Im Prozess um den fünffachen Kindsmord im belgischen Nivelles hat das Gericht die angeklagte Mutter zu lebenslanger Haft verurteilt.

Es ist schon erstaunlich, in welcher Offenheit hier nicht nur über den Fall selbst, sondern auch über die Tricks berichtet wird, mit denen diese Täterin versucht hat, die Verantwortung für ihre Tat zu delegieren. Wir sind gespannt, wann dieses Beispiel einer Rechtsprechung Schule macht, das man auch als Normalsterblicher noch nachvollziehen kann und als “gerecht” empfindet.

Zuvor hatten die Geschworenen die Frau für voll schuldfähig erklärt, weshalb sie weder freigesprochen noch in die Psychiatrie eingewiesen werden konnte. Geneviève L., die bis zur Tat als gute Mutter galt, hatte im Februar 2007 ihre fünf Kinder der Reihe nach mit einem Messer getötet.

Der Richter bezeichnete die Taten als “Akte extremer Gewalt”. Sie seien als “besonders abscheulich” zu werten, denn die drei bis 14 Jahre alten Kinder hätten große Qualen durchlitten – sie hätten gespürt, dass ihnen der Tod bevorstehe. Das Gericht urteilte zudem, die Angeklagte habe “ungerechtfertigt” die Verantwortung für ihre Taten auf andere Menschen abwälzen wollen, beispielsweise auf ihren Mann. Dieser war zum Tatzeitpunkt auf Reisen. L. hatte ihn beschuldigt, ihre Depressionen vor den Morden ignoriert zu haben.

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Häusliche Gewalt: Frau rammt Schlachtermesser in den Rücken des Lebensgefährten

Eine betrunkene Frau rammte ihrem Lebensgefährten nach einem Streit ein Schlachtermesser in den Rücken. Sie wurde vorläufig festgenommen.

Moordorf – Eine 26-jährige Frau hat ihrem 40 Jahre alten Lebensgefährten in Moordorf nach einem Streit ein Schlachtermesser in den Rücken gerammt und ihn schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilt, entstanden die Unstimmigkeiten während einer Feier im Haus des Opfers. Hier geht´s weiter…

Warum Mütter töten und wie eine Psychologin es anschließend erklärt…

In Stuttgart wurde vor wenigen Tagen eine 4jährige von ihrer Mutter getötet.

Eine Anwältin und Psychologin erklärt jetzt in der Stuttgarter Zeitung, warum gerade “Überforderung” dazu führt, dass Frauen eben jenes Tatmotiv bekommen, das ihr Verhaltern erklärt…

Stuttgart – Die Münchner Rechtsanwältin und Psychologin Annegret Wiese hat sich in ihrem Buch “Mütter, die töten” mit den Motiven der Täterinnen beschäftigt. Im Gespräch mit Susanne Janssen erklärt sie, welche Rolle dabei überhöhte Erwartungen spielen.

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Das kommt häufig vor, wenn Überforderung dahinter steckt – und das ist ein gängiges Motiv, es muss nicht zwingend eine psychische Erkrankung vorliegen. Dabei hängt die Überforderung in erster Linie von der eigenen Erwartungshaltung ab, gar nicht primär von den objektiven Leistungen, die eine Mutter erbringen muss. 

Aber das Mädchen war von beiden Elternteilen erwünscht…

Bei einem Wunschkind besteht nicht selten die Gefahr, dass die eigene Mutterrolle erhöht wird. Viele dieser Frauen wollen besonders gut und besonders perfekt sein – eine geringfügige Störung ist in ihren Augen riesengroß. Dazu können auch die Berichte über prominente Schauspielerinnen beitragen, die ein Kind nach dem anderen bekommen und das Bild einer heilen Familie vermitteln. Vor diesem Hintergrund ist es für Frauen mit einem geringen Selbstwertgefühl schwierig, um Hilfe zu bitten, weil es bedeuten würde, das eigene Versagen einzugestehen.

So langsam wird deutlich, wie wenig Frauen andere Frauen ernst nehmen, wenn es darum geht, die Tötungen von Menschen zu erklären. Beim Thema “Verantwortung  übernehmen” haben Täterinnen offenbar den Vorteil, dass ihnen jene Fähigkeit durch ihre Geschlechtsgenossinnen zumindest teilweise abgesprochen wird.

Wir lernen: Mordmotive von Frauen sind immer moralisch besser und verständlicher als die der angeblich stets so bösen Männer.

19jährige Mutter erstickt Säugling

KÖLN - Der Säugling, dessen Leiche auf einer Müllkippe gefunden wurde, ist durch „gewaltsames Ersticken“ ums Leben gekommen. Das geht aus dem vorläufigen Obduktionsbericht hervor. Seit Mittwoch sitzt die 19 Jahre alte Mutter des Kindes wegen Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft, die Richterin begründete den Haftbefehl mit Fluchtgefahr. „Unverständlich“ findet das Rechtsanwalt Peter Werner, „schließlich hat sich meine Mandantin freiwillig gestellt.“

Hier gefunden…

und wie selbstverständlich geht es weiter… Hintergrund und  Begründung der Tat werden sogleich geliefert…

Ihre Eltern leben in Bergisch Gladbach, Nachbarn beschreiben sie als gut situiert, integer, engagiert – eine nach außen intakte Familie, die der Tochter ein kostspieliges Hobby ermöglichte: Springreiten. Die 19-jährige Auszubildende gilt als begabt in ihrer Sportart, gewann schon mehrere Preise. „Wir haben es hier mit einer sehr tragischen Geschichte zu tun“, sagte Anwalt Peter Werner. „Meine Mandantin hat sehr schwer daran zu tragen, sie ist niedergeschlagen, eher depressiv, sie ist nicht jemand, der sich kaltblütig seines Kindes entledigt hätte.“

DNA-Gutachten erwartet

Vielmehr hätten die meisten Fälle von Kindstötungen eine Vorgeschichte, etwa dass sich die Mutter in einer schwierigen psychischen Situation befände, führte Werner aus. „Und in diese Richtung scheint es auch hier zu gehen.“ Einzelheiten nannte er nicht.

Großbritannien: Mutter wegen Entführung ihrer Tochter verurteilt

Der Staatsanwalt nennt es eine “grausame Farce”: Die Britin Karen Matthews hat die Entführung ihrer eigenen Tochter inszeniert und in der Öffentlichkeit die verzweifelte Mutter gespielt. Jetzt erwartet die 33-Jährige eine lange Haftstrafe.

hre Mutter, Karen Matthews, wurde nun von einem Gericht in Leeds wegen Entführung, Freiheitsberaubung und Behinderung der Justiz schuldig gesprochen. Ein mitangeklagter Verwandter der Frau wurde wegen derselben Taten verurteilt.

Aus Sicht des Gerichts wollten die beiden die Belohnung von 50.000 Pfund kassieren, die eine Zeitung für denjenigen ausgeschrieben hatte, der das Kind zurückbringt. Das Strafmaß für die Verurteilten wird erst nach Weihnachten festgesetzt – der Richter ließ aber durchblicken, dass beiden eine lange Haft droht.

Großbritannien: Mutter wegen Entführung ihrer Tochter verurteilt – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama

Wen die ganze Geschichte interessiert, kann hier ein Video zum Thema anschauen.
www.spiegel.de/video/video-42334.html