Auch dieser Tage ist es zum 3.720.000 Male zu hören oder zu lesen.
Die Rede ist vom Angeblichsten aller Tabus: Dem der häuslichen Gewalt gegen Frauen.
An sich bereits eine Einschränkung, die die Ursprungsbedeutung der “HÄUSLICHEN Gewalt” verfälscht.
Im Grunde ist jede Gewalt, die zuhause stattfindet, häusliche Gewalt; also auch zum Beispiel die von Müttern gegenüber Kindern.
Doch wieder zurück zum “angeblichen Tabu…”
Bei Google finden sich heute, also am 10.11.2008 ca. 3.720.000 Seiten und Artikel zum dem Thema.
Gibt man die Worte : “Tabu+häusliche+Gewalt” ein, findet man stolze 12.800 Seiten mit jenen Worten.
Im Ernst: Wer heute als Politiker(in) oder Fachfrau bzw. Fachmann vor Publikum diesbezüglich noch von einem Tabu faselt, sollte sich einmal ernsthaft überlegen, ob er oder sie von der Fachwelt noch ernst genommen werden will. Oder aber ob man ihm oder ihr nicht vielmehr eine ideologische Besessenheit nachsagen müsste, zumal man sich ja geradezu als Retterin oder Retter dem Volke anbiedert, wenn man oder frau “als aus der Politik kommende(r) Tabubrecher(in)” daherkommt.
Apropos: Gibt man bei der gleichen Suchmaschine “häusliche Gewalt gegen Männer” ein, so bekommt man 1570 Verweise.
Wie hier bereits häufiger dargestellt wurde, existieren über 100 weltweite, seriöse wissenschaftliche Forschungen, die belegen, dass Männer ebensohäufig Opfer häuslicher Gewalt werden wie Frauen.
Ganz abgesehen von Kindern und alten Menschen, die von Täterinnen misshandelt werden.
Seltsam, nicht?
Ein angebliches Tabu, das lange keins mehr ist, wird benutzt, um eines, das wirklich ein Tabu ist, weiter zu tabuisieren: Die Gewalt von Täterinnen.

