3. Teil
Und es geht noch weiter, immer weiter…
Im Standard.at ist ein heftiger Streit entbrannt, ob Männer nun in Plakataktionen – durch Steuergelder finanziert – als Täter dargestellt werden dürfen oder nicht…
Nach Frau Girardi´s Einlassungen gab es erst eine ausführliche Antwort von einem Mann:
Josef C. Aigner, Psychoanalytiker an der Uni Insbruck, befindet die pauschalisierende Hetze gegen das “starke Geschlecht” als gesellschafts- politisch und pädagogisch kontraproduktiv.
Zitat:
Gerhard Amendt hat mit seiner Kritik an Frauenministerin Bures’ Werbeaktion, die die Gewalt in der Familie als “reines Männerproblem” darstellt, viel Staub aufgewirbelt: wahrscheinlich nicht nur wegen seiner Thesen, sondern weil das Thema emotional derart brisant ist, dass einem als Mann sowieso geraten wird, besser die Klappe zu halten. Aber auch das ist schon wieder ein Teil des Problems: hier der gewalttätige Mann, und wer Mann ist, gehört zu den “potenziellen Tätern”! Also kusch!
Doch nun greift die die seit Jahren aktive “Gewaltexpertin” Rosa Logar frontal an:
Sie spricht Herrn Professor Amend sogar sein “Mann-Sein” ab.
Zitat:
(Foto Standard.at)
Gewalt an Frauen muss daher im Kontext der Beendigung jeglicher Form von Diskriminierung gegenüber Frauen und der Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern behandelt werden …
Eine Haltung, die Ursachen der Gewalt an Frauen verschleiert, das Problem relativiert oder aufrechnet, weil auch Männer Opfer von Gewalt werden, hilft im besten Fall nicht weiter und verhindert im schlimmsten Fall wirkungsvolle präventive Maßnahmen.
Kein Mann, der gewalttätiges Verhalten von Männern gegenüber Frauen ablehnt, wird eine Kampagne gegen Gewalt an Frauen als Kampagne gegen Männer oder Väter interpretieren oder darin sogar, wie Gerhard Amendt, eine Diskriminierung von Männern sehen. Er wird diese vielmehr als notwendige Maßnahme gegen gewalttätiges Verhalten – nicht gegen Männer! – unterstützen.
(Printausgabe des Standart vom 09.01.2008)
Hier wird offensichtlich, wie weit die Ideologisierung des Themas “Häusliche Gewalt” bereits gediehen ist. Auf die belegte inhaltliche Kritik an der Darstellung des Mannes in der Nur-Täter-Rolle und der Frau in der Nur-Opfer-Rolle, die den Artikel von Herrn Prof. Amend auszeichnet, geht Frau Logar genausoviel ein wie Frau Girardi, nämlich mit keinem Wort.
Auch kein Wort zu den Kindern, die in den letzten Wochen durch ihre Mütter getötet wurden.
Statt dessen appeliert sie an die Solidarität, und titelt: “Das Schweigen brechen, die Opfer ermutigen“.
Von welchem “Schweigen” konkret die Rede ist, bleibt unerwähnt. Doch es ist sicher nicht das Schweigen der Männern und Jungen gemeint, die von Frauen geschlagen werden.
Um zum Feindbild zu mutieren, reicht offenbar die Tatsache, dass sich jemand wie Prof. Amend erdreistet hat, sehr klug über eine Plakataktion des Ministeriums zu reflektieren, in der Männer nun einmal verunglimpft werden.
Was lernen wir daraus?
Wer nicht uneingeschränkt jeden Unsinn beklatscht, der über Frauen als “Nur-Opfer” und “Männer als Nur-Täter” veröffentlicht wird, und zudem noch ein Mann ist, muss schon deshalb ein schlimmer Mittäter sein.
Ich bin mir sicher: wenn beispielsweise ich in der Öffentlichkeit behaupten würde, Rosa Logar wäre keine Frau, nur weil sie Männer und Jungen als Opfer ausblendet und deshalb nicht uneingeschränkt meiner Meinung ist – so würde ich entweder milde belächelt oder aber für verrückt und größenwahnsinnig erklärt werden. In der Fachöffentlichkeit wäre ich sicher als Super-Cheauvi “unten durch”.
Es wäre an Übergriffigkeit nur schwerlich zu überbieten, wenn ich als Mann mir herausnehmen würde, entscheiden zu können, wer nun eine Frau ist, und wer weshalb nicht.
Rosa Logar denkt jedoch, sie wüsste, wer ein “richtiger Mann” ist, und wer nicht.
Und sie schreibt es sogar noch auf.
Zur Information für diejenigen, die sich inhaltlich für den Sozialisationsprozess von Jungen interessieren gibt es ein Hörbuch:
“Mütter können aus Jungen keine Männer machen” und “Männliche Sexualität” (die Egon- Erwin- Kisch- Preisträgerin Cornelia Kazis im Gespräch mit B. Oelemann) zu erhalten beim TatSachenverlag.




durfte? Und deshalb auch so schnell keine schlüssige Antwort einfällt?