Spiegel Online: Mädchengewalt

Im Grunde muss man nur die Überschriften und deren Reihenfolge lesen, um zu wissen, wie Spiegel Online das Thema behandelt…

# 1. Teil: Schwere Mädchen# 2. Teil: Wie Opfer zu Tätern werden

schwupps, und schon ist das Bild über die weibliche Friedfertigkeit wieder im Lot.

Inhalt: relativ uninterssant.

Jugendgewalt: Schwere Mädchen – Panorama – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

 

Am gleichen Tag wird im gleichen Medium über den äusserst brutalen Mord  an einem Schüler und über die Einbetonierung der Leiche geschrieben. auch ein Mädchen ist tatbeteiligt:

 

 Noch ist vieles unklar, etwa die Rollenverteilung. Wer tat, wer wusste was? Warum behauptete die damals Sechzehnjährige laut Deniz E., Yvan Schneider (das Opfer) habe sie gegen ihren Willen entjungfert? Oder war es nur ein Kuss? Sie habe Namen nennen müssen, sagte sie heute Nachmittag mit kaum hörbarer Stimme, er habe nicht aufgehört. Tatsächlich, so fanden die Ermittler heraus, hatte das Opfer mit dem Mädchen wohl keinerlei Beziehung. Sie kannte nicht mal seine Telefonnummer. Warum erzählte sie von intimen Kontakten mit weiteren zwei jungen Männern? Aufschneiderei? E. soll nicht nur eifersüchtig, sondern geradezu besessen gewesen sein von dem jungen Mädchen. Er habe alle umbringen wollen, die seine Freundin “beschmutzt” hätten, heißt es. Warum also goss sie noch Öl ins Feuer?Warum lockte sie den nichts Böses ahnenden Yvan aus dem Haus? Wusste sie von der mörderischen Absicht ihres Freundes ? oder wusste sie nichts? Sie habe nicht gefragt, warum sie Yvan eine Falle stellen sollte. Sie habe sich nichts gedacht. Und dann, als es soweit war: “Ich konnte es nicht glauben? Ich hab mich total erschreckt und stand nur noch da.” Wer soll das glauben?Warum tat sie nichts, als Deniz auf Yvan mit einem Baseballschläger losging? Sie habe sich weggedreht, sagt sie. Versuchte sie nicht, Deniz zurückzuhalten, als er auf das schon am Boden liegende Opfer weiter einprügelte und schließlich mit den Füßen auf ihm herumtrampelte? Nein. Sie ließ sich anschließend von Deniz heimfahren und ging zu Bett.

Mordfall Yvan S.: Ermordet, zerstückelt, einbetoniert – Panorama – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

 

Damit bröckeln die Mythen rund um die Mutterschaft. Diese Erkenntnis war fällig.

schreibt die Taz über tötende Mütter…

taz.de – Debatte Kindstötungen: Missverständnis Mutterschaft



Es bröselt der hartnäckige Mythos, Mütter seien per se die Guten für
ihren Nachwuchs. Am Tag der Geburt ist das Risiko eines Säuglings, von
der Mutter getötet zu werden, am höchsten, weiß die kriminologische
Forschung. Erst nach der Geburt wächst die mütterliche Bindung. Der
Mutterinstinkt ist keine naturgegebene Kraft, die das Kleine
automatisch vor Bösem bewahrt.

Es wäre schön, wenn auch andere Mythen über weibliche Täterinnenschaft in der Gesellschaft bröseln würden. Doch bis dahin wird es wohl noch eine Weile dauern.

Das angeblich schwache Geschlecht schlägt inzwischen öfter zu.

schreibt das Onlineportal stimme.de.

Auf ungewöhnliche Erfahrungen verweist Stephanie Ackermann,
Sozialpädagogin im Verein Pfiffigunde. Wenn bei
Präventionsveranstaltungen Schülerinnen am Anfang nach ihren Hobbys
gefragt werden, „kommt von der Hälfte die Antwort: rumhängen und
schlägern“. Schlägern – ein Hobby? Eine „richtig gute Erklärung“ dafür
hat Stephanie Ackermann nicht. Doch seit zwei, drei Jahren beobachtet
sie den Trend, dass sich in Mädchengruppen die Stimmung „massiv
geändert hat“ – in Richtung Aggressivität. Vor allem bei
Hauptschülerinnen sei dies besonders auffällig.

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"An der Tat ist nichts zu rütteln”, sagt der Jurist, “das war Totschlag.”

Säugling erstickte offenbar in Badezimmerschrank…



Das Motiv konnte noch nicht
zweifelsfrei geklärt werden. Nach Einschätzung Milkes dürften die
Erfahrungen der Mutter nach der Geburt ihres ersten Kindes dabei mit
eine Rolle gespielt haben. Denn die 21-Jährige ist bereits Mutter eines
dreieinhalb Jahre alten Jungen, der Kleine geht in den Kindergarten.
Im
Umfeld der mutmaßlichen Täterin sorgt der Zwischenfall für
Unverständnis. Im Kindergarten ihres Sohnes wird die junge Frau als
“liebevolle, ruhige und freundliche” Mutter beschrieben.



Schreiendes Baby in Plastiktüte gesteckt – DIE WELT – WELT ONLINE

Die 35-Jährige ertränkte ihre zwei Jahre alte Tochter und ihren fünf Monate alten Sohn in der Badewanne

und ist “natürlich” laut Pressemeldung psychisch gestört.

Wenn ein Mann dasselbe getan hätte, würde diese Vermutung sicher nicht geäussert…



Fünffache Mutter ertränkt ihre beiden jüngsten Kinder – Nachrichten-Newsticker von Welt Online – ständig aktuelle Nachrichten und Informationen – WELT ONLINE