Werbung mit einer Mörderin

Julia Exner hat sich nach dem ersten Schock an den Verein Kreis 74 gewandt und sich über das Motiv beschwert. “Deren Idee in allen Ehren”, sagt sie, “aber da hört es doch wirklich auf”. Warum, fragt sie sich, müsse man ausgerechnet mit einer Person für sein Anliegen Reklame machen, die eine so brutale Tat zu verantworten hat.Die Frau, Marina P., die im Gefängnis sitzt, hat 2006 ihren Ehemann Herbert B. (47) – wahrscheinlich aus Habgier – im Schlaf erschlagen. Um die Tat zu vertuschen, zerstückelte sie die Leiche in der Badewanne.Die Täterin kommt aus einem baltischen Staat. Sie hatte ihr Opfer weniger als zwei Jahre zuvor geheiratet – wahrscheinlich, um den Mann finanziell auszunehmen. Das vermuten die Hinterbliebenen.

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