Wien (OTS) – Anlässlich des morgigen internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und der an diesem Tag beginnenden Kampagne “16 Tage gegen Gewalt an Frauen” machen die autonomen österreichischen Frauenhäuser auf Kinder als die vergessenen Opfer bei Gewalt in Beziehungen aufmerksam: Allein im Jahr 2007 haben 1.549 Kinder mit ihren Müttern in den autonomen österreichischen Frauenhäusern gelebt.
Nicht alle dieser Kinder wurden misshandelt, das Miterleben der Gewalt an der Mutter hat jedoch ähnlich traumatische Folgen wie selbst erlebte Misshandlungen. Gewalt an der Mutter ist Gewalt am Kind. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass in 70 Prozent der Fälle von Frauenmisshandlung auch die Kinder Opfer von Gewalt werden.
Gegen den Inhalt des Artikels ist auf den ersten Blick scheinbar nichts einzuwenden…
Nur fragen wir uns als Fachleute, wann endlich auch in Österreich die Gewalt von Müttern gegen Kinder (auch im Frauenhaus werden Kinder geschlagen!) endlich thematisiert wird. Ausserdem ist heutzutage ein internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen nichts weiter als eine Zementierung des “Frauen-sind-nur-Opfer-Status” und als solches im Grunde reaktionär.
Wie wäre es also mit einem internationalen Tag gegen Gewalt an Menschen?


