Tagesmutter als Täterin vor Gericht – ”Er war doch schon so groß”

Zum Prozessauftakt hat die Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Unter Tränen bestätigte sie den Tathergang so, wie ihn die Staatsanwaltschaft dargestellt hatte. “Er hat mir die Ärmchen entgegengestreckt”, erklärte sie. Daraufhin habe sie ihn hochgehoben. “Ich habe ihn geschüttelt und gesagt, er soll aufhören”, beschrieb sie die Tat. Der Kopf des Jungen sei zweimal nach vorne und hinten geschnellt.Danach habe sie ihn wieder hingelegt und ihm den Schnuller gegeben. Christopher sei dann ruhig gewesen. “Er war doch schon so groß und ich hätte nicht gedacht, dass ihm was passieren könnte”, sagte die Angeklagte. Als sie 20 Minuten nach dem Schütteln nach dem Jungen gesehen habe, habe er ruhig geschlafen.

Prozess: Tagesmutter vor Gericht – ”Er war doch schon so groß” – Panorama – sueddeutsche.de

Hier zeigt sich in großer Deutlichkeit, wie “geschlechstypisch-verzerrt” Jungen von Frauen gesehen werden…

Was bei Männern Vergewaltigung genannt wird, wird bei Frauen zur Liebesaffäre stilisiert

Frau hatte Liebesaffäre mit 13-jährigem Jungen

Der Prozess um eine illegale Beziehung zwischen einer 32-Jährigen und einem 13-jährigen Jugendlichen ist in Singapur mit einem milden Urteil zu Ende gegangen. Die Schwester der Frau erwischte das Paar in flagranti. Als Kindesmissbrauch bewerteten die Richter den Vorfall allerdings nicht.

Einem Bericht der Zeitung “The Straits Times” zufolge hatte die geschiedene Frau, die selbst ein 14 Monate altes Kind hat, an der Schule des 13-jährigen Jungen in der Kantine gearbeitet. Während der Arbeit ließ sie ihr eigenes Kind von der Mutter ihres jungen Liebhabers babysitten. So hätten sich die beiden kennengelernt.

Später soll die Frau dem Jugendlichen gesagt haben, dass sie sich bei ihrem ersten Treffen in ihn verliebt habe. Der Junge habe dies zunächst nicht ernst genommen, bis sie ihn eines Tages geküsst habe. Daraufhin habe er sich in die Frau verliebt und als seine Freundin angesehen.

Anfang Mai 2008 soll das ungleiche Paar dann in der Wohnung der Frau Geschlechtsverkehr gehabt haben. Zu diesem Zeitpunkt seien bereits sowohl die Schwester der Frau als auch die Mutter des Jungen argwöhnisch geworden und hätten die Angeklagte zur Rede gestellt. Die Frau stritt die Vorwürfe damals allerdings noch ab…

Was bei Männern eine glatte Vergewaltigung einer Minderjährigen wäre, wird hier von Seiten der WELT ebenso unkritisch wie das Urteil in Singapur als “Liebesaffäre” wiedergegeben.

Prügelnde Mutter ist “nicht gewalttätig”

NEU-ULM (mick)
Mehrmals hat eine 47-jährige Frau aus Senden ihren 12-jährigen Sohn ermahnt, er solle nicht mit Feuerzeug und Spraydose zündeln. Doch der Bub setzte sein gefährliches Spiel solange fort, bis die irgendwann völlig entnervte Frau heftig mit einer Wäscheleine zuschlug.

Das Ergebnis dieses Vorfalls im vergangenen November waren blaue Flecke, Schwellungen im Gesicht und rote Striemen an den Füßen des Jungen. Gestern musste sich die geschiedene Mutter von fünf Kindern vor dem Neu-Ulmer Amtsgericht verantworten.

“Es tut mit leid. Es wird nie wieder vorkommen”, beteuerte die Angeklagte mehrfach gegenüber Richter Bernt Münzenberg und Staatsanwalt Walter Henle. Es sei das erste Mal gewesen, dass sie eines ihrer Kinder geschlagen habe. Dreimal sei ihre siebenjährige Tochter am besagten Tag zu ihr gelaufen gekommen.

Das Mädchen habe erzählt, dass der 12-Jährige und sein Freund mit dem explosiven Spray herumhantieren. Alle Verbote der Mutter blieben wirkungslos, der Sohn verbarrikadierte sich schließlich in seinem Zimmer. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten öffnete die Beschuldigte dann gewaltsam die Tür. Der Junge habe ihr dann – laut ihrer früheren Aussage bei der Polizei – mit den Füßen in den Bauch getreten. Daraufhin verpasste ihm die Angeklagte sozusagen eine ordentliche Tracht Prügel.

Bis hierher ist der Vorgang nachvollziehbar, auch ich würde von einer Verzweiflungstat sprechen…

Doch jetzt kommt´s:

Die Frau sei eine äußerst liebevolle, aber überforderte Mutter, der es oft schwer falle, ihren Kindern die nötigen Grenzen zu setzen. Staatsanwalt Henle ging von einem minder schweren Fall aus und forderte vier Monate Haft auf Bewährung, sowie 60 Stunden gemeinnützige Arbeit. “Ich unterstelle der Angeklagte nicht, dass sie gewalttätig ist“, so Henle.

Ob ein Angeklagter wohl die gleiche Entlastung bekäme?

Institut für Pädagogik der Universität Osnabrück – Sexismus zu Ende gedacht…

Dass sich Universität(inn)en mit dem Themenbereich “häusliche Gewalt” auseinandersetzen ist nix Neues…

Doch dass sie gemeinsam mit anderen “Expertinnen” aus Europa im Jahr 2009 noch immer derart einseitig zum Thema “forschen” , ist geradezu eine wissenschaftliche Frechheit. Wir lesen:

Die Bekämpfung jeglicher Formen von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen steht im Mittelpunkt des europäischen Projektes “PRO-TRAIN”, das seit April 2007 vom Institut für Pädagogik der Universität Osnabrück koordiniert wird. Elf Expertinnen aus sieben europäischen Ländern haben seitdem ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Professionelle des Gesundheitswesens zum Thema häusliche und sexualisierte Gewalt entwickelt und erprobt. Eine internationale Abschlusskonferenz, zu der Wissenschaftler, Mediziner, Juristen, Mitarbeiter von Jugendämtern und der Polizei erwartet werden, findet am Freitag, 6. März, ab 10.30 Uhr in der Katholischen Familienbildungsstätte Osnabrück statt.
“Experten und Expertinnen verschiedener Berufsgruppen wurden in den zwei Jahren zu Fortbildungen eingeladen, um die spezifische Rolle der jeweiligen Berufsgruppe in der Prävention und Intervention bei häuslicher und sexualisierter Gewalt zu verdeutlichen und Kooperationsmöglichkeiten aufzuzeigen”, so die Osnabrücker Projektkoordinatorin Sabine Bohne. “Die Evaluation der Fortbildungen zeigt, dass der multi-professionelle Ansatz in Fortbildungskonzepten zur Bekämpfung der Gewalt von großer Bedeutung ist.” Besonders wichtig sei erstmal das Erkennen von Gewaltverhältnissen und die gezielte Weitervermittlung betroffener Frauen und Kinder an spezifische Beratungsstellen.

Kein Wort von prügelnden Müttern oder Ehefrauen, die auf Ihre Männer einschlagen. kein Wort von Misshandlerinnen, die alte pflegebedürftige verletzen. Nein, Märchen sind einfach keine Wissenschaft – doch dies schein in Osnabrück und anderswo noch nicht bekannt zu sein.

Vielmehr werden viele wissenschaftliche Ergebnisse geradezu ausgeblendet, wie wir u.a. hier nachlesen können. Nun denn, im Grunde ist nichts anderes zu erwarten gewesen, daher hält sich meine Aufregung in Grenzen.

Was ihm geschah, ist Alltag vieler Kinder…

In Opinio habe ich heute einen Artikel gefunden, der hier einmal auszugsweise die” andere Seite der Mütterlichkeit” schildert… auch die Kommentare zum Artikel sind deshalb lesenswert.

Vollkommen verängstigt und innerlich zitternd vermittelte er dennoch den Anschein innerer Ausgeglichenheit. Damit vermied er zwar nicht immer, dass die Wut der Mutter sich gewaltsam entlud, aber wenn er zu nervös wirkte, hätte dass sofortige und brutale Konsequenzen zur Folge. Er tendierte durchaus zur Eigenwilligkeit. Früher lehnte er sich gegen die Misshandlungen seiner Mutter auf. Seine Aufsässigkeit wurde allerdings derart brutal beantwortet, dass er mit allen Mitteln zu meiden suchte, den Unmut der Mutter auf sich zu ziehen. Er hatte gelernt, dass deren Brutalität scheinbar keine Grenzen kannte.

Mitunter schlug sie ihn mit Gegenständen und sperrte ihn anschließend, ohne ihn essen oder trinken zu lassen, vom Samstagnachmittag, bis zum Montagmorgen, in den winzigen Verschlag unter der Treppe. Da er neben der abgestellten Werkzeugkiste, alten Fliesen, Dachpfannen und einigen Brettern kaum in sein Verlies passte, ließ die Enge des Verschlages nur eine gebückte sitzende Haltung zu. Bereits nach kurzer Zeit begann sein Körper nach Bewegung, oder einer Lageveränderung, zu schreien. Erich weinte möglichst leise vor sich hin. In der Dunkelheit horchte er auf die mitunter an seinem Verlies vorbeiführenden Schritte seiner Mutter.

Da die Luft sehr staubig war, übermannten ihn immer wieder Niesattacken. Er bekämpfte den Niesreiz mit allen Mitteln. Manchmal hielt er sich die Nase zu oder versuchte verzweifelt und mit schierer Willensleistung das Niesen zu unterdrücken. Natürlich dauerte er nicht lange und der Niesreiz brach sich Bahn. Wenn seine Mutter ihn hörte, eilte sie voller Wut heran und schrie meistens vor dem Verschlag: „Ich wollte, dass Du verreckst… wenn Du nicht ruhig bist… mache ich dich kalt“. Wenn Erich dann immer noch niesen musste, riss sie die Türe seines Gefängnisses auf und schlug ihm brutal in das Gesicht oder trat auf ihn ein. Manchmal zerrte sie ihn zornig schreiend “Jetzt reicht es… wer nicht hören will muss fühlen“, an den Haaren heraus.