Spanische Männer dürfen bei Gewalt gegen eine/n Lebenspartner/in härter bestraft werden als Frauen.

Dies ist kein Scherz, nein, es ist wahr.

In welch nüchtener Offenheit hier über eine generalisierte Ungerechtigkeit, mit der in Namen des spanischen Königs nun “Recht” gesprochen werden soll, schwadroniert wird, zeigt mir, wie weit offenbar diejenigen im Rahmen ihrer Verblendung fortgeschritten sein müssen, solche Fakten in der Berichterstattung unkommentriert zu lassen und sie somit dem Grunde nach gutzuheissen. (Schwerer Satzbau, puh!)

DIE STANDART.at berichtet ohne Rührung über diese Angelegenheit. Und in Deutschland legt sogar die  BIG die englische Fassung des Gesetzes einfach unkommentiert  ins Netz.

All das lässt Böses ahnen: Immerhin wird hier in einem Land der EU ein Gesetz verabschiedet, das Männer defakto für dasselbe Vergehen härter bestraft als Frauen. Sind wir wirklich schon soweit, offen vor dem Gesetz qua Geschlecht ungleich zu sein? Und wenn ja, wer wehrt sich wann dagegen?

“Sie wollten mich töten”

Eine Woche nach der tödlichen Messerstecherei an der Silbersackstraße hat es erneut eine Attacke auf St. Pauli gegeben.

Von Sascha Balasko

Katharina K. (18) erlitt mehrere Verletzungen bei einer Messerstecherei auf St. Pauli. Sie wurde von drei Mädchen attackiert, als sie einer Freundin half.

Katharina K. (18) erlitt mehrere Verletzungen bei einer Messerstecherei auf St. Pauli. Sie wurde von drei Mädchen attackiert, als sie einer Freundin half. Foto: Arning

Diesmal waren es drei Mädchen, die eine 18-Jährige mit einem Messer schwer verletzt haben. Das Opfer, Katharina K., erlitt in der Nacht zu Sonnabend Stichverletzungen im Gesicht, an den Beinen und der Hüfte.

“Die wollten mich töten”, sagt Katharina und zeigt auf den Schnitt am Hals. Sie ist am Wochenende mit mehreren Freundinnen unterwegs, um ihren 18. Geburtstag nachzufeiern. Bis spät in der Nacht ist die Gruppe im Schanzenviertel aus. Von dort aus spazieren die jungen Frauen angeheitert auf den Kiez, um dort weiterzufeiern.

Hier geht es weiter…

Mädchengewalt nimmt zu

Bei Spiegel-Online gefunden.

www.spiegel.de/video/video-30786.html

[display_podcast]

Mädchen schlagen immer brutaler zu

Der Spiegel bezieht sich auf die Kriminalstatistik und hat ein beeindruckendes Video:

nämlich hier: Mädchengewalt

Täterinnen bei häuslicher Gewalt

In über sieben Prozent der Fälle ging die häusliche Gewalt von Frauen aus. Der Anteil von ausländischen Tätern ist mit über 52 Prozent hoch. Bei den Frauen liegt der Anteil von Ausländerinnen
sogar bei gegen 60 Prozent.

Dass die Polizei gegenüber dem Vorjahr über 15 Prozent mehr Fälle von häuslicher Gewalt verzeichnete, hängt mit dem neuen Gewaltschutzgesetz zusammen, das seit einem Jahr in Kraft ist. Delikte, die im Rahmen von häuslicher Gewalt verübt werden, sind seither Offizialdelikte. Das heisst, die Polizei untersucht hier von Amtes wegen, selbst dann, wenn es sich «nur» um Tätlichkeiten, leichte Körperverletzungen oder Drohungen handelt. Sonst untersucht die Polizei solche Straftaten nur auf Antrag.

Dieses Zitat stammt aus der Schweiz und bezieht sich auf den Kanton Zürich. Beschrieben werden hier die sogenannten Wegweisungen der Täter und Täterinnen.

Wenn man (mit sehr hoher Warscheinlichkeit) annimmt, dass Männer deutlich seltener die Polizei rufen, wenn sie Opfer der Tätlichkeiten ihrer Partnerinnen wurden, so ist in direkter Folge von einer wesentlich höheren Dunkelziffer bezüglich dieser Gewalttaten auszugehen als im umgekehrten Fall.

Laut Aussage der Stadt Hamburg waren (in 2006) bereits 10% der weggewiesenen Täter(Innen) Frauen. Dies
sind Hellfeldzahlen – also schlicht offiziell belegte Tatbestände. Und dennoch wird überall dieses Thema eher verschwiegen und geleugnet. Doch da kommt mir eine Idee:

Vielleicht greift ja Beate Koma von der Zeitschrift “Brigitte” einmal dieses Thema auf…

Das wäre jedoch in etwa so gefährlich wie unwarscheinlich:

Nach genauerem Überlegen hoffe ich eher, dass sie nicht über dieses Thema schreibt, denn ich muss befürchten, sie könnte sonst Erziehungscamps für prügelnde Mütter und Ehefrauen fordern.