Auf Myspace geschehen manchmal seltsame Dinge. Die Plattform ist – wie viele andere Communitys auch – eben auch ein Schmelztiegel für Menschen, die hinter einer anderen, virtuellen Identität getarnt ihr Unwesen treiben.
Nun wird eine 49jährige Frau angeklagt, die in offenbar grausamer Weise als junger Mann getarnt so lange ein 13 jähriges Mädchen quälte, bis dass dieses sich umbrachte.
Die 49jährige gab sich als “Josh” aus und gaukelte dem Kind vor, ein 16jähriger Verehrer zu sein. Zitat:
“Josh” nahm über MySpace gezielt Kontakt zu Megan auf und flirtete mit dem Mädchen. In den darauffolgenden Wochen nahm die Intensität der Kommunikation zu und es wurden auch sexuelle Themen angeschnitten. Er finde sie “sexy” teilte “Josh” dem Mädchen in E-Mails mit – geschrieben am Küchentisch der verfeindeten Familie. Mutter und Tochter lachten sich kaputt, wenn wieder verliebte Antwort-Mails eintrafen, und heckten Pläne aus, wie sie das Kind noch tiefer in ihr teuflisches Werk verstricken könnten. Wenn die Mutter nicht mehr weiter wusste, formulierten Tochter Lori oder eine Aushilfskraft im Familienbetrieb die Passagen – bis sie den Strick zuzogen: “Josh” spielte mit Selbstbewusstseins- und Trennungsängsten und brach dann den Kontakt mit einer letzten Nachricht ab: “Ohne dich wäre die Welt besser dran”. Das Kind nahm es sich zu Herzen.
Ich frage mich, ob die Auswahl des angeblichen “Tätergeschlechtes” in der Suche nach einer “bösen” virtuellen Identität schwierig gewesen war?
