Das sind die Fakten. Inwieweit diese Tatsache auch das gewaltfreie Verhalten der Lehrerinnen in Brandenburg widerspiegelt, wissen wir nicht.
Eine 57-jährige Grundschullehrerin soll mindestens sieben Mal Schüler geschlagen haben. Der Fall wird nun vor dem Amtsgericht Königs-Wusterhausen verhandelt. Die Angeklagte weist die Vorwürfe zurück und spricht von einer Kampagne der Eltern. …
Eine als Zeugin gehörte Mutter berichtete von einer strengen Einteilung der Schüler in der Klasse von Sieglinde B. in „gut, mittel und schlecht“. Ihr Sohn habe durch dieses frühe Abstempeln jede Motivation verloren. „Ich bin so blöd. Ich will nicht mehr in die Schule“, schrieb das Kind in einem Brief an seine Eltern.
Der letzte Absatz fällt zwar im Grunde nicht unter die Kategorie “Gewalt”, aber diese Form von Unterricht zeugt vom allgemeinen Klima in der Klasse und wird hoffentlich nicht als Argument für eine Entlastung der Lehrerin herhalten müssen.
Wer mit Kindern so sadistisch umgeht, hat sicherlich selbst ein großes Problem. “Unabsichtlich” waren die Taten deshalb wohl kaum.
Ich vermute dennoch, die Lehrerin wird als Entlastung für Ihre Taten angeben, sie sei “überfordert”gewesen.
