INFO SOZIAL – Siegfried Lamnek, Jens Lüdtke, Ralf Ottermann: Tatort Familie – Häusliche Gewalt im gesellschaftlichen Kontext – eine Rezension, die mehr verrät.

Hinter dem zweiten Teil des Buches vermutete ich eigentlich eine objektive Darstellung der gesellschaftlichen Reaktionen auf häusliche Gewalt. Nach dem Lesen dieses Abschnittes hatte ich allerdings eher den Eindruck, hier werden alle bisherigen Erkenntnisse zu häuslicher Gewalt, die u.a. zum Ausbau der Hilfsangebote für die Opfer geführt haben, als Hirngespinst überspannter Feministinnen entlarvt. Es wird die einseitige Rollenverteilung in der Öffentlichkeit, wonach der Mann zum Täter und die Frau zum Opfer generalisiert wird, kritisiert. Gleichzeitig wird aber auch allen Frauen unterstellt, dass sie, die ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente im Schutz vor weiteren Gewalttaten missbrauchen würden. Im übrigen stehen diese Instrumente, seien es zivilrechtliche Maßnahmen oder Beratungsangebote, auch männlichen Opfern zur Verfügung. Es ist auch nicht so, wie die Autoren schreiben, dass diese Instrumentarien dazu führen, dass jede Frau „völlig risikolos und wirksam den störenden Partner loswerden“ kann. In der Praxis sieht die Umsetzung des angesprochenen Gewaltschutzgesetzes sehr viel schwieriger aus und die persönlichen Rechte des Täters werden häufig über den Schutz der Frau und Kinder gestellt.

INFO SOZIAL – Siegfried Lamnek, Jens Lüdtke, Ralf Ottermann: Tatort Familie – Häusliche Gewalt im gesellschaftlichen Kontext

Was verspricht man sich von Rezensionen? Auskunft über ein Buch.
Hier wird eines der wenigen Werke, die sich mit den negativen Auswirkungen einer feministischen Gewaltpolitilk auseinandersetzen, angeblich rezensiert. Und einer Analyse, die viele Seiten des Buches umfasst, wird in eben jener Rezension ein Satz entgegengestellt, der einfach unbewiesen in der Luft steht. Es wäre alles anders!
So rezensiert man kein Buch – so stellt man sich selbst bloss! Und so wird wieder einmal klar, manche Frauen können nicht wahrhaben, was einfach wahr ist. Sonst würden wohl eigengezimmerte Weltbilder einstürzen.

Kristen Stewart: «Ich liebe diesen Jungen»

«Twilight»-Darstellerin Kristen Stewart würde für ihren Kollegen Taylor Lautner morden. «Ich liebe diesen Jungen», sagte die 19-Jährige dem Magazin «Entertainment Weekly». «Ich würde alles für ihn tun. Ich würde buchstäblich für ihn töten.»Nach einer oberflächlichen Freundschaft in der Bestsellerverfilmung «Twilight» intensiviert sich die Beziehung zwischen Stewarts und Lautners Figuren in «New Moon». «Deshalb war es sehr wichtig, dass Kristen und ich uns sehr nahe kamen», sagte Lautner über die zwischenmenschliche Vorbereitung auf den zweiten Teil.

Kristen Stewart: «Ich liebe diesen Jungen» | News Adhoc

Es ist schon seltsam, mit welchen Ankündigungen sich mittlerweile einige Leute trauen, die Welt um sie herum auf sich aufmerksam zu machen…
Wir bleiben am Ball und unterrichten Sie weiter!

Zensursulas neue Quälerei der Meiningsfreiheit

deckt der Law-Blog heute in unnachahmlicher Schreibe auf. Dem ist nix hinzuzufügen.

Wir fragen uns, wann wir hier mal tüchtig einen auf den Deckel kriegen, weil wir soviel mobben, verleumden etc.

Die “Welt-Online” ist ein gefährlicher Ort für die Wahrheit, wenn Kerstin Artus einen Artikel über häusliche Gewalt schreiben darf

Der Bremer Soziologe Gerhard Amendt forderte am 16. Juni auf WELT ONLINE die Abschaffung von Frauenhäusern. Er unterstellte den Mitarbeiterinnen antipatriarchale Kampfrhetorik und Unprofessionalität. Er warf den Sozialpädagoginnen und Psychologinnen vor, sie seien unausgebildet und würden Scheidungskonflikte verschärfen. Er unterschlug, dass der Weg ins Frauenhaus ein verzweifelter Schritt nach oft jahrelangen Demütigungen und Misshandlungen ist, und redete verharmlosend von „Sprachstörungen unter den Partnern“ und „Familienkrisen“.

Amendt relativiert Männergewalt trivial und unwissenschaftlich: Es gäbe auch gewalttätige Partnerinnen. Doch auch damit greift seine Hatz zu kurz. Die Berliner Soziologin Barbara Kavemann hingegen benennt die Unterschiede: Frauen schlagen aus Notwehr zurück oder aber, um etwas zu erreichen. Nicht aber aufgrund von Macht- und Kontrollverlust.

So schreibt Kerstin Artus in der WELT-Online – wenn Sie sonst noch nix von ihr gehört oder gelesen haben, so geht es Ihnen wie mir.

In Fachkreisen ist sie wohl unbekannt, darf aber augenscheinlich einen wissenschaftlichen fundierten Artikel von Prof. Amend auseinanderpflücken und ihm gar Unwissenschaftlichkeit vorwerfen.  Dies tut sie mit Belegen, die vor 10-15 Jahren veröffentlicht wurden bzw. von Bedeutung waren.

Das schlimme daran ist nur, dass solche Artikel in der WELT-ONLINE eben auch von Menschen gelesen werden müssen, die nicht nur “eine Meinung” haben, sondern vom Fach sind. Und denen fällt erstmal auf, dass es nach der geäußerten Hyposthase (eine Annahme, also die Vorstufe zu einer Hypothese- einer unbewiesenen Behauptung) von Frau Artus offenbar keine initiative Gewalt von Frauen in Beziehungen gibt.  Gleichzeitig aber scheint sie genau zu wissen, was die Männer zu ihren Untaten antreibt.

Woher bitte weiß denn Frau Artus eigentlich so genau, weshalb und in welcher Gemütsverfassung Männer schlagen? Kennt sie die Innenperspektive der Täter wirklich  so genau? War sie vielleicht früher (…)?

Bevor ich jetzt in die gleiche Falle tappe, in der wohl schon  der Redakteur/die Redaktuerin der WELT-Online sitzt – weil er/sie wüste Spekulationen des Schreiberlings einfach so hat durchgehen lassen -  will ich diesem Artikel nicht weiter so viel Aufmerksamkeit widmen.

Dennoch erstaunt mich, dass solcher Unsinn heute noch Verbreitung findet – und das offenbar Geld für einen solchen Artikel bezahlt wird.

UPDATE: zwei Tage später gibt es einen Pocast von HR 2, den sich Frau Artus nur zur Hälfte hätte snhören müssen, um zu wissen, wie entsetzlich unkorrekt und geradezu schlecht ihre Thesen sind. Doch vielleicht hört sie ja zu? Bildung schadet nie…

Streit über Babyklappen: Kampf ums Kind oder: Gibt es Kinderhandel?

Moysich, 29, stellvertretende Geschäftsführerin, versucht den schweren Vorwurf zu entkräften, der Hamburger Verein SterniPark sei nicht am Wohl der ihm anvertrauten Findelkinder interessiert, sondern handele mit ihnen. Für SterniPark steht viel auf dem Spiel, seit der Hamburger Sozialsenator Dietrich Wersich, CDU, vor dem Jugendausschuss gesagt hat, man habe zwar keinen Hinweis auf Kinderhandel im Rahmen des Projekts Findelbaby, “aber ich kann es auch nicht ausschließen”.

“SterniPark war in der Vergangenheit nicht kooperativ”, sagt die Sprecherin der Sozialbehörde, Jasmin Eisenhut, SPIEGEL ONLINE. “Wir wissen nicht, was mit den Kindern passiert ist, weil wir die Angaben von SterniPark nicht nachvollziehen können. Wir haben auf allen Ebenen nachgefragt, haben versucht, Licht in das Dunkel zu bringen. Es ist uns nicht gelungen.”Auf dem Spiel steht das Vertrauen von Müttern und SpendernZunächst hatte der Verein nur mitgeteilt, wie viele Findelbabys es gab und ob sie zurück zu ihrer Mutter gekommen oder adoptiert worden sind. Nach verschiedenen Nachfragen aus der Bürgerschaft reichte SterniPark nun weitere Informationen nach.Die Sozialbehörde hat inzwischen einen Leitz-Ordner mit Unterlagen der Staatsanwaltschaft Hamburg übergeben, die prüft, ob sie Ermittlungen gegen SterniPark einleitet.Um eine bessere Kontrolle zu ermöglichen, fordert der Senat, dass SterniPark die Findelbabys künftig an dem Tag, an dem sie abgelegt werden, meldet. Die Stadt verweist auf das Bürgerliche Gesetzbuch, wonach ein Kind unverzüglich dem Familiengericht und dem Jugendamt gemeldet werden müsse, damit ein Vormund bestellt werden kann.Außerdem soll eine unabhängige Instanz, beispielsweise das Deutsche Jugendinstitut oder das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht, Einsicht in die Akten des Vereins erhalten, um die noch offenen Fragen zum Verbleib der bisher abgelegten Kinder zu beantworten.Diesen Vorschlag hat SterniPark inzwischen abgelehnt. Der Verein will, dass der frühere Hamburger Bürgermeister Henning Voscherau Einsicht in die Akten erhält.”Es geht uns nicht vorrangig darum, dass wir die Details über die Mütter erfahren”, erklärt die Sprecherin der Sozialbehörde. “Wir müssen für die Zukunft Verbindlichkeit schaffen.”SterniPark-Vertreterin Moysich ist nicht allein gekommen, um SPIEGEL ONLINE das Konzept von Findelbaby zu erläutern – und die Anschuldigungen der Behörde zu entkräften. Um den Tisch versammelt haben sich auch ihr Vater Jürgen, Geschäftsführer von SterniPark, eine Rechtsanwältin des Vereins und eine PR-Beraterin.Es ist viel über den Verein geschrieben worden in der letzten Zeit, die Artikel waren nicht immer positiv. Jetzt gilt es, das eigene Image ins rechte Licht zu rücken. Es ist der Versuch, öffentliches Vertrauen zurückzugewinnen. Vor allem auch das Vertrauen der Spender, die den Verein in der Vergangenheit üppig bedacht haben.In der Hamburger High Society ist SterniPark beliebt, Dana Schweiger, Frau des Schauspielers Til, engagiert sich ebenso wie Britta Kerner, Ehefrau des Moderators Johannes B., und selbst Bischöfin Maria Jepsen. Ein wahrer Spendenregen ging über dem Verein nieder, allein “Bild” gab 250.000 Euro für den vermeintlich wohltätigen Zweck.

Streit über Babyklappen: Kampf ums Kind – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Panorama

Es mutet seltsam an: Aber überall dort, wo “Frauen autonom sozial handeln”, gibt es keinerlei Transparenz. Ganz so, als ob per se Alles, was Frauen tun, für die Betroffenen gut sein muss.
Wenn eine Gesellschaft so denkt, so läuft sie Gefahr, dass ein Vertrauensvorschuss  hinterher als Blauäugigkeit enttarnt werden muss.