Die “Welt-Online” ist ein gefährlicher Ort für die Wahrheit, wenn Kerstin Artus einen Artikel über häusliche Gewalt schreiben darf

Der Bremer Soziologe Gerhard Amendt forderte am 16. Juni auf WELT ONLINE die Abschaffung von Frauenhäusern. Er unterstellte den Mitarbeiterinnen antipatriarchale Kampfrhetorik und Unprofessionalität. Er warf den Sozialpädagoginnen und Psychologinnen vor, sie seien unausgebildet und würden Scheidungskonflikte verschärfen. Er unterschlug, dass der Weg ins Frauenhaus ein verzweifelter Schritt nach oft jahrelangen Demütigungen und Misshandlungen ist, und redete verharmlosend von „Sprachstörungen unter den Partnern“ und „Familienkrisen“.

Amendt relativiert Männergewalt trivial und unwissenschaftlich: Es gäbe auch gewalttätige Partnerinnen. Doch auch damit greift seine Hatz zu kurz. Die Berliner Soziologin Barbara Kavemann hingegen benennt die Unterschiede: Frauen schlagen aus Notwehr zurück oder aber, um etwas zu erreichen. Nicht aber aufgrund von Macht- und Kontrollverlust.

So schreibt Kerstin Artus in der WELT-Online – wenn Sie sonst noch nix von ihr gehört oder gelesen haben, so geht es Ihnen wie mir.

In Fachkreisen ist sie wohl unbekannt, darf aber augenscheinlich einen wissenschaftlichen fundierten Artikel von Prof. Amend auseinanderpflücken und ihm gar Unwissenschaftlichkeit vorwerfen.  Dies tut sie mit Belegen, die vor 10-15 Jahren veröffentlicht wurden bzw. von Bedeutung waren.

Das schlimme daran ist nur, dass solche Artikel in der WELT-ONLINE eben auch von Menschen gelesen werden müssen, die nicht nur “eine Meinung” haben, sondern vom Fach sind. Und denen fällt erstmal auf, dass es nach der geäußerten Hyposthase (eine Annahme, also die Vorstufe zu einer Hypothese- einer unbewiesenen Behauptung) von Frau Artus offenbar keine initiative Gewalt von Frauen in Beziehungen gibt.  Gleichzeitig aber scheint sie genau zu wissen, was die Männer zu ihren Untaten antreibt.

Woher bitte weiß denn Frau Artus eigentlich so genau, weshalb und in welcher Gemütsverfassung Männer schlagen? Kennt sie die Innenperspektive der Täter wirklich  so genau? War sie vielleicht früher (…)?

Bevor ich jetzt in die gleiche Falle tappe, in der wohl schon  der Redakteur/die Redaktuerin der WELT-Online sitzt – weil er/sie wüste Spekulationen des Schreiberlings einfach so hat durchgehen lassen -  will ich diesem Artikel nicht weiter so viel Aufmerksamkeit widmen.

Dennoch erstaunt mich, dass solcher Unsinn heute noch Verbreitung findet – und das offenbar Geld für einen solchen Artikel bezahlt wird.

UPDATE: zwei Tage später gibt es einen Pocast von HR 2, den sich Frau Artus nur zur Hälfte hätte snhören müssen, um zu wissen, wie entsetzlich unkorrekt und geradezu schlecht ihre Thesen sind. Doch vielleicht hört sie ja zu? Bildung schadet nie…

Genderama: Medienberichte über Falschbeschuldigungen sexueller Gewalt häufen sich

Hab ich einen neuen Trend verpasst? Oder berichten die Medien inzwischen einfach nur offener über solche Fälle?:28. Juli 2009, Toronto (Kanada): Falschbeschuldigter will “sein Leben zurück”

Genderama: Medienberichte über Falschbeschuldigungen sexueller Gewalt häufen sich

Sextourismus, Vergewaltigung, Pädophilie, Menschenhandel – eine Domäne der Männer?i

An wen denken Sie bei den Worten “Sextourismus”, “Vergewaltigung”, “Pädophilie” und “Menschenhandel”?Denken Sie an die Opfer? Wenn ja, sehen sie Mädchen vor sich?Denken Sie an die Täter? Wenn ja, sehen sie Männer vor sich?Nur wenige sehen Frauen als Täterinnen und Buben als Opfer. Glauben Sie etwa, Frauen machen so etwas nicht und Buben sind nie Opfer von Frauen? Sie sollten wissen, dass es ganz und gar nicht so ist.

Pan-Optikum: Sextourismus, Vergewaltigung, Pädophelie, Menschenhandel – eine Domäne der Männer?

Ein sehr ausführlicher und gut belegter Artikel über die Märchen der friedfertigen sexuellen Vorlieben der Frauen.

Warum erst 3 Männer sterben müssen, bevor Frauen als Täterinnen ernst genommen werden.

Darüber klärt ein Artikel in THE PRESS DEMOCRAT aus Canada auf:

Homicides are nothing new in Sonoma County courts. And domestic violence killings aren’t unheard of. But two cases currently in the court system are rare — domestic violence homicides in which the victims are men. The suspects, a woman and a man, are charged with murder in their partners’ deaths. A third case ended with the suicide of the suspect. The three cases caught the eye of local domestic violence advocates because of the rarity of the male victims, particularly three within a four-month period. “We’re very concerned about the escalation of domestic violence-related homicides,” said Denise Frey, the executive director of the Sonoma County YWCA, which operates a domestic abuse hotline and provides services to victims. “We had gone quite some time in Sonoma County without one, and then to have three apparent domestic violence homicides in such a short time is very concerning,” she said. “And all three were men. That is not typical.” …

“Domestic violence against men is seen as a joke in this culture,” he said, adding that male victims are often thought of as “wimpy” or “weak.” A Sonoma County health department report for 2005 through 2009 listed several gaps in resources and services for domestic abuse victims, including the need for greater attention for male victims and female perpetrators. The report also said there was a lack of gender-specific support and counseling for male victims. It also recommended a change in thinking to acknowledge that both parties can instigate or contribute to domestic violence. “Men are today where women were 30 years ago as far as being invisible victims,” said Manthey. “The battered women’s advocates have done a tremendous job in bringing to light this issue with the public. . . . It’s time to turn the light onto battered men. Too bad it’s taken three murders.



Der Boston Globe klagt an: Obama ist von feministischen Dogmen geblendet.

Hier ist der bemerkenswerte Artikel zu finden.

LYNN Rosenthal, a veteran of the battered women’s advocacy movement, was named to the new post of White House counsel on violence against women on June 26. On the same day, a conference opened in Los Angeles disputing the basic tenets of the movement Rosenthal represents – such as the view that domestic violence is overwhelmingly a male crime against women rooted in patriarchal power. Speakers argued for new policies based on a fuller understanding of the problem. Is there a way to bridge the gaps between these competeing paradigms?

…Male victims, meanwhile, often have nowhere to turn. Jan Brown, a Maine resident, realized this 14 years ago when a male friend was leaving an abusive marriage. In 2000, Brown founded the Battered Men’s Helpline, now the Domestic Abuse Helpline for Men and Women; it provides counseling, support, and financial assistance when possible. Brown says she often encounters suspicious attitudes; the Helpline has been refused membership in the Maine Coalition to End Domestic Violence, making it tough to get grants.

How can we move toward inclusion when ideology dominates the domestic violence field? One step forward would be for Rosenthal to open up an ongoing, truly inclusive dialogue on the issues. The conference materials included a quotation from President Barack Obama about “ensuring that scientific data is never distorted or concealed to serve a political agenda.’’ Presumably, even a feminist one.

Sorry, aber nicht nur Obama ist geblendet und falsch über die Zahlen bei häuslicher Gewalt informiert.

Auch Merkel, von der Laien und andere sind es, ganz zu schweigen von jenen lila SPD-Pudeln, die gleich alles männliche im Grundsatzprogramm ihrer Partei abschaffen, und so gleich eine ganze Hälfte der Bevölkerung als Wähler ausschließen. Nein, nicht die männliche Gesellschaft gehört abgeschafft , eher sollten sich solche leeren Geschlechtshülsen selbst abstellen.