Häusliche Gewalt: jeder angezeigte 10.Täter ist eine Täterin

Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit sorgen auch in den Ehen und Partnerschaften im Land ob der Enns für immer mehr Auseinandersetzungen: Allein in Linz musste die Polizei heuer schon 120-mal Streitereien schlichten. Die Hälfte davon artete in Gewaltattacken aus. In fast jedem zehnten Fall ist eine Frau die Täterin.

Jedes Jahr müssen im Land ob der Enns mehr als 1.000 Betretungsverbote nach häuslicher Gewalt verhängt werden. Und diese Zahl nimmt ständig zu. Allein im heurigen Jahr wurden Polizeibeamte in etwa 60 Fällen als Streitschlichter in Wohnungen geholt.

In fast ebenso vielen Fällen blieb es nicht bei verbalen Streitereien. Die Auseinandersetzungen arteten gewalttätig aus, zwischen Eheleuten und Partnern flogen die Fetzen, das Geschirr oder gar Einrichtungsgegenstände.

Brutaler „Rosenkrieg“
Als Hauptursachen für die brutalen „Rosenkriege“ werden von Experten die zunehmende Arbeitslosigkeit, der Angst um den Job und ein übermäßiger Alkoholkonsum genannt. Auffällig in den vergangenen Jahren ist dabei die Zunahme an weiblichen Tätern. Bereits fast jedes zehnte Betretungsverbot wurde gegen eine gewalttätige Frau ausgesprochen.
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Stalking-Anzeige gegen Hunziker

Seit Jahren engagiert sie sich für Stalking-Opfer, auch weil sie selbst leidvolle Erfahrungen mit hartnäckigen Fans gemacht hat. Nun steht Michelle Hunziker (33) selbst im Verdacht, Täterin zu sein.Ausgerechnet der Ex-Freund ihrer Mutter, Roberto Simioli, hat die schöne Michelle wegen „massiver Bedrohung“, „Verleumdung“ und „Eingriffs in die Privatsphäre“ angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Mailand ermittelt bereits. Seltsamerweise hatte Hunziker selbst wiederholt öffentlich vermutet, dass Simioli hinter belästigenden Briefen und SMS an sie stecken würde, beweisen ließ sich ihr Vorwurf aber nie.Michelle machte ihn zudem dafür verantwortlich, dass die Beziehung zu ihrer Mutter Ineke (67) jahrelang in Trümmern lag. Erst nachdem sich Ineke 2009 vom Italiener trennte, kam es zur Versöhnung mit ihrer Tochter.

Gottschalks Co-Moderatorin soll den Ex-Freund ihrer Mutter wiederholt belästigt haben : Stalking-Anzeige gegen Hunziker – B.Z. Berlin – FERNSEHEN

Missbrauch an evangelischem Kinderheim: Erzieherpaar zwang Jungen zu Sex-Spielen

Ein ehemaliger Bewohner des Heims, das von der Bergischen Diakonie Aprath betrieben wurde, berichtet im „Kölner Stadtanzeiger“ von perversen Übergriffen – durch ein Erzieherpärchen, das nur an Wochenenden aktiv wurde: „Wenn die anderen Kinder bei den Eltern waren, wurde ich auf deren Zimmer gerufen. Da musste ich bei deren Sex-Spielen mitmachen.“

Missbrauch an evangelischem Kinderheim: Erzieherpaar zwang Jungen zu Sex-Spielen – News – Bild.de

Verbrechen verliert sein „Geschlecht“

Eine 14-Jährige, die in Wien ihre Mutter tötet, eine Frau, die in Salzburg eine Bank überfällt – Fälle wie diese sorgen dafür, dass eine alte Frage wieder aufs Tapet kommt. Nämlich: Werden Frauen brutaler? Holen sie bei der Kriminalität auf?…

„Heute schließen sich auch junge Mädchen zu Banden zusammen. Denken Sie mal ein paar Jahrzehnte zurück, an die Generation Ihrer Großmutter, ob das damals möglich gewesen wäre.“Den Grund für diese Entwicklung ortet der Kriminalpsychologe in allgemeinen soziologischen Faktoren oder ganz banal in „mehr Möglichkeiten“.

Die Prognose des Experten bedeutet allerdings nicht, dass sich der „Modus operandi“ der Täterinnen radikal verändert: Noch immer, sagt Hauptmann, würden Frauen eher verleumden als körperlich attackieren, eher Gift benutzen als mit der Hacke zuschlagen.

Mildere Strafen: Unfair?Und auch im Strafmaß bestehen nach wie vor Unterschiede: „Frauen“, sagt Hauptmann, „werden tendenziell milder bestraft.“ Warum? „Das hat mit der sozialen Beeindruckbarkeit zu tun“, sprich: Bei Frauen genügt demnach eine geringere Strafe zur Abschreckung.

Unfair? „Nur dann, wenn Sie strikt von einer numerischen Gerechtigkeit ausgehen.“ Er selbst finde unterschiedliche Strafen – soweit nicht andere Faktoren wie „Mitleid oder ein hübscher Augenaufschlag“ dazukämen – durchaus gerechtfertigt.

Verbrechen verliert sein „Geschlecht“ « DiePresse.com

Das große Männermeucheln

Frau Amberg ist außer sich: Nicht genug, dass die Stargeigerin ihrem Mann einen Autosalon finanziert, nein, er hat offenbar auf ihre Kosten auch noch eine Wohnung gemietet, in der er eine proletarische Blondine zu begatten pflegt. Frau Amberg ist deshalb wirklich wütend. Sie schubst ihren Gatten durch sein Liebesnest. Er stolpert rückwärts. Sie schubst ihn weiter. Bis zum offenen Fenster. Er wehrt sich. Sie schubst noch einmal. Herr Amberg ist dann fünf oder sechs Stockwerke lang unterwegs
Mit dieser kapitalen Straftat beginnt der ZDF-Montagsfilm „Böses Erwachen“. Hätte hier ein Mann seine Frau in die Tiefe gestoßen, dann wäre daraus wohl eher ein herb-bitteres Kriminalstück geworden. Das wäre nämlich gar nicht lustig. So aber ist es der Ausgangspunkt für eine – wenn auch rabenschwarze – Komödie.Und man braucht nicht mal zu diskutieren, ob es im Affekt geschah. Ach wo. Den milderndsten aller Umstände kann die Täterin beim Publikum ohnehin in Anspruch nehmen: Sie ist eine Frau. Frauen dürfen das. Auch das weibliche Verbrechen hat eine höhere intellektuelle und sittliche Qualität: Gilt der klassische Frauenmörder als triebgesteuertes Monster, erscheinen Männermeuchlerinnen regelmäßig als patente, raffinierte Weibsbilder, die endlich jene Kerle erledigen, die schon lange mal fällig waren. Die Schriftstellerin Ingrid Noll hat mit solchen Sympathieträgerinnen Millionen verdient.Offenbar sind Frauen aller Emanzipation zum Trotz immer noch so sehr Underdogs, dass es in der Gesellschaft – auch bei Männern – für umso mehr Freude und Genugtuung sorgt, wenn Frauen in Täterrollen erscheinen.

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