Auge um Auge

Auge um Auge

Die Anzahl Frauen, die Männer schlagen, nimmt markant zu

SonntagsZeitung | Artikel Detailseiten

Plötzlich stürzte sie sich auf ihn. Er fiel zu Boden, zog sich Blessuren zu und Rückenschmerzen, die er nie mehr loswurde. Der 40-jährige J. W.* verstand die Welt nicht mehr. Erst wenige Monate war es her, seit er die 32-jährige Tunesierin geheiratet hatte. Er träumte vom Himmel – und erlebte die Hölle. Drohungen, Beschimpfungen, Schläge. Irgendwann nahm er allen Mut zusammen und erstattete Anzeige.Die Frau wurde verurteilt, zu einer Busse von 150 Franken. Zwei Monate später wird das Urteil aufgehoben. Grund: Ein Mann brauche neben Verletzungen zusätzliche Beweise. Heute ist der Taxifahrer ein gebrochener Mann.

J. W. ist kein Einzelfall. Die Anzahl der Frauen, die Männer oder Frauen schlagen, ist in den letzten Jahren markant gestiegen. Das belegen Kriminalstatistiken aus verschiedenen Kantonen im Bereich «Häusliche Gewalt», die der SonntagsZeitung nach Geschlecht der Täter aufgeteilt vorliegen.

so steht es in der Schweizer Sonntagszeitung

und weiter ist zu lesen:

«Frauen haben früher einfach eingesteckt»

«Männer hatten lange keine Chance, sich Gehör zu verschaffen, weil man bei der Polizei nicht in Betracht zog, dass ein Mann von einer Frau geschlagen werden und von der Polizei Hilfe brauchen könnte», sagt Ruscelli. Ein Teufelskreis: Wehrt sich ein Mann, wird er angezeigt. Will er Anzeige erstatten, heisst es, er hätte sich doch wehren können.

Die Kapo St. Gallen befragt jeweils beide Parteien und nötigenfalls Drittpersonen. «Uns reicht es nicht, zu hören, wer was sagt. Wir setzen alles daran, ein möglichst objektives Bild der Lage zu erhalten», sagt Ruscelli. Auch in Zürich wurden die Polizeikräfte sensibilisiert und geschult.

«Frauen haben früher einfach eingesteckt. Heutzutage sind sie sich zunehmend ihrer Rechte bewusst – oder sie schlagen auch einmal zurück», sagt Ariane Rufino, ehemalige Koordinatorin der Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt und Co-Leiterin der Interventionsstelle in Basel, das ebenfalls mehr Fälle von gewalttätigen Frauen verzeichnete.

Leider gibt´s zum Schluss des Artikels die berühmte Kehrtwendung:

Zitat: Einen anderen Erklärungsansatz für die unterschiedliche Entwicklung bei Frauen und Männern hat Andrea Wechlin, Co-Leiterin des Frauenhauses in Luzern: Durch die Sensibilisierung der Behörden seien auch die Täter vorsichtiger geworden. Das zeige sich auch bei der täglichen Arbeit im Frauenhaus. «Manche Männer wissen ganz genau, wie weit die Misshandlungen gehen dürfen, damit es knapp nicht für eine Anzeige reicht.»

Inwieweit dies nun Einfluss auf die Gewalt der Frauen hat, bleibt sowohl in der Logik des Artikels, als auch in der Logik der Frau Wechlin völlig unklar… Hauptsache: Frauen sind wieder Opfer und Männer die einfach böseren Täter.

Tags: ,

  1. Häusliche Gewalt: Frauen schlagen zurück -
  2. Wenn du schläfst, übergiesse ich Dich mit heissem Wasser.
  3. Häusliche Gewalt: Zwei Paare schlagen zu

Über L. Woczelka
Jedes Wegschauen bei gewalttätigen Menschen führt dauerhaft nur zu mehr Opfern. Die stärkste Waffe gegen eine verbreitete Ideologie ist eben die Wahrheit, auch wenn diese für die meisten Menschen noch so unbequem ist...

Schreiben Sie uns Ihre Meinung