Bescheuertheit

Wie es zur Verblendung, zur Verbiesterung und zur Verstiegenheit kommt, eben jenen Mechanismen, die zum Glauben an das Böse im Mann und das Gute in der Frau geführt haben, lässt sich wunderbar nachlesen:

Bescheuertheit von Rainer Paris.

Die Realitätskonstruktion der Bescheuertheit ist durch eine eigentümliche Verweisungsstruktur gekennzeichnet. Um sich als kompakte Ideologie etablieren zu können, braucht sie einen relativ kleinen, überschaubaren Satz allgemeiner Aussagen, die sich wechselseitig bedingen und definieren und deren universale Gültigkeit niemals bezweifelt werden darf. Etwa: Frauen werden diskriminiert. – Die Unterdrückung von Frauen ist eine Folge patriarchalischer Strukturen. – Gewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig. – Sexualität zwischen Männern und Frauen ist potentiell gewalttätig. – Bei der Vergewaltigung von Frauen geht es nicht um Sexualität, sondern um Macht. Das Ergebnis solcher Basissätze sind leicht kombinierbare Begriffskonglomerate (Diskriminierung gleich Unterdrückung gleich Sexismus gleich Gewalt), die dann – die Ideologie hat immer recht! – auf jeden beliebigen Einzelfall oder skandalisierbaren Sachverhalt angewendet werden können.

Unbedingt empfehlenswert!

  1. Hier
  2. Gewaltdefinition
  3. geschlechtsübergreifende Thematisierung häuslicher Gewalt

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