Ich bin (k)eine Mörderin, wie die Fernseh-Dokumentation beweisen will…

Ulrike C. war 37, als sie in den Frauenknast von Vechta kam. Wenn sie 2016 ihre Strafe abgesessen hat, ist sie 52 Jahre alt. Sie ist wegen Raubmordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.Ulrike C. arbeitet als Anstreicherin in dem über 200 Jahre alten Knast von Vechta. Eine schwere Arbeit: Eisengeländer entrosten, dicke Eichentüren abschleifen. Abends spielt sie in der Zelle Choräle auf einer alten Heimorgel. “Ich muss mich beschäftigen, denn ich will nicht so viel nachdenken”, sagt sie. “Sonst halte ich das hier nicht aus.”

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Liest man allein die Beschreibung des Films, so wird klar, dass der Film pünktlich zum “Weltfrauentag” auch wirklich ausgestrahlt werden durfte. Der Autor berichtet offenbar passend zur üblichen Doktrin, Frauen seinen eben doch die besseren Menschen…

Zitat:

Weniger als fünf Prozent aller Inhaftierten in Deutschland sind weiblich. Die Justizvollzugsanstalt für Frauen in Vechta ist eines der wenigen Frauengefängnisse in Deutschland. Die meisten der 132 weiblichen Häftlinge kommen mit der Haft, der Schuld und der Trennung von Partnern, Familien, Kindern und Freunden nur schwer zurecht. Deshalb ist der Strafvollzug hier auch längst nicht so hart wie im Männerknast: “Viele der Frauen waren Opfer, bevor sie Täterinnen wurden”, sagt Anstaltsleiter Oliver Wessels, “wir müssen erst einmal ihr Selbstwertgefühl kräftigen, damit sie stark werden für die Welt, in die sie zurückkehren sollen.”.

Für jeden Mann, der in den Knast kommt, gilt also gemäß der hier vetretenen Logik, dass er allein aufgrund seiner Geschlechtszugehörigkeit nicht Opfer sein kann, bevor er Täter wurde. Deshalb muss der Knast für Männer ja auch härter sein. Das Selbstbewusstsein der Männer muss also im Knast gebrochen werden, damit sie später friedlich werden.
Diese Logik führt dann zwingend logisch zu den fast verschwindend geringen Rückfallquoten bei männlichen Tätern, die den Knast hinter sich bringen… (Vorsicht: Ironie!)

Zitat:

Lutz G. Wetzel durfte sich mit einem Kamerateam frei im Frauenknast von Vechta bewegen, weibliche Inhaftierte äußern sich freimütig über ihr Leben. Der Film gibt Einblicke in eine Welt voller Verletzlichkeit, Enttäuschung und Sehnsüchte, aber auch voller Misstrauen und Neid. Und doch sind es auch starke Frauen, die in der Einsamkeit der winzigen Hafträume gegen Verzweiflung und Resignation kämpfen, obwohl sie wissen, dass oft noch viele Jahre im Frauenknast vor ihnen liegen.

Na, super!

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