Islamische Zeitung)Im österreichischen Graz haben zwei 15-jährige Schülerinnen bei einem Schulausflug eine muslimische Klassenkameradin attackiert und schließlich das Kopftuch der Muslimin angezündet. Trotz mehrerer Gespräche mit ihnen, ihren Eltern und Vertrauenspersonen wollten die beiden Täterinnen sich nicht für ihre Tat entschuldigen.„Da das Ziel der Einsicht nicht erreicht werden konnte, blieb als Konsequenz nur der Schulverweis“, sagte die Direktorin der Caritas-Fachschule für wirtschaftliche Berufe in Graz, Evelyn Awad.
Zum Glück brannte das Kopftuch nicht stark, da es aus Kunstfaser bestand, sodass die angegriffene Schülerin nicht verletzt wurde. Einen Tag nach dem Vorfall informierte ihre Mutter die Schulleitung. Diese riet zu einer Anzeige und versuchte ansonsten wie erwähnt mittels Einzelgesprächen die Situation zu deeskalieren. Laut “Die Presse” hielt die Mutter der Opfers dies allein nicht für ausreichend und erstattete in der Tat Anzeige bei der Polizei. Diese werde den Fall an das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung weitergeben. Die Schuldirektorin schließt ein religiöses Motiv für die Tat aus, sie sieht die Tat durch “persönliche Differenzen” ausgelöst. Es sei aber „ein Vorfall, der in seiner symbolischen Dimension und emotionalen Beleidigung für diese Schule außergewöhnlich ist“, wird der Caritas-Sprecher Harald Schmied in “Die Presse” zitiert. Die Caritas hat sich mit einer eigenen Stellungnahme an die Öffentlichkeit gewandt. Die betroffene Schule gilt ansonsten als vorbildlich im Bereich der Integration.

