Junge Mädchen verprügelten Kinder

Es kam einem Alptraum gleich: Eben erst waren die drei Mädels aus dem Cinemaxx gekommen. Die Schülerinnen hatten an diesem Dezembertag die Vorabend-Vorstellung besucht. Inzwischen war es dunkel geworden, so gegen acht am Abend, doch was sollte es!? Der Film hatte den Kindern gefallen, die 11-Jährigen lachten, und jetzt mussten sie ja auch nur noch wenige Meter über die Hauptstraße, um wieder bei den Eltern zu sein. Also eigentlich alles im grünen Bereich, denn die Erwachsenen warteten schon auf einem nahen Parkplatzauf ihre Mädchen. Aber als die Kleinen endlich ankamen, war der Film im Kino längst vergessen, das Lachen Tränen gewichen. Drei ältere Mädchen hatten dem Trio nämlich an jenem Abend aufgelauert, hatten die Jüngeren beleidigt, geschubst, verprügelt – und die Kinder auch noch gehindert, bei den Eltern Hilfe zu suchen.”Ich wollte nicht in ein Altenheim”Was wiederum verständlich machte, dass die Frau, die gestern Vormittag im Zuschauerraum des Solinger Jugendschöffengerichts Platz genommen hatte, diesmal ihre Tochter keinen Augenblick aus den Augen ließ. Denn die inzwischen 13-Jährige, die im Dezember 2007 Opfer geworden war, musste jetzt die Erlebnisse von einst noch mal durchleiden. Und das alles nur, weil es eine der Täterin es nicht für nötig befunden hatte, die ihr in einem ersten Verfahren aufgebrummten Sozialstunden abzuleisten.

Solingen: Junge Mädchen verprügelten Kinder | RP ONLINE

  1. Täterinnen und die Selbstjustiz
  2. Täterin statt Opfer
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