Das schwache Geschlecht schlägt sich durch in ’37°: Jung, weiblich, aggressiv‘

Die ZDF Reportage 37° widmet sich am 14.07 dem Thema.

Die Tendenz bei jugendlicher Gewalt geht zur ‚Gleichberechtigung‘. Zwischen 1993 und 2007 hat sich die Zahl der Täterinnen bei Körperverletzungsdelikten verdreifacht. Auffällig werden vor allem Mädchen zwischen zwölf und 16 Jahren. Warum lässt das schwache Geschlecht die Fäuste sprechen?

Eine eindeutige Erklärung für dieses Phänomen – das gibt Pollatschek freimütig zu – hat eigentlich niemand. Bei ihren Recherchen traf die erfahrene ’37°‘-Autorin aber auf viele Experten, die täglich in der Praxis mit den jungen Frauen zu tun haben: Jugendgerichtshelfer, Betreuer in WGs, Beschäftigte in Heimen. Immer wieder hört sie: ‚Die Mädchen von heute sind einfach ganz anders als noch vor 20 Jahren.‘ Die traditionellen Rollenbilder brechen auf.

Die Teenager weinen nicht mehr nur in ihre Kissen: ‚Wenn die anderen zuschlagen, warum sollte ich mich dann nicht wehren, nur weil ich ein Mädchen bin?‘, sagt die 17-jährige O. Über das ‚Wehren‘ ging es dann aber doch hinaus: ‚Sobald ich zuschlage, werde ich kurz wach und frage mich: Was machst du hier eigentlich?‘

Auch O.s Mutter, eine Grafikdesignerin, ist entsetzt. ‚Ich kann es nicht fassen, dass das meine Tochter ist.‘

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