Weil er ihr das Handy wegnehmen wollte, prügelte ein 17-jähriges Mädchen in Leipzig auf seinen Vater ein.

Einfach zu blöd, möchte man meinen. Die Geschichte ist skurril, oder nicht? Für Manche eventuell sogar zum Lachen…

Wäre da nicht der wirklich “merkwürdige” Ablauf des Ganzen:

Als dieser (gemeint ist der Vater) auch noch die SIM-Karte aus ihrem Handy entfernte, rief sie die Polizei. Diese ermittelt nun gegen die Tochter wegen Körperverletzung.

Zum Streit zwischen den beiden war es gekommen, weil die Tochter regelmäßig zu viel auf die Kosten ihres Vaters telefonierte. Deswegen wollte er ihr das Handy abnehmen. Als sie es nicht herausrücken wollte, schlich er sich nachts in ihr Zimmer, um das Handy unter dem Kopfkissen hervorzuholen. Als die Tochter das merkte, kam es zum tätlichen Angriff auf den Vater.

Frage: Wie kommt eine 17 jährige Göre dazu, erst den Vater zu verprügeln und dann noch allen Ernstes die Polizei zu rufen?

Ganz einfach: Sie ist so überzeugt davon, das eigentliche Opfer zu sein, dass sie wirklich davon ausgehen musste, sie würde durch die herbeigeeilte Polizei vor dem vermeintlichen Bösen gerettet.

Auch wenn man hier auf den ersten Blick vielleicht eher eine satte Persönlichkeitsstörung bei dem Mädchen unterstellen würde, so ist der Fall immer noch typisch für das  geschlechtstypische Selbstbild von Täterinnen.

Boys don´t cry: Der bizarre Fall der Klara Mauerova, die ihre Söhne quälte

Vor einigen Wochen war die Welt über den Fall des Josef Fritzl in Österreich erschüttert und empört. Tagelang wurde über seine Greueltaten in den Nachrchtensendungen in aller Welt bis ins Detail berichtet. Josef Fritzl, der eine ganze Familie über Jahrzehnte gefangen hielt, ist in der Tat ein furchtbarer Täter. Und: er ist ein Mann.

Haben Sie schon einmal etwas von Klara Mauerova gehört? Oder von Barbora Skrlova?

Barbora Skrlova und Klara Mauerova sind Frauen. Beide sind in einen Fall von brutaler Kindesmisshandlung verstrickt.

zu den bisher bekannten Fakten: Klara Mauerova (31) ist Mutter von zwei Söhnen: Ondrej und Jakub. Zwei Jungen, die sie in einem Käfig hielt und grausam folterte.

Die NZZ schreibt:

Schon die Vorgeschichte hat etwas Verstörendes. In der mährischen Ortschaft Kurim sieht ein Vater abends auf einem Überwachungsmonitor statt seines schlafenden Kindes plötzlich einen ihm unbekannten, offensichtlich schwer misshandelten Knaben. Er eilt ins Schlafzimmer, wo er aber alles in Ordnung findet. Des Rätsels Lösung: Eine Überlagerung einer Frequenz hatte ihm Bilder ins Haus gebracht, die zu derselben Zeit in der Nähe aufgenommen wurden. Der Mann eilt zur Polizei, die kurz darauf im Haus einer gewissen Klara Mauerova zwei Knaben, Ondrej und Jakub, findet, die offenbar von ihrer Mutter und weiteren Komplizen aufs Fürchterlichste gequält worden sind. Die Folterszenen waren aufgenommen und die Filme und Videos höchstwahrscheinlich verkauft worden. Die Polizei brachte die Kinder sofort in ein Heim; Klara Mauerova wurde unter Anklage gestellt.

Und der Blick schreibt:

Damit sie ihre Kinder auch aus der Küche leiden sehen konnte, installierte sie eine Videokamera. Nun steht Klara Mauerova vor Gericht.

Jetzt werden die furchtbaren Details der Tragödie nach und nach aufgedeckt: Die Horror-Mutter missbrauchte die Buben und brachte sie dazu, sich mit Messern selber zu schneiden. Wie der «Telegraph» berichtet, soll Mauerova auch rohes Fleisch vom siebenjährigen Ondrej gegessen haben.

Weinend brach sie vor Gericht zusammen, beschuldigte aber eine 34-jährige Frau, ihr eine Gehirnwäsche verpasst zu haben. Barbora Skrlova, wie Klara Mauerova Mitglied der Sekte «Gralsbewegung», soll die Buben auch gefoltert haben.

«Schreckliche Dinge sind geschehen. Ich verstehe nicht, wie ich das zulassen konnte», sagte Mauerova laut «Foxnews» vor Gericht.

Zu Barbora Skrlova schreibt die NZZ

Einlieferung und Flucht

Bis dahin ist der Fall tragisch, aber nicht ungewöhnlich – Experten des Sozialministeriums in Prag schätzen die Zahl der misshandelten Kinder in Tschechien auf rund 40 000, was ungefähr der Quote anderer ostmitteleuropäischer Länder entspricht. Doch in Kurim fand die Polizei in der Wohnung der Mauerova nebst den beiden Knaben auch ein Mädchen, und hier nimmt der Fall bizarre Formen an. Das Kind gab sich als 13-jähriges Mädchen namens Anna aus. Es war unter noch nicht geklärten Umständen als Pflegekind zu Klara Mauerova gelangt und laut Polizeiangaben vermutlich ebenfalls misshandelt worden. Aus dem Heim, in das «Anna» zunächst mitsamt den Knaben gebracht wurde, entwich sie noch in derselben Nacht. Bei der Abklärung der Identität «Annas» stellte sich dann heraus, dass sie in Wirklichkeit Barbora Skrlova hiess – und 33 Jahre alt war.

Skrlova war nicht nur fähig, glaubwürdig als Kind aufzutreten, sondern gelangte irgendwie – vermutlich mit Hilfe aus ihrer obskuren Umgebung – auch über mehrere Grenzen. In Dänemark gab sie der Zeitung «Lidove Noviny» ein Interview, doch dann verlor sich ihre Spur. Am 5. Januar schliesslich tauchte Skrlova im norwegischen Tromsö als 13-jähriger Knabe namens Adam wieder auf. Ins Land gekommen war sie im Sommer mit einer fünfköpfigen tschechischen Familie. Zu ihrer neuen Identität als «Adam» verhalf ihr nach Angaben der Polizei der tschechische Dramatiker und Schriftsteller Martin Fahrner, indem er ihr den Pass seines Sohnes Adam lieh. Der Fall platzte, als Skrlova alias «Adam» Fahrner beschuldigte, sie misshandelt zu haben. Fahrner wurde festgenommen, Skrlova kam in ein norwegisches Kinderheim. Wieder floh sie rasch, doch die Polizei fand sie und stellte fest, dass es sich bei «Adam» nicht um einen Knaben, sondern um eine erwachsene Frau handelte.

Auch dieser Fall ist bizarr. Vielleicht nicht so bizarr wie der Fall Fritzl. Aber dort ist der Täter ein Mann. Vielleicht wird auch deshalb mehr darüber berichtet.

US-Millionärin hielt Angestellte als Sklaven

Sie schlug ihre Hausangestellten mit Besen und Schirmen, zwang sie eiskalt zu duschen oder Chili-Schoten und Erbrochenes zu essen.

NETZEITUNG VERMISCHTES NACHRICHTEN: US-Millionärin hielt Angestellte als Sklaven

Jene Pensionistin, die ihren pflegebedürftigen Ehemann mit einem Kabel erdrosselt hat, bleibt bis zur endgültigen psychiatrischen Abklärung in U-Haft.

was meinen Sie?

Wenn der Fall nun umgekehrt gewesen wäre, also der Mann seine Frau umgebracht hätte, würde darüber auch so “mitleidig “berichtet wie hier:

Pflege-Drama: Staatsanwalt prüft Enthaftung > Kleine Zeitung

Trennung: Die Rache der Frauen

Sie ist getrieben von Rachsucht. 60 Prozent der Frauen kennen das Gefühl, sich an ihrem Verflossenen rächen zu wollen.

Trennung: Die Rache der Frauen – Aus aller Welt – FOCUS Online

Seltsam, solche Zahlen werden veröffentlicht – und womöglich geglaubt…
Wann kommt die Zeit, in der auch gelaubt wird, dass Frauen auch nicht vor häuslicher Gewalt zurückschrecken?
Denn:

Trennung und Betrug bedeuten einschneidende Erlebnisse“, sagt die Münchner Psychologin Anna Schoch. Wenn die Liebe scheitere und die Beziehung in die Brüche gehe, gelten andere Regeln. „Selbst nach 20 Jahren Ehe erleben die meisten Überraschungen, die sie sich niemals hätte vorstellen können“, weiß Schoch.