«Es ist an der Zeit, sich von der alten Vorstellung zu lösen, dass nur die Männer Schläger und die Frauen die Opfer sind»

so der Tenor in 20MINUTEN, einer Schweizer Zeitung:

Zitat:

Die Anklage berichtet, wie die Redaktorin zunächst eine brennende Zigarette auf dem linken Oberarm und auf dem Rücken ihres Gegners ausdrückte. Dann versetzte sie ihm mehrer Handkantenschläge ins Gesicht. Als er sich mit blutender Nase auf das Bett legte, schlug sie ihm noch auf den Kehlkopf. So stark, dass er während mehreren Tagen kaum mehr sprechen und essen konnte.

Hier gehts zum Artikel in Gänze.

Englischer Polizist strippt vor 16- jähriger Schülerin und fordert sie zu “Handgreiflichkeiten” auf.

Quelle: SPIEGEL-ONLINE und SÜDDEUTSCHE

Kaum zu glauben, was in England so alles geschieht…

Der Gerechtigkeit halber wollen wir hier auch mal die Gegenseite der allgemein veröffentlichten Mißhandlungen aufzeigen:

Suzy ist ein freundliches, höfliches junges Mädchen, blass, ernsthaft, vielleicht sogar ein bisschen zu introvertiert, findet ihre Mutter, etwas wilder dürfte sie schon sein. Vielleicht wird sie mal studieren, irgendwas mit Natur, sie interessiert sich für Tiere und den WWF, Wale, Gorillas…

Die letzte Schulstunde vor der Mittagspause bricht an. Suzy sitzt in einer Klasse, in der Theaterstücke besprochen werden, als die Tür aufgeht. Eine Polizist tritt ein. Jung, fesch und ordentlich durchtrainiert. Blaue Uniform, blaue Mütze.

Eine kleine Abweichung vom Lernstoff, sagt die Lehrerin, lächelt und nickt dem Polizisten zu. Und holt eine Videokamera hervor, richtet sie auf Suzy.

Der Polizist steht jetzt an der Tafel.

Eine von euch, sagt er, ist eine gewisse – Suzy? Das Geburtstagskind?

Suzy, zögernd, meldet sich.

“Ah! Fein! Dann komm mal her!”

Suzy errötet leicht, das Schicksal der Hellhäutigen.

Der Polizist hat inzwischen eine Reitgerte hervorgeholt, und weil Suzy, so sagt er, bisher ein böses, böses Mädchen war, soll sie sich bücken, und dann gibt er ihr für jedes Jahr, da sie böse war, einen leichten Schlag auf den Po. 16 Schläge. Patsch, patsch, patsch.

Die Schüler glotzen. Die Lehrerin filmt, ist aber womöglich in Schockstarre. Was in Suzy vorgeht, darüber sollte man besser nicht spekulieren.

Aber unsere Suzy, sagt der Polizist jetzt, war ja auch ein braves Mädchen, und deshalb – well, hier die Belohnung! Zuckersüßes Lächeln, er angelt einen CD-Player aus seiner Tasche.

Es ist Britney Spears’ “Oops! … I Did It Again”. Der Polizist tanzt ein bisschen, legt seine Mütze ab, zieht Hemd, Hose, Strümpfe aus, tanzend, bis er im Slip vor Suzy steht, gleichmäßig gebräunt und sehr einladend, locker eine Bodybuilder-Figur, werden einige Schüler später berichten, obwohl man hier ihre pubertäre Begeisterung (und den Mangel an Erfahrung) in Anschlag bringen muss.

Yeah, yeah, yeah, yeah …

Oops! I did it again … singt Britney.

Der Polizist schmiert sich jetzt Creme auf den Po.

Das Geburtstagskind, sagt er, darf mich eincremen – na los!

Er lächelt, er wackelt, der Po des Gesetzes – Autorität, Angst, Sex, alles in einem einzigen, einem irren Moment zusammengepresst.

Die Lehrerin lässt die Kamera sinken.

In den späten neunziger Jahren waren sie beliebt, die sogenannten stripograms und gorillagrams, ein sehr britisches Vergnügen, in Nottingham gab es massenweise sogenannte Agenturen, bei denen man jemanden buchen konnte, der aus einer Torte sprang, strippte oder im Gorillakostüm grunzend eine Party auflockerte. Der Trend ist abgeflaut, aber drei größere Event-Agenturen gibt es noch; bei einer hatte Suzy´s Mutter einen Gorilla bestellt, weil Suzy Tiere liebt, und alles mit der Lehrerin besprochen, und die hatte versprochen, den kleinen Spaß zu filmen. Was Suzys Mutter nicht bestellt hatte, war einen strippenden Polizisten – bei der Agentur hatte jemand die Termine verwechselt.

Moooment!, ruft jetzt die Lehrerin. Ich bin nicht sicher, sagt sie, dass wir so fortfahren sollten, und sie winkt den Polizisten streng mit sich raus aus dem Raum, und zurück bleiben die Schüler, stumm, und Geburtstagskind Suzy.

Der Direktor und die Theater-Lehrerin beschworen die Schüler, gegenüber den Medien dichtzuhalten; aber die Story war einfach zu erzählenswert. Einige Eltern zeigen sich über den Vorfall absolut not amused, das Council untersucht nun, wer Schuld hat, die Mutter, die Schule, die Agentur oder alle zusammen. Suzy aber, beschenkt mit einer Geschichte fürs Leben, fand die Show im Nachhinein okay oder sogar super.

Na, was denken Sie?
Hat sich die Geschichte wirklich so harmlos zugetragen?

Ist der Polizist nicht bereits wegen sexueller Gewalt verurteilt worden?

3_supernasen_2.jpgNein – denn wir haben hier ein bißchen geschummelt – Sie quasi an der Nase herumgeführt…

Es war gar kein Polizist, sondern eine Polizistin und die “Suzy” war eigentlich ein “Danny”, also ein Junge.

Wir haben den Artikel aber so belassen, wie er auf SPIEGEL-ONLINE stand. Nur die “Geschlechts-Rollen” der Aktuere und ihre Namen haben wir verändert.

Ansonsten ist die Geschichte selbst natürlich wahr und gehört deshalb auch hierher.

Was glauben Sie, hätten der SPIEGEL und andere Medien auch auch so locker berichtet, wenn die Rollen vertauscht gewesen wären? Wenn sich also die Geschichte wie ober beschrieben zugetragen hätte?

Hier und unten gibt es nun die “wahre Story” zu lesen.

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7-Jähriger Junge auf Anweisung einer Erzieherin verprügelt.

So steht es heute im SPIEGEL-Online.

Die Klassenkameraden bildeten einen Kreis, in der Mitte ein Siebenjähriger. Dann schlugen die Mitschüler auf ihn ein. Ihre Erzieherin hatte sie ausdrücklich dazu aufgefordert. Nach dieser Szene an einer Schule in Neuenbürg muss die Frau gehen.

Der Fall an sich ist schlimm genug. Doch der SPIEGEL leitet seinen Artikel mit den Worten ein:

Sie wusste sich offenbar nicht mehr zu helfen.

Stimmt.

Vermutlich erahnen Sie als regelmäßige(r) Leserin oder Leser dieses Blogs jetzt die nächste Frage:

Hätte SPIEGEL-Online im umgekehrten Fall auch die Vermutung geäußert, dass sich ein Erzieher offenbar “nicht mehr zu helfen wusste”, als er die Klasse aufforderte, ein 7-Jähriges Mädchen zu verprügeln?

Oder würde sofort der Verdacht geäußert, dass wir es hier mit einem sadistischen Mehrfachtäter zu tun haben?

Die Polizei hat gegen die Erzieherin ein Verfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Ob die Familie des betroffenes Kindes Strafantrag gestellt hat oder stellen will, wurde zunächst nicht bekannt.

Die Chancen stehen schlecht. Das Opfer ist ja ein Junge und die Täterin eine überforderte Frau.

“Dürfen Frauen als Täterinnen wahrgenommen werden?”

Das fragen Sabine Seifert-Wieczorkowsky und Edna Hansen-Beckers in ihrem neuesten Artikel.

Und: Sie geben Antworten :

Frauen als Täterinnen zu sehen, bringt unser Weltbild durcheinander, nicht nur in der feministischen Diskussion.

Jüngst spielte sich in Familienkreis folgende Gesprächssituation ab: Zuerst war das allgemeine Thema Gewalt, Gewalt in der Schule, häusliche Gewalt, Gewalt durch Männer. Die Diskussion wurde immer intensiver bis zu dem Satz „auch Frauen schlagen ihre Kinder“. Darauf kam die prompte Antwort von einem Freund „na, das ist ja was völlig anderes!“ Ja, ist es das? An dieser Stelle brach die Diskussion abrupt ab.Daran wird deutlich, wie tabuisiert und bagatellisiert Gewaltausübung durch Frauen immer noch ist.

Hier zu Lande liegen kaum Forschungsergebnisse zum Thema Täterinnen vor. Mädchen und Jungen, die von Gewalt durch Frauen berichten, sind zahlenmäßig in der Minderheit. Wir gehen im sogenannten Hellfeld im Allgemeinen von ca. 10% bis 20% aus.
Das Hellfeld ist nur die statistisch wahrgenommenen Gewalt. Das Dunkelfeld ist sicher größer. Hinzu kommt die steigende Zahl an gewalttätigen Mädchen.

Jetzt kommt die Anforderung auf uns zu, mit Täterinnen zu arbeiten.

Keine Frau, die mit Opfern von Gewalt arbeitet, egal ob Junge oder Mädchen, kann ernsthaft die Absicht haben, dass Gewaltausübung durch Frauen zum Familiengeheimnis wird. Öffentlich machen, kontroverse Diskussionen anregen, Ängste und Unsicherheiten benennen, damit sie Raum bekommen, muss das Ziel sein. Erst dann trauen sich Opfer über ihre Gewalterfahrung durch Täterinnen zu reden und erst dann können Frauen, die gesellschaftlich gesehen immer noch dem gängigen Bild einer friedfertigen, passiven und opferbereiten Frau zugeschrieben werden, als Täterinnen ernst genommen werden.

weiblgewalt.jpgGewalt bedeutet für uns jede körperliche Verletzung einer Person durch eine andere und die Androhung von physischer Gewalt. Diese Definition entspricht nahezu dem Alltagsverständnis, das Gewalt mit tätlicher Beeinträchtigung, also schlagen, treten, töten assoziiert wird. Kommen Handlungen wie Vergewaltigung, sexueller Missbrauch hinzu sprechen wir von sexualisierter Gewalt.

Ferner gehen wir davon aus, dass Gewalt grundsätzlich als intentionaler Handlungsbegriff zu verstehen ist. Das heißt, jeder Gewalthandlung liegt eine Entscheidung zur Gewalt zugrunde. Gewalt ist ein willentlicher, selbst zu verantwortender Akt!

Und das gilt auch für Frauen.

Hier können Sie den ganzen Artikel lesen.

In der Regel sind durch Frauen begangene Morde Beziehungstaten. In der Regel…

Doch jetzt jagt die Polizei eine skrupellose Killerin, wie die Augsburger
Allgemeine hier
 berichtet.

 Wer hat die junge Polizistin in Heilbronn erschossen und ihren Kollegen schwer verletzt?

Auch neun Monate nach der Tat tappt die Plizei im Dunkeln. Zuletzt konzentrierte sich die Suche auf eine unbekannte Frau, deren DNA-Spuren am Tatort entdeckt worden waren. Ihr werden weitere Verbrechen zur Last gelegt, doch bislang jagte die Polizei das Phantom vergeblich.

 Am 25. April wurde die 22 Jahre alte Polizistin tot neben ihrem Streifenwagen aufgefunden. Ihr 24 Jahre alter Kollege überlebt schwer verletzt. Unbekannte haben den Beamten während eines Routineeinsatzes in den Kopf geschossen und die Dienstwaffen entwendet.

 Nachdem die Fahnder die DNA-Spuren entdeckt hatten, hofften sie auf einen schnellen Durchbruch. Doch die Erkenntnis, dass der Mord höchstwahrscheinlich von einer Serientäterin verübt wurde, stellte die Beamten vor neue Herausforderungen: In den vergangenen 14 Jahren hat die Gesuchte ihre Spuren europaweit an mehr als 20 Tatorten hinterlassen – und ist den Fahndern immer durchs Netz gegangen. Die Ermittler jagen einem Phantom hinterher – sie wissen über das Alter und Aussehen der Frau ebenso wenig wie über ihren Aufenthaltsort.

 Zumindest in Idar-Oberstein suchte man zunächst nach einem Mann. Dass es sich um eine Täterin handelte, schien unwahrscheinlich. In der Regel sind durch Frauen begangene Morde Beziehungstaten. Die mysteriöse Gangsterin aber ist eine tickende Zeitbombe, die jederzeit hochgehen kann, so die Beschreibung in Polizeikreisen.

Vielleicht muss sich die Polizei in den nächsten Jahren umstellen, und eher an Frauen als Täterinnen denken.

Auch in einem zweiten Fall in diesen Tagen war die Polizei über die Brutalität eher überrascht:

Mordfall Jagupi
Blutspuren entlarven Täterin

VON HANS ONKELBACH

Der Müllcontainer vor dem Haus Gerberstraße 2: Teile der Leiche, da ist die Polizei sicher, wurden darin entsorgt. Foto: RP/Andreas Bretz

Düsseldorf (RP) Im Mordfall Jagupi setzen die Experten der Kripo auf Chemikalien, die auch geringste Blutspuren sichtbar machen. Daraus können die Fachleute vieles über den Ablauf der Tat erfahren.
Ganz so spektakulär wie in dem amerikanischen Fernseh-Krimi CSI Miami geht es derzeit in der Wohnung des Hauses Gerberstraße2 nicht zu. Aber auch dort sind Spezialisten am Werk, die aufklären sollen, wie, wo und mit welchen Werkzeugen Sefije Jagupi ihren Mann Abaz getötet hat. Wie berichtet, steht die Frau unter dringendem Verdacht, den Mann nicht nur getötet, sondern die Leiche auch noch zerlegt und durch das WC und im hauseigenen Müll-Container beseitigt zu haben.

Die Spur des Blutes ist eine sehr aussagekräftige, sagte gestern ein Kripomann, der lange in Mordkommissionen gearbeitet hat. Allerdings sei es selten notwendig, diese Chemikalien anzuwenden – ein derart aufwändiger Versuch, das Blut zu beseitigen, komme nicht oft vor.
Im konkreten Fall hat die Frau die Wohnung gereinigt und eine Wand neu gestrichen – ohne jedoch eine Chance zu haben, die Reste, die noch im Putz der Wand steckten, wirklich zu beseitigen.

Bis hierher kann man logisch folgen, doch jetzt?

Obwohl sie damit die Tat verschleiern wollte, hat sie die Tötung gegenüber ihren Kindern am Telefon zugegeben. Für die Polizei ein Hinweis auf gestörte Wahrnehmung oder geistige Verwirrung der Verdächtigen.

Gegen sie wird ein internationaler Haftbefehl beantragt. Allerdings wird er wenig bringen: Sie hält sich derzeit in ihrer Heimat Mazedonien auf – und als mazedonische Staatsangehörige muss sie nicht fürchten, nach Deutschland ausgeliefert zu werden.