INFO SOZIAL – Siegfried Lamnek, Jens Lüdtke, Ralf Ottermann: Tatort Familie – Häusliche Gewalt im gesellschaftlichen Kontext – eine Rezension, die mehr verrät.

Hinter dem zweiten Teil des Buches vermutete ich eigentlich eine objektive Darstellung der gesellschaftlichen Reaktionen auf häusliche Gewalt. Nach dem Lesen dieses Abschnittes hatte ich allerdings eher den Eindruck, hier werden alle bisherigen Erkenntnisse zu häuslicher Gewalt, die u.a. zum Ausbau der Hilfsangebote für die Opfer geführt haben, als Hirngespinst überspannter Feministinnen entlarvt. Es wird die einseitige Rollenverteilung in der Öffentlichkeit, wonach der Mann zum Täter und die Frau zum Opfer generalisiert wird, kritisiert. Gleichzeitig wird aber auch allen Frauen unterstellt, dass sie, die ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente im Schutz vor weiteren Gewalttaten missbrauchen würden. Im übrigen stehen diese Instrumente, seien es zivilrechtliche Maßnahmen oder Beratungsangebote, auch männlichen Opfern zur Verfügung. Es ist auch nicht so, wie die Autoren schreiben, dass diese Instrumentarien dazu führen, dass jede Frau „völlig risikolos und wirksam den störenden Partner loswerden“ kann. In der Praxis sieht die Umsetzung des angesprochenen Gewaltschutzgesetzes sehr viel schwieriger aus und die persönlichen Rechte des Täters werden häufig über den Schutz der Frau und Kinder gestellt.

INFO SOZIAL – Siegfried Lamnek, Jens Lüdtke, Ralf Ottermann: Tatort Familie – Häusliche Gewalt im gesellschaftlichen Kontext

Was verspricht man sich von Rezensionen? Auskunft über ein Buch.
Hier wird eines der wenigen Werke, die sich mit den negativen Auswirkungen einer feministischen Gewaltpolitilk auseinandersetzen, angeblich rezensiert. Und einer Analyse, die viele Seiten des Buches umfasst, wird in eben jener Rezension ein Satz entgegengestellt, der einfach unbewiesen in der Luft steht. Es wäre alles anders!
So rezensiert man kein Buch – so stellt man sich selbst bloss! Und so wird wieder einmal klar, manche Frauen können nicht wahrhaben, was einfach wahr ist. Sonst würden wohl eigengezimmerte Weltbilder einstürzen.

Prozess vor dem Landgericht – Mutter gequält: 17-Jährige muss fast drei Jahre in Haft

Saika H. war gerade 16 Jahre alt, als sie mit zwei Komplizen eine junge Mutter bis aufs Blut quälte. Als sie mit der Tötung ihres Babys drohte und sie zwang, Wasser aus der Toilette zu trinken. Sie fand, dass Folter eine angemessene Bestrafung sei für Sandy P. (19), wo die doch so ein böses Gerücht über sie in die Welt gesetzt habe. Nun ist Saika H. 17 Jahre alt, und die nächsten zwei Jahre und acht Monate wird sie im Jugendgefängnis verbringen. Buße für eine Tat, die den Vorsitzenden Richter Bernd Trappe an das “finsterste Mittelalter” erinnert, die auch für den Verteidiger von Saika H. “völlig aus dem Rahmen fällt”.

Prozess vor dem Landgericht – Mutter gequält: 17-Jährige muss fast drei Jahre in Haft – Polizei – Hamburg – Hamburger Abendblatt

Urteil – Freund erstochen – viereinhalb Jahre Haft für 58-Jährige

Eine 58 Jahre alte Frau aus Wismar, die ihren Lebensgefährten erstochen hat, ist wegen Totschlags zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Schweriner Landgericht hielt der Täterin zugute, dass sie im Affekt handelte und der Tat eine Provokation durch das spätere Opfer vorausging.

Urteil – Freund erstochen – viereinhalb Jahre Haft für 58-Jährige – Polizei – Hamburg – Hamburger Abendblatt

Fünf Jahre Jugendstrafe für versuchten Amoklauf

Bonn (dpa) – Ihren vereitelten Amoklauf an einem Gymnasium bei Bonn muss die 16-jährige Täterin mit fünf Jahren Jugendstrafe büßen. Dazu verurteilte ein Bonner Gericht das Mädchen wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz.Die Staatsanwaltschaft hatte in dem nichtöffentlichen Verfahren sechs Jahre gefordert. Eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik kam für das Gericht nicht infrage. Es stufte die Schülerin als voll schuldfähig zum Zeitpunkt der Tat ein.Das Mädchen war am 11. Mai mit mehreren selbst gebastelten Brandsätzen, einem Schwert und einer Schreckschusspistole in die Schule in St. Augustin gekommen.

Fünf Jahre Jugendstrafe für versuchten Amoklauf

Prügelnde Mädchen auf dem Vormarsch

20 Minuten Online – Prügelnde Mädchen auf dem Vormarsch – Kreuz und Quer

Sie beissen und kratzen, sie reissen sich an den Haaren. Und sie tun es immer öfter. Statistiken zeigen: Jugendgewalt ist immer häufiger auch Frauensache. Jetzt werden vermehrt Therapieplätze für prügelnde Mädchen angeboten.

Prügeln ist nicht länger Männersache. Immer öfter sind junge Frauen in gewalttätige Auseinandersetzungen involviert. Eine unlängst publizierte Studie des Inselspitals Bern zeigt: Von 88 Jugendlichen, die einen Fragebogen ausfüllten, waren 20 weiblich.