Miriam Schmidt: „Sie wollte nicht mehr aus dem Koma erwachen. Sie wollte einfach nicht mehr leben.”Als Sina P. Mitte September vor dem Amtsgericht Hagen ihr Martyrium schilderte, musste die Verhandlung minutenlang unterbrochen werden, weil eine Schöffin einen Weinkrampf hatte. Sina, die endlich den Mut gefunden hatte, ihre Mutter (38) anzuzeigen, berichtete von den jahrelangen Misshandlungen, den Schlägen auf den Rücken, die Beine, den Po, ins Gesicht, vorzugsweise mit einem Kochlöffel, einem Gürtel oder anderen Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Manchmal sei sie so lange geschlagen worden, bis der Löffel zerbrach. Sie berichtete davon, dass sie im Keller schlafen musste, auf dem Fußboden oder in der Dusche, zur Strafe, weil sie eingenässt hatte. Zum elften Geburtstag bekam sie eine Packung Windeln geschenkt.
Sina starb nach Aussage gegen die eigene Mutter – Hagen – WP – DerWesten
In diesem Zusammenhang ist wohl erneut einmal anzumerken, adss es in Deutschland mehr als hundert Angebote für gewalttätige Väter und Partner gibt, die pflichtweise aufzusuchen sind, doch offenbar nur sehr sehr wenige deratige Pflichtveranstaltungen für gewalttätige Frauen.Unser Familienministerium geht soweit, dass e Täterinnen komplett ausblendet. Es gibt hierzu keinerlei Veröffentlichungen. Einige wenige Angebote für gewalttätige Frauen wurden mit ehrenamtlicher Zusatzarbeit von Profis entwickelt – und sie werden genutzt. Doch im Hellfeld, in der Veröffentlichung von offizieller Seite werden Täterinnen verschwiegen.
