Prof. Dr. Gerhard Amend hat eine Studie über Scheidungsväter durchgeführt, deren Ergebnisse im Campus-Verlag erschienen sind.
Zitat:
Fast ein Drittel aller befragten Männer berichteten davon, dass es zu Handgreiflichkeiten während ihrer Scheidung gekommen sei. Davon gingen fast zwei Drittel von den Expartnerinnen aus. Frauen erscheinen in diesem Zusammenhang somit erstmals als aggressiv und handgreiflich in einem strapazierenden Beziehungskonflikt. Aus der Sicht unserer Forschung entpuppt sich die Trennung von Partnern erstmals auch als das lebensgeschichtlich und psychodynamisch bedeutsamste Zentrum von Handgreiflichkeiten. Scheidungen sind ein hochgradig mit Gewaltphantasien und -handlungen gesättigter sozialpsychologischer Kontext. Wundern kann das eigentlich nicht.
Handgreifliche Episoden während der Scheidung können die Ge¬schichte eines Paares prägen. In 45 Prozent dieser Fälle handelte es sich nämlich nicht nur um ein- oder zweimalige »Entgleisungen« während der heißen Trennungsphase, sondern um körper¬liche Auseinanderset¬zungen, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Dabei wurde in unserer Befragung deutlich, dass Frauen weitaus häufiger handgreiflich werden als allgemein angenommen. Es gibt demnach eine eigenständige »Kultur« weiblicher Handgreiflichkeiten.
Einen Auszug können Sie sich hier herunterladen: Textauszug AHMEND
