Das tote Baby wurde am 9. März 2009 in einem Altkleidercontainer in der Güntzelstraße in Wilmersdorf gefunden. Ein gesund geborener Junge, dessen Leichnam mit Handtüchern und einem Bettlaken umwickelt war.Der Junge war seit drei Tagen tot, stellten Gerichtsmediziner fest. Die mutmaßliche Täterin wurde fünf Tage später gefasst: die Mutter des namenlos gebliebenen Kindes, Carmen B., 41 Jahre alt.AnzeigeDie Staatsanwaltschaft hat gegen B. jetzt Anklage wegen Totschlags erhoben. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Junge am Vormittag des 6. März in der Wohnung der Angeklagten in der Jenaer Straße in Wilmersdorf im Badezimmer geboren wurde. Carmen B. soll den Säugling dann im Kellerverschlag ihrer Wohnung in einem Pappkarton versteckt haben.Einen Tag später hörte ein Mieter in dem Keller ein merkwürdiges Greinen. Er habe gedacht, es stamme von einem Kätzchen, das sich in dem Verschlag verfangen habe, sagte er später. Deswegen habe er sich an die Mieterin Carmen B. gewandt, damit sie das Tier befreie. Sie habe erwidert, es handle sich um eine Sprechpuppe ihrer Tochter, die offenbar eine Wackelkontakt habe und deshalb Baby-Laute von sich gebe. Der Nachbar glaubte ihr.
Justiz – Anklage gegen Mutter des toten Babys – Berlin – Printarchiv – Berliner Morgenpost
