Es darf nicht sein, was nicht sein darf… Befremdliche Expertin reagiert befremdet auf Kritik Teil(2)

2. Teil
Offenbar hat Herr Prof. Amend eine ziemliche Welle der Empörung verursacht, als er auf die männerfeindliche Reklame der österreichischen Frauenministerin reagiert hat( wir berichteten).

Viele Kommentare von Männern, die sich hier offenbar verstanden fühlten, und von Frauen, die sich mehrheitlich angegriffen fühlten, waren die direkte “Antwort”.

Die erste “Artikel-Reaktion” kam auch ziemlich prompt. Vier Tage später artikelte Julia Girardi, Advocacy Officer WAVE (Women against Violence Europe) aus dem Verein AÖF… wie folgt:

Replik: Befremdliche Gewalttheorien bei Amendt

Befremdlich wirkt die Argumentation des Prof. Amendt, wonach er mit einer Männerbefragung (Amendt zitiert eine durch sein Institut durchgeführte Befragung von 3600 Männern) zu subjektiven Gewalttheorien internationale Studien widerlegt sieht. Die Bewerbung der Frauenhelpline, die im Jahr 2006 über 7000 Anrufe beantwortete, passierte im Zuge der Europaratskampagne “Stoppt häusliche Gewalt gegen Frauen“, die von November 2006 bis Juni 2008 in allen 47 europäischen Mitgliedsländern läuft. Laut internationalen Zahlen von UNO und Europarat sind 12-15 Prozent aller Frauen regelmäßig von häuslicher Gewalt betroffen und bis zu 25 Prozent aller Frauen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens durch den eigenen Partner. Alleine in Wien gingen 2006 bei der Polizei 4189 Anzeigen bezüglich häuslicher Gewalt ein, wobei 91 Prozent der Opfer weiblich und 92 Prozent der Gefährder männlich waren. Diese realen Zahlen (siehe die Statistik der Interventionstelle Wien) sind europaweit verblüffend ähnlich und stellen keine “vereinzelten Erfahrungen oder Episoden” dar.

Frau Girardy ist also befremdet. Vielleicht deshalb, weil ihr einige Wahrheiten einfach fremd sind?

Herr Professor Amend hat in seinem Artikel den – weithin bekannten, und von ihr hier nur erneut zitierten – offiziellen Hellfeldzahlen über häusliche Gewalt seine Ergebnisse einer Dunkelfeldbefragung gegenübergestellt.

Doch offenbar kann die Autorin zwischen Beidem nicht so recht unterscheiden.schadenfreude4.jpg
Sonst hätte sie sich vermutlich für ihre “öffentlich-wissenschaftliche Entgleisung” so geschämt, dass sie sie vielleicht erst gar nicht veröffentlich hätte.

Natürlich sind vorliegende “Hellfeldzahlen” andere als die Ergebnisse einer Dunkelfeld- Studie von Prof. Amend.

Zum einen, weil die Anzeigebereitschaft von Frauen in Fällen häuslicher Gewalt wesentlich höher als die von männlichen Opfern ist, eben weil Frauen gesellschaftlich als Opfer gesehen werden, und sie deshalb geringere Hemmungen haben, als Opfer eine Anzeige zu erstatten.

Werden Männer geschlagen, gehen sie sicher nicht zur Polizei, weil sie befürchten, sich der Lächerlichkeit preiszugeben.

Und zum Zweiten: weil Hellfelduntersuchungen immer andere Ergebnisse als Dunkelfeldbefragungen zu Tage fördern, sonst wären letztlich die Begriffe in ihrer Unterschiedlicheit so überflüssig wie die damit verbundene Forschung.

Doch gerade die Dunkelfelduntersuchungen sind ein notwendiger Bestandteil der Gewaltforschung und damit nicht zuletzt eine wesentliche Voraussetzung für professionelles Handeln im Bereich der psychosozialen Arbeit mit Opfern und Tätern.

Doch nicht nur die Gleichsetzung von Hell- und Dunkelfeld disqualifiziert den Artikel von Frau Girardi.

Prof. Amend setzt sich in seinem Artikel intensiv mit der allgemeinen “Meinungsmache gegen Männer” auseinander und kritisiert die ministerial in Szene gesetzte Männerfeindlichkeit.
Zu der dezidiert vorgetragenen Kritik und dem Hinweis auf die Tatsache, dass es prügelnde Mütter gibt, gibt es keinerlei Einlassungen von Frau Girardi.

Weshalb nicht?
Vielleicht: weil eben nicht sein darf, was nicht sein darf, weil es immer
schon nicht sein schadenfreude5.jpgdurfte? Und deshalb auch so schnell keine schlüssige Antwort einfällt?

Es ist offenbar gesellschaftlicher Konsens, dass Männer von Frauen ruhig geschlagen werden können, denn Männer sind sowieso die “schlimmen Monster” und Frauen rächen sich ja nur… (Schadenfreude inklusive.)

Folgendes Video passt zum Thema wie die Faust auf´s Auge:

Keine Sorge, es ist ein nur ein Werbeclip.
Fernsehwerbung 2006.
Und die funktioniert bekanntlich nur dann, wenn sie gemeinhin auch verstanden und gebilligt wird.

Wie würden wohl Frauenverbände und Fernsehräte auf den Clip reagieren, wenn die Rollen vertauscht wären? Wenn also vier Männer eine Szene immer wieder aufs Neue ansehen würden, in der ein Mann eine Frau ohrfeigt, um sich anschließend feixend zuzuprosten?

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###articles###

  1. Gewaltdefinition
  2. Täterinnen bei häuslicher Gewalt
  3. Parlamentarische Staatssekretärin Caspers-Merk: Häusliche Gewalt darf kein Tabuthema sein

Kommentare

  1. christopher_2008 meint:

    Ich finde interessant, dass ich in unserer sich sehr schnell entwickelnden Gesellschaft immer mehr junge Frauen antreffe, die mit der gewaltverherrlichenden Art des (alten)Feminismus so anscheinend gar nichts mehr anfangen können und sich zusehends unwohl neben jenen “selbstbewußten” Frauen fühlen. Mit der in dem Videoclip dargestellten Frauenclique möchten die sich bestimmt nicht indentifizieren, da es einfach nur dümmlich ist. Die meiste derartige Werbung und Filme, in denen Frauen als gewaltbereite “Rambo”- und “Superheld”-Frauen auftreten, stammt aus den USA, dort, wo z.B. Schwulsein als etwas viel Verwerflichers angesehen wird, was wohl dort zu der Ansicht führt, dass derartige Gewaltdarstellungen gegen Männer hingegen “kultivierter” seien. Leider hat diese männerverachtende Darstellung längst auch in unserer Medienlandschaft Einzug gehalten (siehe Billig-Soaps, alle 15 min. langanhaltende dümmliche Reklameunterbrechnungen), welche unsere vor den Fernseher hingesetzten Kinder unserer vielen alleinerziehenden Damen, unzensiert und unkommentiert konsumieren. Es muß hierfür eine strengere Kontrolle her, die da heißt: “diese Werbung ist für Kinder und Jungendliche unter …Jahren nicht geeignet!” und muß auf den Zensus als jugendgefährdendes, da gewaltverherrlichendes bzw. der Anstachelung zur Gewalt geeignetes Erzeugnis gestellt werden.

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