Opfer als Täterin: Frau erfand brutalen Überfall

Die üble Geschichte: 

Nach den damaligen Schilderungen der vermeintlich Geschädigten war sie an einem normalen Wochentag, gegen 12 Uhr, mit dem Fahrrad und in Begleitung ihres Hundes zur Ems im Bereich des Bentlager Waldes gefahren. In der Nähe des Einlaufs vom Hengemühlbach hätten sie dann mehrere Jugendliche angesprochen, nach einer Zigarette gefragt, bedrängt und schlussendlich in die Ems gestoßen. Mit einem Rasier- bzw. Haarschneidegerät wären ihr dann die Haare abgeschnitten worden.

Münstersche Zeitung | Opfer als Täterin: Frau erfand brutalen Überfall

 

Mit Phantomfoto ein Phantom gesucht

Die Polizei in Rheine leitete sofort umfangreiche Ermittlungen ein. Der Bereich des Bentlager Waldes wurde intensiv mit zivilen und uniformierten Streifen beobachtet. Mit einem Phantomfoto wurden über die Zeitungen Zeugen gesucht. Alle Bemühungen blieben ohne Erfolg, es meldeten sich keine Augenzeugen der Tat oder Hinweisgeber, die Angaben zu der Person auf dem Phantomfoto machen konnten.,,,  

Auch die Frau selbst  wurde vom Ermittler des Kriminalkommissariates mehrfach zum Sachverhalt gefragt; sie blieb bei ihrer Version. Am vergangenen Dienstag räumte die 46-Jährige endlich dann ein, dass der ganze Vorgang erfunden war. Sie hatte am Emsufer mit ihrem Hund gespielt und war dabei ins Wasser gefallen. Als Erklärung hierfür hatte sie den Überfall vorgeschützt.

So werden Jugendliche verdächtigt, einem weiblichen Opfer Gewalt angetan zu haben.

Was glauben Sie? Hätte ein 46 jähriger Mann, weil er beim Spielen mit dem Hund ins Wasser gefallen war, auch eine solche Geschichte erfunden?
Und: wenn ja, hätte ihm die Polizei geglaubt?

Hier passen halt Täter und Opfer-Schema zusammen, und halten die Polizei in Atem.

  1. © Copyright
  2. Täterin statt Opfer
  3. Eine Gruppe von fünf Mädchen im Alter von schätzungsweise 15 bis 18 Jahren hat in Bad Oeynhausen eine 24-jährige Frau verprügelt.

Über L. Woczelka
Jedes Wegschauen bei gewalttätigen Menschen führt dauerhaft nur zu mehr Opfern. Die stärkste Waffe gegen eine verbreitete Ideologie ist eben die Wahrheit, auch wenn diese für die meisten Menschen noch so unbequem ist...

Kommentare

  1. Peter schreibt:

    so eine geschichte regt mich schon fast nicht mehr auf, obwohl extrem ist es schon

    nur in österreich gibts da eine ganz andere geschichte, die damit endete, dass die frau für die verleumdung das sorgerecht zugesprochen bekam

    http://wien.orf.at/stories/248025/

    “…Behauptete, er hätte sie verletzt
    Weil der 26-Jährige vorerst auf freiem Fuß verblieb, zeigte ihn die Frau weiter an. Sie behauptete nun, er habe ihr aufgelauert, sie beschimpft und verletzt. Sie gab zu Protokoll, er habe ihr eine brennende Zigarette ins Gesicht geworfen und sie sogar mit einem Messer gestochen.

    Die Staatsanwaltschaft sah schließlich Handlungsbedarf und beantragte wegen neuerlicher Tatbegehungsgefahr U-Haft. Der 26-Jährige wanderte ins Gefängnis, wo er über drei Monate blieb – völlig zu Unrecht, wie sich schließlich in seinem Prozess herausstellte.

    Handypeilung brachte ein anderes Ergebnis
    Sein Verteidiger konnte nämlich mittels des Handys seines Mandanten nachweisen, dass dieser zum Zeitpunkt eines behaupteten Übergriffs an einem völlig anderen Ort gewesen war. Das ergab eine nachträgliche Standortpeilung.

    ….

    Freigesprochen – Kind ist weg
    Der Freispruch kam für den Wiener insofern zu spät, als das Sorgerecht für den vier Jahre alten Sohn mittlerweile an die Frau übergegangen war. Er hat dieses bis heute nicht zurückerhalten.

    “Er muss bitten und betteln, wenn er das Kind sehen will”, berichtete sein Anwalt. Nicht ein Mal zu Weihnachten war es dem Vater möglich, seinen Sohn zu treffen, da sich seine Ex-Freundin dagegen “sperrte”.

    Diese zeigte sich nun vor der Richterin teilweise geständig. Ihr Ex-Freund neige zu Gewalttätigkeiten, sie habe die Anzeigen als “einziges Mittel” gesehen, um zu ihrem Kind zu kommen, führte ihr Anwalt ins Treffen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.”

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