Der Amtsrichter spricht von einem “sehr hochtourigen Kaliber”

Temperamentvoll könnte man die Frau nennen. Höchst emotional.

Im Einzelnen wirft die Staatsanwaltschaft der 30-Jährigen vor, im April vergangenen Jahres einer Frau im Rahmen eines Streites unter Kindern aus Wut ein Haarbüschel ausgerissen, sie gekratzt und ihr mehrfach mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen zu haben, sodass das Opfer unter anderem eine Jochbeinprellung erlitt. Außerdem soll die 30-Jährige einer Nachbarin gedroht haben, sie werde sie “töten”, und dabei mit einer Geste das Durchschneiden der Kehle angedeutet haben. Andere Nachbarn soll sie bespuckt und außerdem eine Bekannte als “fette Sau” beschimpft haben. Insgesamt wirft die Staatsanwaltschaft der Frau zehn Taten vor.

Den Tatvorwürfen und der Berichterstattung durch das “Hamburger Abendblatt” ist in einem Blog über Täterinnen im Grunde nichts hinzuzufügen.

“Bericht über Frauenschicksale”

Diesmal ein Zitat in Gänze, und zwar hier entnommen.

Bitte lesen Sie das Zitat  unten aufmerksam durch.

Morgens um sechs ist für die Frauen in der niedersächsischen Justizvollzugsanstalt Vechta die Nacht zu Ende. Dann schließt Martina Felbinger die schweren Eichentüren auf. “Die Nächte in der Zelle sind hart“, weiß die Stationsbeamtin. In der Stille der Nacht müssen die Frauen allein zurechtkommen mit ihrer Einsamkeit, mit den Trümmern ihres Lebens. Eine Stunde später ist Arbeitsbeginn. Ulrike C., 52, sitzt lebenslang wegen Raubmord. Im Gefängnis macht sie den Anstreicherjob. Abends spielt die gelernte Malerin in ihrer Zelle Choräle auf einer alten Heimorgel. “Ich muss mich beschäftigen, sonst halte ich das hier nicht aus”, sagt sie. Fast alle Frauen arbeiten in einem der Gefängnisbetriebe für 180 Euro im Monat. Nur die Frauen in der Mutter-Kind-Station müssen nicht zur Arbeit. Elena aus Kasachstan ist 20, hat vier Kinder. Die beiden Kleinsten leben bei ihr im Knast. Jahrelang kam die junge Frau immer wieder ins Gefängnis. Prügel, Vergewaltigung, Drogenstrich, Diebstähle, Einbrüche – so sah ihr Leben aus. Jetzt soll sie vom Knast in eine therapeutische Einrichtung wechseln. Wenn Elena dann erneut in den Drogensumpf abrutscht, werden ihr auch die beiden kleinen Kinder weggenommen. Manche Frauen versuchen aber auch, das Beste aus der Haft zu machen, wie Lore E., die ihren gewalttätigen Stiefvater vergiften wollte und nun wegen versuchten Mordes sitzt. Sie absolviert ein Fernstudium und lernt Klavier. “Es dauert lange, bis die Wunden der Seele verheilen”, gesteht sie. Und nur in der Zurückgezogenheit ihres Haftraums findet sie die Kraft dazu. Zwei Wochen lang durfte Lutz Wetzel mit seinem Kamerateam in der JVA Vechta drehen. In den Gesprächen mit dem Autor sprachen einige Frauen zum ersten Mal freimütig über ihr Leben und ihre Empfindungen. Lutz Wetzel gibt in seiner Reportage Einblicke in eine Welt voller Verletzlichkeit, Enttäuschung und Sehnsucht, aber auch voller Misstrauen und Neid.

Als ich mit dem Lesen fertig war, fragte ich mich zweierlei:
1. Sind die Frauen, die im Gefängnis einsitzen, eigentlich nur Opfer?
2. Wenn nicht, wann wird dann mal ein Bericht über die Männerschiksale gemacht, also über das Schicksal der übrigen 93% aller Gefängnisinsassen(innen)? )

Es gilt im Übrigen unter Fachleuten als absolut gesichert, dass im direkten Vergleich der Zustände im Frauengefängnis gegenüber einem Männergefängnis das Erstere eher einer angenehmeren Urlaubssituation ähnelt.

(So z.B. der Kriminologe Prof. Christian Pfeiffer anlässlich einer Fernsehsendung “Menschen bei Maischberger”, in der über den in Antalya festgehaltenen Marco aus Uelzen berichtet wurde.)

Sie hatte im September 2005 im Zürcher Hotel Schäfli ihren 57-jährigen jamaicanischen Ehemann erstochen.

Die NZZ berichtet hier:Ein Stich ins Herz des Ehemanns (Zürich , NZZ Online)

Diese wahre Begebneheit liest sich wie ein schlechter Krimi.

Am 5. September 2005 um 5 Uhr 30 morgens wankte ein 57-jähriger Jamaicaner in die Regionalwache City der Stadtpolizei Zürich, bat auf Englisch um Hilfe, brach zusammen und starb. Die Überwachungskameras vor dem Eingang hatten aufgezeichnet, wie sich der schwerverletzte Mann kurz vor dem Betreten der Wache noch einmal entfernt hatte, um ein
Klappmesser in einen nahen Busch zu werfen. Eine Blutspur führte ins Niederdorf zum Hotel Schäfli, wo der Jamaicaner mit seiner damals 36-jährigen Schweizer Ehefrau gewohnt hatte – in einem vom Zürcher Sozialamt direkt bezahlten Hotelzimmer. …

Am Morgen der Tat hatten sie einen lautstarken Streit im Hotelzimmer, Motiv: Eifersucht. Der Mann habe – so sagte die Täterin aus – ein Klappmesser hervorgezogen, damit herumgefuchtelt und gedroht, sie umzubringen, was er allerdings zuvor auch  schon regelmässig getan habe, ohne ihr Gewalt anzutun. Die Frau griff zu ihrem Schweizer
Taschenmesser und stach einmal in den Arm, einmal in die Brust des Mannes. In der Gerichtsverhandlung machte sie Notwehr geltend.
«Ich hatte das Gefühl, jede Sekunde sticht er mich ab.» Weil das Taschenmesser nur eine 6,8 Zentimeter lange Klinge aufwies, muss der Stich wuchtig ausgeführt worden sein, um einen 9 Zentimeter langen Stichkanal zu hinterlassen. Nach der Verhaftung wurde bei der
geständigen Täterin ein Blutalkoholwert von 2,35 bis 3,48 Promille bei der Tat errechnet. Das psychiatrische Gutachten billigte ihr aufgrund des Alkoholkonsums und eines schweren Angstzustands eine Verminderung der Schuldfähigkeit im mittleren Mass zu.

Unstrittig war im Gericht, dass der Tote der Frau wohl Gewalt angedroht hatte, sie jedoch nie geschlagen hat.

Das Urteil 3 Jahre und 9 Monate Haft. Da die Verurteilte bereits 2/3 der Strafe verbüsst hatte, wurde sie aus der Haft entlassen.

Ein Gedankenspiel:

Wäre ein jamaikanischer Mann wohl auch im Rahmen einer “Notwehrbegründung” zu nur ca 2 Jahren Haft verurteilt worden, wenn er seine Frau im Rausch umgebracht hätte, nachdem sie ihm mehrfach Gewalt angedroht hat?

Der Leichnam wurde im Spind der Soldatin entdeckt.

Eine 23 Jahre alte Soldatin soll in einer Kaserne im niedersächsischen Schwanewede ihr neugeborenes Mädchen getötet haben. Das Kind wurde in einem Eimer im Spind der Sanitäterin gefunden, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Verden sagte. Gegen die junge Frau wurde Haftbefehl erlassen, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Totschlag.

Niedersachsen: Soldatin soll ihr Baby getötet haben – Politik – stern.de

Eine  grausame, wenngleich in diesen Zeiten nicht seltene Geschichte…

Doch nun kommt der Rest der Recherche des Stern…:

Bei der Obduktion konnte die Todesursache des Mädchens nicht genau
geklärt werden. Fest stehe jedoch, dass es bei der Geburt lebte, sagte
die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Im Umfeld der Soldatin will
niemand die Schwangerschaft bemerkt haben. Die junge Frau selbst habe
zwar vermutet, schwanger zu sein, habe dies aber nicht überprüft.

Die Soldatin blieb jedoch zunächst auf freiem Fuß.

Wäre das bei einem männlichen Täter auch so?

"Rechtsextreme Frauen sind der soziale Kitt in der Szene”

Der soziale Kitt der Szene Immer mehr “Neonazistinnen” – n-tv.de



Die Bedeutung von Frauen in der rechten Szene wird nach Ansicht des Extremismusexperten Karl-Georg Ohse bisher unterschätzt.



Möglichkeiten, sich als Frau mit rechtem Gedankengut einzubringen,
sähen einige “Neonazistinnen” darin, sich in Elternräten zu engagieren,
das Ausmalen von Schulräumen oder Klassenfahrten und Flohmärkte zu
organisieren. “Da wird dann meist die Mutterrolle vorgeschoben, man
gibt sich zunächst politisch desinteressiert”, sagte Ohse.

veröffentlicht NTV einen Tag vor dem internationalen Frauentag.


Nun wird vielleicht mehr über die Rolle von Frauen in rechtsradikalen Organisationen diskutiert.