Prügelnde Frauen müssen in ein Täterinnenprogramm. In Basel ist bereits Realität, was woanders noch nicht einmal thematisiert wird

Bei Hinweisen auf häusliche Gewalt stellte die Polizei dort (in Basel)zwischen 2005 und 2007 eine Zunahme der weiblichen Tatverdächtigen von 15 auf 20 Prozent fest. Gegen 35 Frauen wurde schliesslich ein Strafverfahren eröffnet.

Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich in den übrigen Kantonen ab: 2007 wurden in der Schweiz 1300 Frauen wegen Körperverletzung bestraft – 122 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. 

Ein wichtiges Thema sind dabei die Kinder. «Die Gewalt von Frauen richtet sich häufig auch gegen sie», sagt Christine von Salis, Co-Leiterin der Baselbieter Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt. Die Täterinnen sind überfordert; von der Arbeit im Haushalt und allenfalls noch auswärts, von den quängelnden Kindern und fordernden Jugendlichen. Sie fühlen sich alleingelassen und schlagen irgendwann auf die Kinder oder den Partner ein. Und die meisten tun es immer wieder. «Für Kinder ist das besonders schlimm. Sie werden traumatisiert, und ihre ganze seelische Entwicklung kann massiv beeinträchtigt werden», sagt von Salis. …

Darum waren gewalttätige Frauen lange ein Tabuthema, auch in der Forschung. Doch nun beginnen sich Wissenschaftler allmählich für das Phänomen zu interessieren. Abschliessende Erklärungen über die Zunahme der Frauengewalt gibt es allerdings noch nicht. «Auch Frauen sind zu allem fähig», stellte Franziska Lamott von der Forensischen Psychotherapie der Universität Ulm an einer Fachtagung in Wiesbaden lapidar fest, über die die «NZZ am Sonntag» berichtet hat. Auch die Emanzipation ist nach Ansicht von Lamott keine Erklärung für zunehmende Gewaltbereitschaft: «Die Emanzipation ist eher Folge als Ursache: Nur wenn die Frauen aggressiv sind, können sie sich auch emanzipieren.» Ebenfalls umstritten ist, in welchem Ausmass Frauengewalt tatsächlich zugenommen hat. Die Forscher führen die steigenden Werte nämlich auch darauf zurück, dass Männer inzwischen eher bereit sind, sich als Opfer zu outen, weil häusliche Gewalt allgemein zum Thema geworden ist.

Auch wenn ich hier Gefahr laufe, fast den ganzen Artikel zu kopieren, so bin ich doch geradezu begeistert, in welcher Offenheit hier über die häuslich gewalttätigen Frauen berichtet wird.

Ganz anders in der Newsübersicht der letzten Woche:
Hier ein aktueller Auszug der GOOGLE-Alerts zum Stichwort: “Häusliche Gewalt

Köln: 25. November ist Tag gegen Gewalt an Frauen
Köln Nachrichten – Germany
Initiatoren sind neben der Stadt Köln noch rund 20 Partnerinstitutionen und Einrichtungen aus dem Netzwerk gegen Häusliche Gewalt“, darunter auch die beiden
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SPD Lübeck: “Keine Gewalt gegen Frauen !”
Lübecker Nachrichten – Schleswig-Holstein,Germany
November: als internationalem Tag gegen die Gewalt, die überall und in allen gesellschaftlichen Zusammenhängen – in erster Linie als “häusliche Gewalt
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Aviva-Berlin

Internationaler Aktionstag gegen Gewalt an Frauen 2008
Aviva-Berlin – Germany
Die beteiligten Unternehmen wollen ihre KundInnen für das Thema “Häusliche Gewalt” sensibilisierenund verteilen deshalb die speziell für die Kampagnen
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Prügelnde Frauen müssen in einen Kurs
Basler Zeitung – Basel,Switzerland
Baselland reagiert als erster Kanton auf diesen Trend mit einem neuen Lernprogramm gegen häusliche Gewalt. Die Täterinnen sind überfordert, sagen Experten.
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Linke fordert besseren Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt
Ad-Hoc-News (Pressemitteilung) – Germany
Erfurt (ddp-lth) Die Linksfraktion im Thüringer Landtag fordert einen besseren Schutz von Frauen vor häuslicher Gewalt. Erfurt (ddp-lth).
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Seemann fordert Reform der Opferrechte im Strafverfahren
MVticker.de – Bad Doberan,Mecklenburg-Vorpommern,Germany
Denn noch immer nehmen viele Opfer häuslicher Gewalt die erheblichen Belastungen eines Strafverfahrens nicht auf sich.“ Seemann führt weiter aus,
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Katholische Frauenbewegung: Häusliche Gewalt nicht tabuisieren
Kathweb – Wien,Wien,Austria
Wien, 24.11.08 (KAP) Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) hat dazu aufgerufen, häusliche Gewalt nicht mehr länger zu tabuisieren.
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Mit Jona aus dem Kreislauf der Gewalt
presse-service.de (Pressemitteilung) – Herten,Germany
Bereits zum fünften Mal fand der gemeinsame „Runde Tisch gegen häusliche Gewalt“ für Recklinghausen und Herten statt.
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Fischbach: Gewalt gegen Frauen konsequent bekämpfen
news aktuell (Pressemitteilung) – Germany
Noch immer wird sexuelle Gewalt auch als perfide Kriegsstrategie eingesetzt. Nach Beendigung des Konflikts in den Krisenregionen tritt dann häusliche Gewalt
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Wir sehen also: Es wird noch länger dauern, bis dass die Wahrheit über häusliche Gewalt auch zumindest anteilig veröffentlicht und damit thematisiert wird.

“Frauenbonus” bei Gericht: 8 Monate Haft für die Tötung eines Säuglings

Die Staatsanwaltschaft hatte der Frau Mord aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen und auf lebenslange Haft plädiert. Die Verteidigung hatte eine Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung gefordert. Das Schwurgericht hielt eine vorsätzliche Tötung nicht für erwiesen.

Worum es geht:

Erst bringt eine Frau unter falschem Namen ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt. Dann verschwindet sie kurze Zeit später und wird als vermisst gemeldet. Daraufhin läuft die Suche nach Mutter und Kind auf Hochtouren, die Öffentlichkeit wird eingeschaltet, die Polizei und Andere suchen… und finden.

Schließlich wurde die Frau in der Wohnung ihrer Eltern in Edertal-Bergheim gefunden, das Baby lag tot in einem Müllsack im Kofferraum ihres Autos. Zum Hintergrund der Tat gab sie an, sie habe sich durch die Schwangerschaft und die bevorstehende Mutterschaft in ihrer Lebensplanung gestört gefühlt. 

Die Frau sei überfordert gewesen und habe das Baby, um es zu beruhigen, mehrfach an die Brust gedrückt, heißt es in der Urteilsbegründung des Gerichts. Dadurch sei es erstickt. “Der eigentliche Tathergang und die Todesursache sind jedoch nicht klar”, sagte der Vorsitzende Richter Volker Mütze. 

Hmm… Soweit so ungerecht auf den ersten Blick. Doch es kommt noch eindeutiger:

Die Frau, die bereits elf Monate in Untersuchungshaft gesessen hatte, ist nach dem Urteilsspruch auf freiem Fuß. Für die Monate, die sie zu lang in Haft gesessen habe, werde sie entschädigt, kündigte Mütze an, ohne Einzelheiten zu nennen

Bisher dachte ich, dass Richter Vultelius der ungekrönte Misandriekönig ist, doch offenbar hat er Konkurrenz.

Hier ist der gesamte Beitrag zu finden.

Genderama verlinkt diesen Fall unter dem Stichwort: “Wirklich späte Abtreibung”. Ein treffender Begriff.

Es ist doch richtig, mit Steinen auf Polizisten zu werfen, oder?

Was soll denn das ?! Iris Berben, Vorzeige-Schauspielerin und Erotik-Vorbild für viele Frauen mittleren Alters, prahlt mit ihrer gewalttätigen Vergangenheit und findet’s offenbar auch noch ganz normal.

„Ich habe Steine geworfen“ brüstet sich die 58jährige, die in der Studentenbewegung der 68er Jahre nach eigenen Angaben kräftig mitmischte. Ihr derzeitiges Verhalten scheint es zu bestätigten.

Berben findet es offenbar ganz normal und legitim, mit Steinen auf Polizisten zu werfen, die eigentlich nur ihre Arbeit verrichten.

„Ich bin bei Demos mitmarschiert, habe auch Steine geworfen – das erschien mir damals ganz instinktiv das Richtige zu sein“, sagte die Schauspielerin in einem Interview mit der Dezember-Ausgabe des Magazins „Reader’s Digest“.

Hier hab ich den Hinweis gefunden…

Immerhin: Iris Berben gesellt sich zu denjenigen, um die es hier geht.

Jugendgewalt: Mädchen schlagen öfter zu

Wie der STERN über Täterinnen berichtet…

lässt sich heute exemplarisch gut nachlesen:

Sie tötete ihr Baby, weil sie ihren Lebensgefährten nicht verlieren wollte: Eine 21-Jährige ist vom Landgericht Rottweil wegen Totschlags zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatte heimlich ein Mädchen zur Welt gebracht, das Kind in eine Gefriertruhe gelegt und sterben lassen.

Das Gericht glaubte der Frau nicht, dass sie das Mädchen schon für tot gehalten habe. “Sie haben ganz bewusst niemanden zu Hilfe gerufen. Sie wollten das Kind nicht, und deshalb sollte es tot sein”, sagte der Vorsitzende Richter am Freitag in seiner Urteilsbegründung. Die 21-Jährige nahm das Urteil mit versteinertem Gesicht auf. Erst als der Richter über die Geburt des Mädchens am 6. Mai 2008 sprach, brach sie in Tränen aus.
Die junge Frau hatte die Tat gestanden, zugleich aber mehrfach beteuert, sie habe das Mädchen nicht umbringen wollen.

Die 21-Jährige sei von dem Mann emotional abhängig gewesen, sagte Stahl. Weil sie als Kind zwischen Mutter, Vater, Stiefvater und schließlich Adoptiveltern immer nur hin- und hergeschoben worden sei, habe sie ein “ungemeines Anlehnungsbedürfnis”. Ein Jahr vor der Tat war die gebürtige Schweizerin zu ihrem Verlobten gezogen. Obwohl der in der Neonazi-Szene verwurzelte Mann sie mehrmals geschlagen hat, verlor die Frau in dem Verfahren kein schlechtes Wort über ihn.

Es ist im Grunde kaum zu fassen, wie imposant parteiisch hier FÜR die Täterin argumentiert wird, und gegen Ende natürlich wieder der “in der Neonazi-Szene verwurzelte Mann” herhalten muss, um das Klischee erneut zu bestätigen, dass einer solchen Tat eine schreckliche Beziehung zu einem gewalttätigen Mann vorausgegangen sein muss.
Die Verurteilte wurde zudem im Artikel mit einem Foto gezeigt, auf dem sie sich selbst das Gesicht mit ihrem Schal verdeckt. Die Bildunterschrift lautet : Angst vor der Wut des Verlobten: Die junge Mutter auf der Angklagebank im Landgericht Rottweil.
Kein Wort zur Tat oder zur Täterin, sondern nur der Opferstatus wird herbeierfunden…

Fragt sich nur, wie es nach Ansicht der Verantwortlichen für diesen Artikel biologisch möglich sein soll, eine junge Mutter zu sein, wenn die Frau sich ihrer Mutterschaft direkt nach der Geburt durch das Töten des Babys entledigt hat…
Auf diese Weise werden schlicht Fakten nach Blödzeitungsmanier solange ideologisch passend umgeschrieben, bis dass sie kaum noch ein Fünkchen Wahrheitsgehalt aufbringen können.

Fazit dieses Machwerks: Männer sind wohl nach Ansicht des STERN an allem schuld, eben auch an den toten Babys, die durch die Hand ihrer “Mütter” ohne jede Tatbeteiligung des Mannes umgebracht wurden.

Solche Taten müssen herhalten, um noch einmal mehr die angeblich überall zu verortende Unterdrückung der Frauen und die Notwendigkeit allumfassender Emanzipation zu rechtfertigen.
Dass aber durch solche Artikel Frauen quasi als infantile Wesen ohne viel eigenes Bewusstsein und ohne jene Verantwortlichkeit für das eigene Handeln dargestellt werden, die von jeher Männern als Tätern direkt zugesprochen wird, spricht jedoch nicht für eine “Frauenfreundlichkeit” der Redaktion.

Eine solch entmündigende Haltung ist zutiefst frauenfeindlich.