Die österreichische Außenministerin behauptet: “Opfer von Gewalt fast immer weiblich…”

So steht´s heute geschrieben im Standard.at

Zitat:

Wien – Außenministerin Ursula Plassnik machte am Freitag auf das weit verbreitete Problem der Gewalt aufmerksam. “Opfer von Gewaltakten sind nach wie vor fast immer weiblich”, betonte Plassnik. “Gewalt gegen Frauen gibt es in allen Ländern und Kulturen sowie in allen sozialen Schichten. Nach Angaben des Europarates erleidet jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens körperliche Gewalt”, so die Außenministerin.

“Wir müssen Frauen weltweit ermutigen, Gewalt gegen sie nicht still hinzunehmen, sondern mit starker Stimme darauf aufmerksam zu machen. Gleichzeitig müssen wir für den Schutz dieser Frauen sorgen.” Besonders der Schutz von Frauen, die sich für Menschenrechte anderer einsetzen, liegt Plassnik nach eigenen Angaben am Herzen.

Sicherlich: jeder Anlass braucht einen Aufhänger und eine treffliche Schlagzeile… auch der Tag gegen Gewalt an Frauen. Ebenso ist es prinzipiell zu begrüßen, dass auf dieses Problem seit vielen Jahren aufmerksam gemacht wird.

Doch im weiteren Text äußert sich Frau Plassnik wie folgt:

Zum Thema Kriege:
Plassnik wies außerdem darauf hin, dass Frauen in bewaffneten Konflikten besonders stark betroffen sind. “Es liegt meist an ihnen, das Überleben ihrer Familien sicherzustellen, gleichzeitig leben sie in ständiger Angst vor sexueller Gewalt.”

Muß es eine inhaltlich so völlig falsche und unhaltbare Aussage sein, die als Aufhänger herhalten muss, um in Österreich auf das Problem geschlagener Frauen hinzuweisen?

Die Außenministerin irrt, und zwar gewaltig, oder sie weiß es besser – dann aber würde sie lügen.

In Europa, den USA , dem ehemaligen Ostblock und in all den Staaten, die eine relativ zuverlässige Kriminalstatistk führen – sind nachweislich mehrheitlich bis zu ca. zwei Dritteln aller zivilen Gewaltopfer männlich. Diese Zahlen sind seit Jahrzehnten belegt und auch durch die Krankenhaus- und Todesstatistiken hinlänglich untermauert.

Hier stellt sich zudem die Frage, ob Frau Plassnik als Außenministerin eines EU-Staates wirklich nicht weiß, in wie vielen aktuellen oder vergangenen Kriegen Männer zuhauf umkommen oder umgekommen sind.
Ermorden oder ermordet zu werden ist für diese Jungen und Männer zudem kein Akt selbstgewählter Freiwilligkeit, sondern eher Ausdruck eine Armeepflicht, die weltweit “männliches Kanonenfutter” seit Jahrtausenden quasi als naturgegeben bevorzugt.

Es ist unverständlich, weshalb es im Außenministerium Österreichs offenbar niemanden zu geben scheint, der die jedem Bürger/ jeder Bürgerin zugängliche Kriminalstatistik kennt und die Chefin auf deren Ergebnisse hinweisen würde.

Ein Schelm wäre, wer hinter diesem außenministerialen Fauxpax Böses vermuten würde…
Mindestens ist jedoch von einer gehörigen Wahrnehmungsverzerrung seitens der Ministerin auszugehen.

Genau diese Fehlwahrnehmung ist aufgrund der weiten Verbreitung der Annahme, Männer allgemein wären ausschließlich das Tätergeschlecht und damit Frauen das Opfergeschlecht, sogar noch “politisch völlig korrekt”.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt:
Weshalb veröffentlichen eigentlich Männer nicht viel mehr darüber, dass sie neben der Haupttätergruppe im sogenannten “Hellfeld” – also den statistisch erfassten Tätern – , gleichzeitig auch die Hauptopfergruppe stellen?

Wenn Sie die Hintergründe interessieren, lesen Sie bitte hier weiter .