“Er wehrte sich, er war ja ein starker Junge”Aus Lübeck berichtet Julia Jüttner
Sie rührte ihrem achtjährigen Sohn Marko Schlaftabletten in die Cola und ertränkte ihn in der Badewanne: Uta G. steht wegen Mordes vor dem Lübecker Landgericht. Ihre Freundin hatte die Tragödie vorausgesehen und Tage zuvor die Polizei alarmiert – vergeblich.
Lübeck – Das goldene Kreuz, das sie an einer dünnen Kette um den Hals trägt, glänzt im Licht, als Uta G. zaghaft den Saal 163 des Lübecker Landgerichts betritt. Die Unsicherheit ist ihr anzusehen. Dennoch hat sich die studierte Ernährungswissenschaftlerin dazu durchgerungen, den Mord an ihrem eigenen Sohn vollständig aufklären zu lassen. Einen Mord, den sie selbst verursacht hat. Uta G. ertränkte ihr achtjähriges Kind in der Badewanne.
Vorsicht! Liest man den Artikel weiter, so können einem wirklich Zweifel kommen… Die Mutter – also die Mörderin – wird hier wieder von der weiblichen Autorin allzusehr als Opfer dargestellt. Schlimme Kindheit, Schulden, einfach fast jedes Klischee wird bedient. Zitat:
Nachdem Uta G. ihren Sohn getötet hat, schluckte sie mehr als 40 Schmerz- und Schlaftabletten. “An mehr kann ich mich nicht erinnern”, sagt sie vor Gericht. Ihre Freundin, die sie aus der Kirchenarbeit kennt, alarmierte die Polizei, weil Marko nicht zur Schule erschien. Uta G. konnte gerettet werden.
Für sie ist das wohl die schlimmste Strafe.
Nachtrag einen Tag später: Spiegel-Online schreibt:
Uta G. hat ihren achtjährigen Sohn getötet: Im Prozess um den Mord an dem Kind ist die angeklagte Mutter während der Verhandlung zusammengebrochen. Die Schilderungen einer Gerichtsmedizinerin über den Leichnam ihres Sohnes ertrug sie nicht.
Lübeck – Der Mord-Prozess musste unterbrochen worden. Auslöser für den Nervenzusammenbruch der Mutter waren die Schilderungen einer Gerichtsmedizinerin über den Zustand der Leiche des Jungen.
Die angeklagte Uta G. hatte zu Prozessbeginn am Dienstag gestanden, im Mai dieses Jahres aus Verzweiflung über ihre finanzielle Situation ihren Sohn in der Badewanne ertränkt zu haben. Die 46-Jährige muss sich wegen Mordes vor der I. Großen Strafkammer des Lübecker Landgerichts verantworten.
Uta G. hatte darum gebeten, das Gutachten der Gerichtsmedizinerin nicht anhören zu müssen. Als der Richter ihr jedoch nicht erlaubte, den Saal zu verlassen, begann sie zu zittern und zu schluchzen. Die Frau musste in die Krankenstation der Justizvollzugsanstalt gebracht werden.
Frage: Wäre ein Mann wegen eines Nervenzusammenbruchs auch auf die Krankenstation grekommen?

ja der bericht bzw diese wiedergabe subjektiver wahrnehmungen der journalistin ist schon erschreckend
da wird von einer armen zarten, hilflosen frau gesprochen, ansoinsten hört man ja immer nur von der taffen, starken, selbstbewussten frau, sobald frau verbrecherin ist bzw eines verbrechens verdächtigt wird, sind sie ganz arme verschüchterte geschöpfe
der hammer ist aber wohl der letzte satz “für sie ist es wohl die schlimmste strafe”
wann hört man das eigentlich wenn ein mann ein kind umbringt oder missbraucht??
ich frage mich was schreibt diese frau eigentlich bei einem tödlichen übergriff auf einen schwarzen ??
schreibt sie dann auch in der ersten zeile
“Mord” und in der zweiten
“Er wehrte sich, er war ja ein starker, großer schwarzer”
ob das der spiegel dann auch veröffentlichen würde???
achtung sarkasmus
ich warte auf den tv-beitrag, wo ein tv-journalist von einem mord eines mannes an seiner exfreundin oder exfrau berichtet und am ende des beitrages sagt er dann mit ganz betroffener stimme und gesichtsausdruck (im hintergrund wird derweil die leiche der frau abtransportiert)
“für ihn – ist es wohl die schlimmste strafe, er hat heute um 13:45 nach eigener aussage die liebe seines lebens verloren”
frage wie lange dürfte der journalist bzw die verantwortlichen für die ausstrahlung des beitrages weiter für den tv sender moderieren oder arbeiten??