Die Antigewaltwoche wird in Schwerin bereits seit 16 Jahren begangen. “Die Gewalt gegen Frauen in Schwerin ist trotz all unserer Bemühungen und Aufklärungsarbeit nicht rückläufig”, erklärte Gleichstellungsbeauftragte Petra Willert. “Es ist ein Skandal, dass Männer immer noch damit durchkommen. Manche Täter arbeiten in Spitzenpositionen wie den Ministerien, andere sind Hartz-IV-Empfänger”, wisse sie aus Erfahrung. Viele Frauen wenden sich an die Beratungsstellen in der Landeshauptstadt. Die Frauenpension betreute seit dem Jahr 2000 insgesamt 115 Frauen, die Interventionsstelle zählte in den vergangenen sechs Jahren insgesamt 1631 Fälle von häuslicher Gewalt in Schwerin – 87 Opfer waren Männer. Betroffen von den eskalierten Streitigkeiten waren 1592 Kinder.
Also: nochmals: 115 Frauen wurden betreut, und 87 Opfer waren Männer. Klingt doch so, dass die Hälfte der Betreuten Männer sind, oder?
Aber wie steht es noch weiter oben in der Überschrift? Gewalt gegen Frauen lässt nicht nach.


