Was den fraglichen Anteil der Täterinnen betrifft, so gehen die Zahlen weit auseinander. Wetzels -der seine Dunkelfeldstudie für das Bundesministerium für Familie durchführte- kommt in seiner Studie von 1997 auf einen Anteil von zehn Prozent, Raupp und Eggers schließen 1993 auf 25 Prozent. Beide beziehen sich auf Deutschland. Die amerikanischen Forscher Risin und Koss identifizierten 1987 einen Anteil von 47 Prozent weiblicher Sexualstraftäterinnen. Da diese Ergebnisse den Forschern selbst Unglauben bereitete, engten sie die zugrunde liegende Definition ein – wobei immer noch ein Anteil Täterinnenanteil von 35 Prozent zu verzeichnen war. (vgl. Enders 2008, S. 106) Obgleich ein Prozent, zehn Prozent oder 35 Prozent der sexuellen Gewalttaten durch Frauen verübt wurden, so ist das ein beachtlicher Täterinnenanteil, der nicht weiter in der (Fach-)Öffentlichkeit vernachlässigt werden sollte, wenn man betrachtet, wie häufig Kinder durch Männer und Frauen diese Übergriffe erfahren müssen.Alles weitere gibt es hier.
