Schon wieder: Selbst beim Morden sind die Frauen einfach moralisch besser!

Wir haben ja schon über die psychologischen Thesen des Polizisten Stefan Harbort berichtet – doch offenbar taugt das Buch zu vielen Rezensionen.
Nun trieft es genderpolitisch korrekt aus der FAZ. Eine Kostprobe:

Der Leser erfährt die wesentlichen Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Serienmörder(inne)n: männliche Serientäter töteten überwiegend fremde Opfer, Frauen hingegen Kinder sowie Frauen und Männer, die ihnen nahestanden, die sie kannten, für die sie sorgen sollten.

Auf dem “Boden soliden Fachwissens” wird hier eine sozialpsychologische Dünnbrettbohrerei veranstaltet, die Fachleuten die Tränen in die Augen treibt.

Und die FAZ steigt geradewegs unkritisch ein, und verkauft eine Werbeanzeige als Artikel.

Doch eines ist wirklich interessant, das wusste ich auch noch nicht:

Serienmörderinnen waren seltener vorbestraft, kamen häufiger aus intakten Familien, waren sozial besser integriert, öfter verheiratet – oder dann verwitwet – und bei der ersten Tat im Durchschnitt zweiunddreißig Jahre alt.
Sie konnten sich dem Zugriff der Ermittler im Schnitt sechseinhalb Jahre entziehen, männliche Serienmörder hingegen nur zweieinhalb Jahre. Während männliche Serientäter erwürgt, erdrosselt, erschossen oder erschlagen haben, haben Frauen ihre Opfer überwiegend vergiftet (oft mit Medikamenten) oder erstickt, was dazu beitrug, dass ihre Tat oft lange unbemerkt blieb.

Sicher liegt das alles nur an der Dummheit der männlichen Täter – nicht aber an der irrwitzigen Vermutung meinerseits, dass Frauen einfach nicht in das reguläre Beuteschema der Polizei fallen. Weil Polizisten Menschen sind, denen von jeher eingehämmert wurde, Frauen seien nicht so gewalttätig.

Hier ist die FAZ-Werbeanzeige für das Buch zu finden.

  1. Institutionen
  2. Impressum
  3. Gewaltdefinition

Kommentare

  1. Peter meint:

    “Die bedeutendsten Unterschiede findet Harbort in der Motivlage: „Während Männer größtenteils morden, um ihre Opfer auf unterschiedlichste Weise zu beherrschen und zu vernichten, töten Frauen, um sich nicht beherrschen und vernichten zu lassen. Während der männliche Serientäter Grenzen überschreitet, versucht sein weibliches Pendant, Grenzen zu ziehen und zu erhalten.“ Es gehe bei den Frauen vornehmlich um „Selbstschutz, Selbstachtung, Selbsterhaltung“. Korrekt gegendert: Die weibliche Serienmörderin hat edlere Motive als ihr männliches Pendant.”

    das ist doch auch ein netter absatz, übrigens ein mann, der seine ex ermordet, tötet auch, damit sie ihn aufgrund diverser gesetze nicht beherrschen und ruinieren kann, da geht es auch um selbsterhaltung, selbstschutz und selbstachtung (er soll unterhalt auch noch für eine frau bezahlen, die ihn betrügt, die ihm fremde kinder unterjubelt – wenn man sich die zahlen anschaut, dann sind männer eigentlich ganz friedfertige menschen und zeitgenossen, ca. 35.000 bis 70.000 kuckuckskinder in deutschland pro jahr und wie viele morde an frauen??, wie viele buben werden von ihren müttern jahrelang geschlagen und missbraucht und wie viele morde passieren an frauen??
    außerdem ist alles relativ, auch der mann, der seine frau bei einem “ehrenmord” tötet versucht Grenzen zu ziehen und zu erhalten.

    ich frage mich, was da für leute in den abteilungen der kriminalpolizei arbeiten.

    in österreich beim fall fritzl, war auch so ein paradebeispiel von kriminalist, der meinte doch tatsächlich, dass er sich nicht vorstellen kann, dass die mutter da mitgemacht hat, aber er hatte kein problem damit sich vorzustellen, dass die mutter des opfers über 20 jahre lang nichts mitbekommen hat, und da sich der herr kriminalkommissar das nicht vorstellen kann, untersucht er auch nicht in diese richtung…

    es ist doch eigenartig, angeblich werden 50% aller morde nicht entdeckt so sagen es zumindest die gerichtsmediziner und männer sterben im schnitt 6 jahre vor den frauen, die aber unterdrückt und ausgebeutet werden, wenn man dann noch bedenkt, wie frauen reagieren, wenn er in pension gehen kann, dann habe ich die schlimmsten befürchtungen.

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