In der Regel sind durch Frauen begangene Morde Beziehungstaten. In der Regel…

Doch jetzt jagt die Polizei eine skrupellose Killerin, wie die Augsburger
Allgemeine hier
 berichtet.

 Wer hat die junge Polizistin in Heilbronn erschossen und ihren Kollegen schwer verletzt?

Auch neun Monate nach der Tat tappt die Plizei im Dunkeln. Zuletzt konzentrierte sich die Suche auf eine unbekannte Frau, deren DNA-Spuren am Tatort entdeckt worden waren. Ihr werden weitere Verbrechen zur Last gelegt, doch bislang jagte die Polizei das Phantom vergeblich.

 Am 25. April wurde die 22 Jahre alte Polizistin tot neben ihrem Streifenwagen aufgefunden. Ihr 24 Jahre alter Kollege überlebt schwer verletzt. Unbekannte haben den Beamten während eines Routineeinsatzes in den Kopf geschossen und die Dienstwaffen entwendet.

 Nachdem die Fahnder die DNA-Spuren entdeckt hatten, hofften sie auf einen schnellen Durchbruch. Doch die Erkenntnis, dass der Mord höchstwahrscheinlich von einer Serientäterin verübt wurde, stellte die Beamten vor neue Herausforderungen: In den vergangenen 14 Jahren hat die Gesuchte ihre Spuren europaweit an mehr als 20 Tatorten hinterlassen – und ist den Fahndern immer durchs Netz gegangen. Die Ermittler jagen einem Phantom hinterher – sie wissen über das Alter und Aussehen der Frau ebenso wenig wie über ihren Aufenthaltsort.

 Zumindest in Idar-Oberstein suchte man zunächst nach einem Mann. Dass es sich um eine Täterin handelte, schien unwahrscheinlich. In der Regel sind durch Frauen begangene Morde Beziehungstaten. Die mysteriöse Gangsterin aber ist eine tickende Zeitbombe, die jederzeit hochgehen kann, so die Beschreibung in Polizeikreisen.

Vielleicht muss sich die Polizei in den nächsten Jahren umstellen, und eher an Frauen als Täterinnen denken.

Auch in einem zweiten Fall in diesen Tagen war die Polizei über die Brutalität eher überrascht:

Mordfall Jagupi
Blutspuren entlarven Täterin

VON HANS ONKELBACH

Der Müllcontainer vor dem Haus Gerberstraße 2: Teile der Leiche, da ist die Polizei sicher, wurden darin entsorgt. Foto: RP/Andreas Bretz

Düsseldorf (RP) Im Mordfall Jagupi setzen die Experten der Kripo auf Chemikalien, die auch geringste Blutspuren sichtbar machen. Daraus können die Fachleute vieles über den Ablauf der Tat erfahren.
Ganz so spektakulär wie in dem amerikanischen Fernseh-Krimi CSI Miami geht es derzeit in der Wohnung des Hauses Gerberstraße2 nicht zu. Aber auch dort sind Spezialisten am Werk, die aufklären sollen, wie, wo und mit welchen Werkzeugen Sefije Jagupi ihren Mann Abaz getötet hat. Wie berichtet, steht die Frau unter dringendem Verdacht, den Mann nicht nur getötet, sondern die Leiche auch noch zerlegt und durch das WC und im hauseigenen Müll-Container beseitigt zu haben.

Die Spur des Blutes ist eine sehr aussagekräftige, sagte gestern ein Kripomann, der lange in Mordkommissionen gearbeitet hat. Allerdings sei es selten notwendig, diese Chemikalien anzuwenden – ein derart aufwändiger Versuch, das Blut zu beseitigen, komme nicht oft vor.
Im konkreten Fall hat die Frau die Wohnung gereinigt und eine Wand neu gestrichen – ohne jedoch eine Chance zu haben, die Reste, die noch im Putz der Wand steckten, wirklich zu beseitigen.

Bis hierher kann man logisch folgen, doch jetzt?

Obwohl sie damit die Tat verschleiern wollte, hat sie die Tötung gegenüber ihren Kindern am Telefon zugegeben. Für die Polizei ein Hinweis auf gestörte Wahrnehmung oder geistige Verwirrung der Verdächtigen.

Gegen sie wird ein internationaler Haftbefehl beantragt. Allerdings wird er wenig bringen: Sie hält sich derzeit in ihrer Heimat Mazedonien auf – und als mazedonische Staatsangehörige muss sie nicht fürchten, nach Deutschland ausgeliefert zu werden.

  1. Täterinen.de
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