Großayatollah : Frauen dürfen zurückschlagen

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Die Taz meldete am 29.11. – also einen Tag nach dem Tag gegen Gewalt gegen Frauen, dass der schiitische Großayatollah im Libanon eine sogenannte Fatwa herausgegeben hat, die es Frauen erlaubt, zurückzuschlagen.

Eigentlich gehört die Meldung ja thematisch nur annähernd in dieses Blog, doch eine offizielle Erlaubnis zur Notwehr von Frauen durch einen religiösen Führer (1,2 Mio. Schiiten) ist hier schon eine Meldung wert.

Zitat:

“Wir danken Fadlallah, dass er sich mit dem Problem befasst, Gewalt gegen Frauen grundsätzlich abgelehnt und die Frauen aufgerufen hat, nicht stillzuhalten”, erklärt die libanesische Frauenrechtlerin und Vorsitzende des Rates gegen Frauengewalt, Laura Sfeir. “Ich hoffe, dass die Fatwa jetzt nicht dazu führt, dass sich die Eheleute prügeln”, erklärt sie süffisant und fügt hinzu: “Der beste Schlag zurück, ist immer noch das Rechtsystem. Das wichtigste ist, dass sie nicht still hält”.

Hier geht es zum Artikel VON KARIM EL-GAWHARY.

Auch Mädchen präferieren sogenannte “Ballerspiele”

… zumindest in den USA , hat eine Studie ergeben.

Bereits im Juli diesen Jahres wies heise online darauf hin. Doch natürlich gibt es auch Unterschiede zum Verhalten von Jungen. Zitat:

Fast alle Jugendlichen benutzen Computerspiele. Nur 6 Prozent der Befragten gaben an, im letzten halben Jahr nicht gespielt zu haben. Ein Drittel der Jungen und ein Zehntel der Mädchen spielt täglich. Oft wird gespielt, um Gefühle wie Stress oder Ärger abzubauen. Überdies spielt die Mehrzahl aller Jungen und Mädchen regelmäßig Spiele, in denen Gewalt eine Rolle spielt. Zwei Drittel der Jungen und ein Viertel der Mädchen haben im letzten halben Jahr ein Spiel gespielt, das erst ab 17 Jahre freigegeben ist. Spiele mit Gewalt werden eher mit der Motivation gespielt, den Ärger abzubauen. Wer Gewaltspiele vorzieht, neigt auch dazu, mit anderen im Internet zu spielen. Das trifft besonders auf die Jugendlichen zu, die Spiele mit der Alterfreigabe ab 17 Jahren spielen. Die Freundschaften von Jungen würden sich zudem oft um Computerspiele drehen.

Den ganzen Artikel können sie hier lesen.

Die österreichische Außenministerin behauptet: “Opfer von Gewalt fast immer weiblich…”

So steht´s heute geschrieben im Standard.at

Zitat:

Wien – Außenministerin Ursula Plassnik machte am Freitag auf das weit verbreitete Problem der Gewalt aufmerksam. “Opfer von Gewaltakten sind nach wie vor fast immer weiblich”, betonte Plassnik. “Gewalt gegen Frauen gibt es in allen Ländern und Kulturen sowie in allen sozialen Schichten. Nach Angaben des Europarates erleidet jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens körperliche Gewalt”, so die Außenministerin.

“Wir müssen Frauen weltweit ermutigen, Gewalt gegen sie nicht still hinzunehmen, sondern mit starker Stimme darauf aufmerksam zu machen. Gleichzeitig müssen wir für den Schutz dieser Frauen sorgen.” Besonders der Schutz von Frauen, die sich für Menschenrechte anderer einsetzen, liegt Plassnik nach eigenen Angaben am Herzen.

Sicherlich: jeder Anlass braucht einen Aufhänger und eine treffliche Schlagzeile… auch der Tag gegen Gewalt an Frauen. Ebenso ist es prinzipiell zu begrüßen, dass auf dieses Problem seit vielen Jahren aufmerksam gemacht wird.

Doch im weiteren Text äußert sich Frau Plassnik wie folgt:

Zum Thema Kriege:
Plassnik wies außerdem darauf hin, dass Frauen in bewaffneten Konflikten besonders stark betroffen sind. “Es liegt meist an ihnen, das Überleben ihrer Familien sicherzustellen, gleichzeitig leben sie in ständiger Angst vor sexueller Gewalt.”

Muß es eine inhaltlich so völlig falsche und unhaltbare Aussage sein, die als Aufhänger herhalten muss, um in Österreich auf das Problem geschlagener Frauen hinzuweisen?

Die Außenministerin irrt, und zwar gewaltig, oder sie weiß es besser – dann aber würde sie lügen.

In Europa, den USA , dem ehemaligen Ostblock und in all den Staaten, die eine relativ zuverlässige Kriminalstatistk führen – sind nachweislich mehrheitlich bis zu ca. zwei Dritteln aller zivilen Gewaltopfer männlich. Diese Zahlen sind seit Jahrzehnten belegt und auch durch die Krankenhaus- und Todesstatistiken hinlänglich untermauert.

Hier stellt sich zudem die Frage, ob Frau Plassnik als Außenministerin eines EU-Staates wirklich nicht weiß, in wie vielen aktuellen oder vergangenen Kriegen Männer zuhauf umkommen oder umgekommen sind.
Ermorden oder ermordet zu werden ist für diese Jungen und Männer zudem kein Akt selbstgewählter Freiwilligkeit, sondern eher Ausdruck eine Armeepflicht, die weltweit “männliches Kanonenfutter” seit Jahrtausenden quasi als naturgegeben bevorzugt.

Es ist unverständlich, weshalb es im Außenministerium Österreichs offenbar niemanden zu geben scheint, der die jedem Bürger/ jeder Bürgerin zugängliche Kriminalstatistik kennt und die Chefin auf deren Ergebnisse hinweisen würde.

Ein Schelm wäre, wer hinter diesem außenministerialen Fauxpax Böses vermuten würde…
Mindestens ist jedoch von einer gehörigen Wahrnehmungsverzerrung seitens der Ministerin auszugehen.

Genau diese Fehlwahrnehmung ist aufgrund der weiten Verbreitung der Annahme, Männer allgemein wären ausschließlich das Tätergeschlecht und damit Frauen das Opfergeschlecht, sogar noch “politisch völlig korrekt”.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt:
Weshalb veröffentlichen eigentlich Männer nicht viel mehr darüber, dass sie neben der Haupttätergruppe im sogenannten “Hellfeld” – also den statistisch erfassten Tätern – , gleichzeitig auch die Hauptopfergruppe stellen?

Wenn Sie die Hintergründe interessieren, lesen Sie bitte hier weiter .

geschlechtsübergreifende Thematisierung häuslicher Gewalt

Die Universität Lübeck geht mit gutem Beispiel voran. Allgemein üblich ist, dass im Bereich der häuslichen Gewalt nur von Frauen und Kindern als Opfer die Rede ist. Anders bei der Gleichstellungsbeauftragten der Universität Lübeck:

Auch Männer sind Opfer von häuslicher Gewalt, auch sie können die gesetzlichen Möglichkeiten in Anspruch nehmen und kompetente Beratung erhalten. Genaue statistische Angaben auf Grund der hohen Dunkelziffer der von Gewalt betroffenen Männer fehlen bislang. Männer nehmen aus Schamgefühl noch weniger als Frauen Hilfsangebote an. Außerdem fehlen ausreichend Männerberatungsstellen und Männerschutzwohnungen.

Hier der ganze Text. 

Gewalt gegen alte Menschen

Die Schweizer Zeitung”20 Minuten”  hat sich des Themas angenommen.

Frau Bauer* lebte auf dem Hof ihres Sohnes und lange ging alles gut. Bis der Sohn heiratete und die Ehefrau ins gemeinsame Heim einzog. Die Schwiegertochter und die Schwiegermutter verstehen sich nicht, ihre Differenzen münden in Handgreiflichkeiten. Zweimal muss Frau Bauer ins Spital eingeliefert werden, nachdem sie von ihrer Schwiegertochter verprügelt worden ist. Nach dem zweiten Krankenhausaufenthalt zittert Frau Bauer vor Angst, wieder nach Hause gehen zu müssen.

Hier gehts zum ganzen Artikel…