Institutsdirektor Heiner Bielefeldt appelliert an die Bundesregierung, die schon 2005 formulierte Konvention des Europarats gegen Menschenhandel zu ratifizieren. Seine Kollegin Petra Follmar-Otto hat eine Studie über den “Menschenhandel in Deutschland” verfasst. Sie plädiert für eine großzügigere Auslegung des Aufenthaltsrechts in Deutschland. Von der gängigen Aufenthalts-Praxis profitieren ihrer Meinung nach vor allem die skrupellosen Ausbeuter der Ware Mensch: “In dem Moment, in dem sich die Arbeitnehmer aus ihrem Arbeitsverhältnis lösen, erlischt sozusagen auch ihr Aufenthaltsrecht. Und damit wird den Tätern und Täterinnen von Menschenhandel ein gewichtiges Instrument an die Hand gegeben”, um ihre Opfer auszubeuten, sagt Petra Follmer-Otto.
Deutschland und die Ware Mensch | Deutschland | Deutsche Welle | 14.07.2009
Nur zur Erinnerung: Es gibt laut einer Studie der OECD mehr Täterinnen als Täter.
Doch wo bleiben die Feministinnen, die sich dieses Themas annehmen? Gibt es demnächst einen Artikel in der EMMA, der dieses Thema aufgreift?
