel mit seinem Kamerateam in der JVA Vechta drehen. In den Gesprächen mit dem Autor sprachen einige Frauen zum ersten Mal freimütig über ihr Leben und ihre Empfindungen. Lutz Wetzel gibt in seiner Reportage Einblicke in eine Welt voller Verletzlichkeit, Enttäuschung und Sehnsucht, aber auch voller Misstrauen und Neid.

Als ich mit dem Lesen fertig war, fragte ich mich zweierlei:
1. Sind die Frauen, die im Gefängnis einsitzen, eigentlich nur Opfer?
2. Wenn nicht, wann wird dann mal ein Bericht über die Männerschiksale gemacht, also über das Schicksal der übrigen 93% aller Gefängnisinsassen(innen)? )

Es gilt im Übrigen unter Fachleuten als absolut gesichert, dass im direkten Vergleich der Zustände im Frauengefängnis gegenüber einem Männergefängnis das Erstere eher einer angenehmeren Urlaubssituation ähnelt.

(So z.B. der Kriminologe Prof. Christian Pfeiffer anlässlich einer Fernsehsendung “Menschen bei Maischberger”, in der über den in Antalya festgehaltenen Marco aus Uelzen berichtet wurde.)