Frankfurt am Main: Mädchengang verprügelt Streitschlichter in U-Bahn

Er wollte Zivilcourage beweisen und landete im Krankenhaus: Ein 51-Jähriger mischte sich in einen handfesten Streit unter drei jungen Frauen in einer U-Bahn ein und wollte zu Hilfe eilen. Die Situation eskalierte: Als der 51-Jährige zu Boden ging, trat ihm eine 17-Jährige auf den Kopf.

Wegen Gewaltdelikten vorbestrafte junge Frauen haben einen Fahrgast in der Frankfurter U-Bahn attackiert und schwer verletzt. Der 51-Jährige wollte am Mittwochabend einem anderen von der Mädchengang bedrängten Mann helfen, wie die Polizei mitteilte. Das Opfer befand sich auch weiter im Krankenhaus; Lebensgefahr bestand aber nicht. Die Kripo kritisierte, dass etwa 20 Männer und Frauen der Gewaltattacke tatenlos zugesehen haben.

Der Attacke voran ging laut Polizei ein lautstarker Streit unter den drei jungen Frauen im Alter von 17 und 19 Jahren, der in Handgreiflichkeiten ausartete. Ein Fahrgast versuchte zu schlichten, wurde jedoch angepöbelt. Der 51-Jährige wollte dem Mann zu Hilfe kommen und packte dabei eine der Frauen am Arm. Daraufhin solidarisierten sich diese plötzlich. Eine Jugendliche schlug auf den 51-Jährigen ein und riss ihn nieder. Es kam zu einem heftigen Gerangel.

Frankfurt am Main: Mädchengang verprügelt Streitschlichter in U-Bahn – Nachrichten Vermischtes – WELT ONLINE

Na, die Gewalt eskaliert, wenn man Mädchen als Täterinnen ausblendet.

Täterin nach versuchtem Totschlag reuelos

Sächsische Zeitung [online] – Politik: Fall Yvonne: Täterin zeigt keinerlei Reue

Aus Eifersucht wurde die 13-jährige Yvonne fast zu Tode gequält: Das Landgericht Dresden verhängte gestern gegen die 14-jährige Täterin mit knapp fünf Jahren Haft fast die Höchststrafe. Yvonne war im Januar am Stadtrand von Dresden überfallen und schwer misshandelt worden. Die Vorsitzende Richterin Michaela Kessler sprach von einer bemerkenswerten Gewaltorgie. „Es ist ein Wunder, dass das Opfer überlebt hat.“ Das Gericht ging mit vier Jahren und acht Monaten Jugendstrafe für gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Aussetzung deutlich über die Forderung der Staatsanwaltschaft von vier Jahren hinaus.

Regungslose Täterin

Nach Feststellungen des Gerichts war sie wütend auf Yvonne, weil die ihr angeblich immer wieder Jungen ausgespannt haben soll. „Sie war extrem eifersüchtig und hat Yvonne als Konkurrentin gesehen“, sagte die Richterin. An jenem Abend sei es eskaliert. „Es war eine unglaublich brutale Tat aus nichtigem Anlass und Lust an Gewalt.“

Frau prügelt Ehemann – das nennt die Presse: missliche Lage

FÜRTH (ja) – In der Fürther Westvorstadt hat am Mittwoch eine 56-jährige Frau ihren Ehemann in der Wohnung eingesperrt und geschlagen. Die Polizei musste die Wohnungstür eintreten, um den Mann zu befreien.Gegen 18.45 Uhr hatte der 58-Jährige in einem Notruf an die Polizeieinsatzzentrale mitgeteilt, dass er von seiner Frau geschlagen werde. Noch während des Notrufs wurde das Gespräch unterbrochen. Wenig später meldete er sich erneut bei der Polizei: Seine Frau habe ihn nun ins Wohnzimmer eingesperrt, auf Grund einer Erkrankung leide er unter Atemnot.Als die Streife der PI Fürth eintraf, weigerte sich die 56-Jährige, die Wohnungstür zu öffnen. Da aber nach Meinung der Beamten wegen des Notrufs ein erhebliches Risiko für das Leben des Mannes bestand, traten die Polizisten die Wohnungstür ein. Die Frau, die bewusst den Weg verstellte, musste von den Beamten mit Zwang aus der Wohnung gezogen und festgehalten werden. Anschließend befreiten die Beamten den Mann aus seiner misslichen Lage.

Druckversion Artikel aus Lokales Fürther Nachrichten

Wieder mal klar, wie hier berichtet wird. Eine “missliche Lage” ist es also, wenn männliche Menschen Opfer werden. Na denn! Wenn so über Frauen als Opfer berichtet würde, wäre es ein Skandal.

Gefährlichkeit der mutmasslichen Täterin unterschätzt (Schweiz, NZZ Online)

Das Tötungsdelikt einer als gefährlich bekannten 22-Jährigen an einem Sri-Lanker im Berner Florapark hat für die Psychiatrischen Dienste keine Konsequenzen. Die Experten hatten gemäss einem Untersuchungsbericht die Gefährlichkeit falsch eingeschätzt.(sda)

Eine Untersuchung der Umstände rund um das Tötungsdelikt im Berner Florapark zeigt, dass die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) die Gefährlichkeit der mutmasslichen Täterin unterschätzt hatten. Die Regierung ergreift aber keine Massnahmen. Dies entspricht den Empfehlungen der amtlichen Untersuchung, wie Regierungsrat Philippe Perrenoud (sp.) am Dienstag vor den Medien in Bern sagte. Die Untersuchung wurde von alt Obergerichtspräsident Ueli Hofer im Auftrag Perrenouds geführt. …

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass sie vor der Tat mehrmals von der Polizei aufgegriffen worden war. Zudem hatte sie im Alter von 15 Jahren versucht, ihren Bruder mit einem Messer zu töten. Dafür wurde sie von der zuständigen Jugendanwaltschaft im Kanton Zürich in eine kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtung eingewiesen.

Gefährlichkeit der mutmasslichen Täterin unterschätzt (Schweiz, NZZ Online)

Könnte es vielleicht sein, dass einfach die Gefährlichkeitsunterschätzung auch mit dem Geschlecht der Täterin zusammenhängt?

Sich zu prügeln und gleichzeitig ein attraktives Mädchen zu sein, ist kein Widerspruch für die Täterinnen

Gewalt ist keine Frage des Geschlechts, auch Mädchen lassen bei Konflikten zunehmend die Fäuste sprechen. Nadine, 17, ist mit Kontrahentinnen nicht zimperlich. Nur in Stöckelschuhen hält sie sich zurück: “Das schaut überhaupt nicht gut aus.”

Wer Nadine* falsch anschaut, lebt gefährlich. “So schief von oben nach unten, ich hasse das”, sagt die 17-Jährige. Wenn Nadine schlechte Laune hat, kann ein Blick ausreichen, schon explodiert sie. Dann schlägt sie mit der Faust ins Gesicht, tritt mit dem Fuß in den Magen. Kieferbruch, Milzriss, Leberprellung sind ihre Rache für den falschen Blick.

Seit sie elf Jahre alt ist, prügelt Nadine. Gründe für schlechte Laune gibt es beinahe täglich: Streit mit den Eltern oder den Schwestern, Stress in der Schule. “Wer dann als erster dumm schaut, hat halt Pech gehabt.” Sie sagt das mit einem Lächeln, halb stolz, halb entschuldigend. Nur wenige haben sie danach angezeigt. “Die anderen hatten Angst.” …

Dass gerade der Anteil der prügelnden Mädchen so stark angestiegen ist, sieht die Soziologin Bruhns auch als Folge eines veränderten weiblichen Rollenbilds: “Heute sollen sich auch Frauen durchsetzen können, sich nichts gefallen lassen. Das spielt eine ganz zentrale Rolle in der Argumentation der Mädchen. Gerade wenn sie in ihren Familien noch ein Bild vermittelt bekommen, dass Frauen sich eigentlich unterordnen müssen, dass Weiblichkeit Schwäche assoziiert, dann lehnen sie sich dagegen auf. Sie wollen keine Opfer sein. Im Gegensatz zu früher ist Schwäche auch bei Frauen keine Tugend mehr. Sich zu prügeln und gleichzeitig ein attraktives Mädchen zu sein, ist kein Widerspruch für die Täterinnen.”

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