Verräterische Blutspuren

Traunstein / Rosenheim (kd). Verräterische Blutspuren hinterließ eine Bluttat in Rosenheim in der Nacht des 12. Juni 2009. Durch einen lebensgefährlichen Stich in den Oberschenkel mit heftiger Blutung aus einer Schlagader und durch Würgen am Hals kam ein 41-jähriger Mann in der Hochparterrewohnung einer in diesen Tagen 44 Jahre alt gewordenen Altenpflegerin nach einem gemeinsamen Besäufnis zu Tode.Im Totschlagsprozess vor dem Schwurgericht Traunstein mit Vorsitzendem Richter Karl Niedermeier schloss die DNASachverständige Ramona Katharina Schmid vom Rechtsmedizinischen Institut an der Uni München gestern dritte Personen als Verursacher der zahlreichen genetischen Spuren quasi aus. Die Misch- und Einzelspuren des verstorbenen 41-Jährigen und der mutmaßlichen Täterin seien durchgängig den beiden Beteiligten zuzuordnen. Der Prozess wird heute fortgesetzt.In einem Wohnheim im Stadtteil Kastenau fanden Notarzt, Sanitäter und Polizeibeamte den Geschädigten in jener Nacht leblos auf einem Stuhl sitzend und mit einem Küchenmesser im Oberschenkel. Die Angeklagte, die den 41-Jährigen von früheren Trinkgelagen her seit Jahren kannte, hatte kurz vorher bei Nachbarn geklingelt und um Hilfe gebeten. Das Leben des Mannes war nicht mehr zu retten.

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