Die Geschichte klang zu hässlich, um unwahr zu sein:
Sie handelte von vier brutalen Neonazis, von einer Fünfjährigen, die auf offener Straße drangsaliert wurde, von einer Teenagerin, die einschritt und dafür übel misshandelt wurde. Das Opfer, eine heute 18-Jährige, wusste noch alles. Sie konnte Tätowierungen, Runen, Schuhe beschreiben und war sich sicher, welcher der vier Täter ihr mit einer skalpellartigen Waffe ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt hatte. Alles stimmig. Alles erschütternd. Alles gelogen?Am Freitag urteilte das Amtsgericht Hainichen im sogenannten Hakenkreuz-Prozess, dass Rebecca K., die “Heldin von Mittweida”, eine Straftat nur vorgetäuscht habe.
Was lernen wir? So eine Verwechslung ist warscheinlicher, wenn es einen gesellschaftlichen Mainstream gibt, der Frauen per se zum Opfer erklärt.



